IHK Position

Gigabit für Unternehmen - Festnetz- und Mobilfunkversorgung

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Eine leistungsfähige Breitbandinfrastruktur und ein stabiles, schnelles Mobilfunknetz sind die zentralen Voraussetzungen für digitales Wirtschaften.

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Forderungen für besseres Festnetz-Internet

Fokus auf Glasfaser legen

Nur reine Glasfaserprojekte (und nicht Vectoring) sollten gefördert werden.

Update Dezember 2019: Die Forderung ist erfüllt.

Förderschwelle anheben und Auslegung überprüfen

Aktuell werden in Bayern mit 30 Mbit/s ausgebaute Gebiete nicht gefördert, da die EU dies angeblich verbietet: Einerseits soll diese MBit/s-Schwelle angehoben werden, andererseits lassen die EU-Regeln durchaus Förderungen zu.

Update Dezember 2019: Die Forderung ist erfüllt.

Tiefbau-Abläufe beschleunigen

Die so gut wie ausgeschöpften Tiefbau-Kapazitäten sind ein Hauptgrund für den langsamen Breitbandausbau. Durch verbesserte Abläufe kann dies beschleunigt werden.

Alternative Verlegemethoden für Glasfaser in Betracht ziehen

Es sollte besser geprüft werden, ob alternative Verlegemethoden wie Microtrenching oder oberirdische Glasfaserleitungen zum Ziel führen können.

Ausbau ohne Förderung unterstützen
Mit staatlicher Unterstützung sollte die Nachfragebündelung vor Ort unterstützt werden, damit sich für die Netzbetreiber der Ausbau ohne Förderung lohnt.

Unternehmen unterstützen

Gefordert wird die unmittelbare Unterstützung für Unternehmen bei Breitbandproblemen, z. B. mit einer „Breitband-Hotline für Unternehmen“.

„Gigabit-Bonus“ einführen

Unternehmen mit Gigabit-Bedarf sollte man mit einem Gigabit-Bonus direkt unterstützen. Z. B. im Saarland werden 25 % der Baukosten gefördert.

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Bayerische Gigabit-Richtlinie

"Der Freistaat fördert künftig nur noch Glasfaseranschlüsse bis in die Gebäude und die Kommunen erhalten die freie Wahl, den geförderten Gigabitausbau im Zuge eines Wirtschaftlichkeitslückenmodells umzusetzen, oder mit einem Betreibermodell selbst Eigentümer der geförderten Infrastruktur zu werden“, stellte der bayerische Finanz- und Heimatminister Albert Füracker klar.

Bayern ist damit Europas erste Region, in welcher der geförderte Ausbau auch dort möglich ist, wo bereits mehr als 30 MBit/s verfügbar sind. Dies sollte der bayerischen Breitbandförderung einen weiteren Schub geben.

Dennoch kann es vor Ort in der Praxis für Unternehmen noch eine Herausforderung sein, schnelles und zuverlässiges Breitbandinternet zu bekommen.

Hier haken die weiteren IHK-Forderungen ein.

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Forderungen für besseres Mobilfunknetz

Nationales Roaming ermöglichen

Die gegenseitige Nutzung von Mobilfunkinfrastruktur sollte möglich sein. Für Mobilfunkanbieter sollten Anreize geschaffen werden, dies bundesweit umzusetzen.

Frequenz-Versteigerungen zielführend gestalten

Die Ausbauverpflichtungen sollten angemessen gestaltet werden und die Versteigerungserlöse zum Schließen von Mobilfunk-Löchern verwendet werden.

Update Dezember 2019: Die Mobilfunkstrategie des Bundes soll auch aus den Erlösen der 5G-Versteigerung finanziert werden.

5G-Ausbau für Unternehmen in den Fokus rücken

Für Industrienetze sollten in ausreichendem Maß Frequenzen für lokale und betriebliche Anwendungen zur Verfügung gestellt werden.

5G-Netzausbau unterstützen

Um das 5G-Netz mit vielen Antennen auszubauen, müssen Kommunen, Mobilfunkbetreibern, Festnetzanbietern sowie Tief- und Hochbaufirmen zusammenarbeiten. Gemeinsam können sie beispielsweise Standorte identifizieren und schnelle Genehmigungsprozesse schaffen.

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Festnetz- und Mobilfunk nicht zufriedenstellend

2018 und 2019 befragte die IHK für München und Oberbayern Unternehmer zur Versorgung mit schnellem Internet. Das Ergebnis ist ernüchternd.

BIHK-Umfrage zu Festnetz- und Mobilfunkprobleme (Herbst 2019)

Hunderte Unternehmen meldeten sich zur BIHK-Umfrage im Herbst 2019 rund um Festnetz- und Mobilfunkprobleme.

Die Problemmeldungen der - auf Wunsch des bayerischen Wirtschaftsministeriums - durchgeführten Umfrage liegen aktuell den Netzbetreibern zur Analyse vor. Sie sollen vom Wirtschaftsministerium für einen "zielgenauen Dialog mit den Betreibern und dem Mobilfunk- bzw. Breitbandzentrum verwendet“ werden.

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IHK-Umfrage zu Mobilfunk und Festnetzinternet (2018)

Für rund 40 % der Unternehmen ist die aktuelle Festnetz-Infrastruktur nicht ausreichend.

Wenn dieser Mangel im Festnetz für die nächsten zwei Jahre bestehen bleibt ...

  • 45 % der befragten Unternehmen können nicht wie geplant expandieren,
  • 14 % müssten Aufträge ablehnen,
  • 8 % halten ihre aktuelle Breitbandversorgung für existenzgefährdend, sodass sie über einen Standortwechsel nachdenken.

Besonderen Wert legen Unternehmen bei der Breitbandversorgung auf eine hohe Ausfallsicherheit:

Während für Haushalte und Privatverbraucher 50 bis 100 Mbit/s in der Regel ausreichend sind, benötigen viele Unternehmen höhere Up- und Downloadraten.

Mehr als die Hälfte der Befragten wünscht sich 1 GBit/s. Dies zeigt, dass der Bedarf von 100 Mbit/s in vielen Unternehmen längst nicht mehr ausreicht.

Neben den Mängeln in der Festnetz-Gigabitversorgung rücken zunehmend Probleme mit dem Mobilfunk für Unternehmen in den Vordergrund.

Etwa zwei Drittel der Unternehmen berichten vor allem von unzuverlässigen Mobilfunknetzen am Unternehmensstandort oder im Außendienst. Gleichzeitig betonen sie die stark wachsende Bedeutung des Mobilfunks für ihre Tätigkeiten.

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Cle­mens Ku­nert (In­sti­tut für Rund­funk­tech­nik GmbH, Mün­chen) er­klärt, wie man 5G ein­ord­nen muss und wel­che Mög­lich­kei­ten sich da­mit er­öff­nen.