Gesundheitliche Risikofaktoren
Trotz zahlreicher Vorteile kann Homeoffice und mobiles Arbeiten auch viele gesundheitliche Risiken mit sich bringen, die Arbeitgeber und -nehmer im Blick behalten sollten. So sollte z.B. die Ergonomie des Home-Office Arbeitsplatzes genauer überprüft werden. Denn ein ergonomisch schlecht ausgestatteter Arbeitsplatz kann Rückenbeschwerden oder weitere Muskelerkrankungen verursachen. Ein höhenverstellbarer Bürostuhl mit anpassbarer Rückenlehne sowie ein auf die eigene Größe angepasster Schreibtisch können solche Beschwerden effektiv vorbeugen.
Ein weiterer, nicht zu vernachlässigender, Aspekt ist die Gefahr sozialer Abgrenzung im Homeoffice. Für viele Mitarbeiter fällt ein Großteil der Interaktion mit anderen Kollegen weg. Viele Beschäftigte können sich dadurch im Homeoffice zunehmend einsam und isoliert fühlen, zudem kann die psychische Gesundheitsbelastung steigen.
Muskel- und Skeletterkrankungen sowie psychische Erkrankungen waren 2021 für die meisten Fehltage verantwortlich (DAK Gesundheitsreport 2022). Zu Zeiten von Homeoffice sollten Führungskräfte daher ihre Mitarbeiter umso mehr dabei unterstützen, die bereits beschriebenen gesundheitlichen Risiken zu reduzieren. Dazu gehört natürlich, Mitarbeiter hierüber zu informieren und aufzuklären sowie Feedback über deren Arbeitserfahrungen im Homeoffice zu sammeln. Regelmäßige virtuelle Kaffeerunden, kurze tägliche Telefonkonferenzen (Jour-Fix), Teambuilding-Tage oder weitere informelle Treffen (virtuell oder in Präsenz) können ebenso der sozialen Isolation entgegenwirken.