Wer darf Gewinn nach EÜR ermitteln?

Einnahmen-Überschuss-Rechnung

Die Einnahmen-Überschuss-Rechnung (kurz: EÜR) ist als einfache Art gedacht, den laufenden
Gewinn eines Geschäftsjahres zu ermitteln.

Einnahmen-Überschuss-Rechnung

Freiberufler sowie Unternehmer, die nicht im Handelsregister eingetragen bzw. nicht nach außersteuerlichen Gesetzen buchführungspflichtig sind und

  • deren Umsatz 500.000 Euro (für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31.12.2015 beginnen, nicht mehr als 600.000 Euro) und
  • deren Gewinn 50.000 Euro (für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31.12.2015 beginnen, nicht mehr als 60.000 Euro) nicht übersteigen,

haben die Möglichkeit, ihren Gewinn durch eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung (kurz: EÜR, § 4 Abs. 3 Einkommensteuergesetz) zu ermitteln.

Das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz hat den Einzelkaufleuten die Möglichkeit eröffnet, statt einer Bilanz eine einfache Einnahmen-Überschuss-Rechnung zu erstellen, wenn ihre Umsatzerlöse und Jahresüberschüsse bestimmte Schwellenwerte in zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren nicht überschreiten.
Das Formular für die EÜR ist grundsätzlich verpflichtend auszufüllen. Die hierfür erforderlichen Vordrucke für 2014 und 2015 sowie die dazugehörigen Ausfüllanleitungen sind nebenstehend abrufbar. Seit 2012 ist grundsätzlich elektronisch zu übermitteln. Liegen die Betriebseinnahmen für den Betrieb jedoch unter der Grenze von 17.500 Euro, sind die Verwendung des Formulars und die elektronische Übermittlung nicht verpflichtend. Eine formlose Gewinnermittlung wie bisher ist dann ausreichend (siehe hierzu auch nebenstehende BMF-Schreiben).

Über Besonderheiten der vereinfachten Möglichkeit, den Gewinn eines Betriebes durch Einnahmenüberschussrechnung zu ermitteln, informiert Sie Merkblatt der IHK.