Minijobs: Wie geringfügige Beschäftigungsverhältnisse geregelt sind

Für die sogenannten 450-Euro-Minijobs oder kurzfristigen Minijobs gelten hinsichtlich der Sozialversicherung und der steuerlichen Behandlung eigene gesetzliche Regelungen. Wir informieren Sie, was zu beachten ist.

Minijobber sind Teilzeitbeschäftigte: Für sogenannte Minijobs gelten sozialversicherungs- und steuerrechtliche Sonderregelungen. Arbeitnehmer, die einen Minijob ausüben, gelten nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz als Teilzeitbeschäftigte. Sie haben damit arbeitsrechtlich die gleichen Rechte wie andere Arbeitnehmer.

Verdienstgrenze: Seit dem 1. Januar 2013 ist zum einen die Verdienstgrenze auf 450 Euro angehoben worden. Zum anderen werden Minijobber nun verpflichtend in der gesetzlichen Rentenversicherung abgesichert. Auf Antrag können sie sich allerdings davon befreien lassen. Für bereits bestehende Beschäftigungsverhältnisse gibt es umfassende Übergangsvorschriften.

Höchstgrenzen: Die Höchstgrenzen für kurzfristige Beschäftigungen wurden - bis zum 31. Dezember 2018 befristet - auf drei Monate oder 70 Arbeitstage angehoben.

In unserem IHK-Merkblatt geben wir Ihnen erste Hinweise zu den 450-Euro-Minijobs und den kurzfristigen Minijobs.

Nähere Informationen finden Sie auf der Internetseite der Minijobzentrale.

Meldestelle für alle Minijobs ist die Minijob-Zentrale bei der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See. Zudem besteht eine Melde- und Beitragspflicht zur gesetzlichen Unfallversicherung bei der Berufsgenossenschaft.

Seit dem 1. Januar 2011 muss der Arbeitgeber eine Erklärung des geringfügig Beschäftigten über weitere Beschäftigungen sowie die Bestätigung, dass die Aufnahme weiterer Beschäftigungen dem Arbeitgeber anzuzeigen ist, zu den Entgeltunterlagen nehmen.