Rechtliche Stolperfallen vermeiden

Marketing und Werbung im Internet

Das Internet eröffnet ungeahnte Möglichkeiten für gezielte Werbung und breit gestreutes Marketing: Online erhöht sich die Aufmerksamkeit durch SEO-Optimierung, Keyword-Advertising oder Influcencer-Marketing - alles ist möglich, aber nicht alles ist erlaubt. Denn im Internet gelten rechtliche Spielregeln für die lautere und faire Werbung, genau wie im Offline-Geschäft. Einige Werbe-Formen sind jedoch nur online möglich. Hier finden Sie die wichtigsten Tipps, was Sie dabei zu beachten haben und wie Sie teure Abmahnungen vermeiden können.

Häufige Themen und Fragen:

Über eine Webseite lassen sich sehr leicht E-Mail-Adressen von Seitennutzern sammeln, zum Beispiel für Newsletter und sonstige Werbe-Emails. Aber Vorsicht: Newsletter und E-Mail-Werbung dürfen nur dann an Nicht-Kunden oder Neukunden (egal ob privat oder gewerblich) verschickt werden, wenn diese vorher in die konkrete Art der Werbung eingewilligt haben.

Was ändert sich beim Thema Emailwerbung ab dem 25. Mai 2018 mit der neuen Datenschutzgrundverordnung?

1) Grundsätzlich ist weiterhin eine ausdrückliche Einwilligung erforderlich:

Auch die neue DSGVO verlangt grundsätzlich eine audrückliche Einwilligung des Empfängers in die Verwendung seiner Daten für Werbemaßnahmen. Es wird wird auch weiterhin empfohlen, die sog. "Double-Opt-In"-Lösung zu nutzen, wenn die Einwilligung online erfolgt.
Die DSGVO enthält zwar einen Ausnahmetatbestand, wonach eine Einwilligung unter bestimmten Umständen (z.B. bei "berechtigtem Interesse") entbehrlich ist. Dies kann in Zukunft möglicherweise Erleichterungen für werbende Unternehmer bieten. Derzeit ist aber noch völlig unklar, ob und inwieweit elektronische Werbung als "berechtigtes Interesse" in diesem Sinne gelten kann. Hier muss noch eine endgültige Klarstellung durch den Gesetzgeber oder zumindest durch die Rechtsprechung abgewartet werden.
Praxistipp: Wer derzeit auf "Nummer sicher" gehen will, sollte weiterhin eine ausdrückliche Einwilligung der Empfänger einholen!!

2) Die Einwilligungserklärung muss den Anforderungen der neuen DSGVO entsprechen

Sofern die bereits vorhandenen Einwilligungserklärungen diesen Anforderungen entsprechen, können Sie unverändert weiter gelten. Falls sie jedoch insbesondere nicht freiwillig erteilt wurden oder mit anderen Erklärungen gekoppelt waren, sind sie ab dem 25. Mai nicht mehr wirksam - in diesem Fall muss eine neue Einwilligung eingeholt werden, die den neuen Anforderungen der DSGVO entspricht.
Praxistipp: Überprüfen Sie auch Ihre alten Einwilligungserklärungen!

Alle weiteren Informationen rund um die neue DSGVO (z.B. Datenschutzhinweise, Dokumentationspflichten usw.) finden Siehier

Näheres zuWerbung per Email / Telefon / Fax / SMS / Brief.