IHK Ehrenamt

Handelsausschuss

Der IHK Handelsausschuss befasst sich mit handelsspezifischen Themen aus den Bereichen Großhandel, Einzelhandel und Handelsvermittlung auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene. Er stellt einen Querschnitt aus Handelsunternehmen aller Größenklassen, verschiedener Branchen und unterschiedlichen Städten und Regionen dar.

Berichte aus den Sitzungen des IHK-Handelsausschusses

Am 22. März 2022 fand die Frühjahrssitzung des Ausschusses Handel in hybrider Form statt. Die Wiederbelebung der Innenstädte gilt als das drängendste Thema in der Handelsbranche. Der Ausschuss Handel widmete sich daher gleich zu Beginn des Jahres der Frage, wie insbesondere die Attraktivität der Innenstädte und Ortskerne erhöht werden kann.

Fachvorträge zur Innenstadt

Florian Gleich, Referent für Landesentwicklung, Wohnen und Recht des Bayerischen Städtetags hält einen Fachvortrag zum Thema „Revitalisierung der Innenstädte“ und geht auf die besonderen Herausforderungen der Innenstädte ein. Als weitere Gastrednerin stellt Frau Dr. Silvia Kuttruff, Leiterin der Wirtschaftsförderung Nürnberg, den Best Practice Ansatz der Nürnberger „City-Werkstatt“ vor.

Darüber hinaus wird das Kooperationsprojekt „Digitales Leerstandsmanagement“ des BIHK und des StMB vorgestellt. Das bestehende Standortportal der IHK für München und Oberbayern soll erweitert werden, damit Kommunen/Städte und Immobilieneigentümer Leerstände erfassen und anzeigen bzw. abfragen können.

In der anschließenden Diskussion werden folgende Punkte thematisiert:

  • Nicht alle Städte und Kommunen haben den Fokus auf die Revitalisierung der Zentren gesetzt und hierzu sollte weiter informiert und vor Ort auch mit Entscheidern diskutiert werden.
  • Der Politik wird eine stärkere Verantwortung als früher zugesprochen. Dennoch sollte sich der Handel nicht ausschließlich auf Aktivitäten der Politik verlassen und selbst aktiv werden.
  • Die Förderung eines Dialogs mit den Immobilieneigentümern wird als wichtig erachtet. Die Verknüpfung aller Innenstadtakteure (Mieter, Makler, Immobilienbesitzer, Handel, Gastronomie, Hotellerie, Kultur, Dienstleister) sollte forciert werden.
  • Das Zusammenspiel aller beteiligten Akteure im Best Practice Beispiel der Stadt Nürnberg wird als beispielhaft benannt. Ein verstärkter experimenteller Charakter mit „Trial & Error“-Phasen ist für die Region München und Oberbayern wünschenswert. Es bedarf mehr Mut für Flexibilität und Kreativität.
  • Experiementierräume, die erfolgreich verlaufen, können in der Praxis im Rahmen von Langfristmaßnahmen verstetigt werden.

Das Ergebnisprotokoll finden Sie hier.