IHK Ratgeber

6 Innovationsschritte - von der Idee zum erfolgreichen Produkt

Business idea concept. Picture of light bulb in hand. Colleagues discussing startup project
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Wie wird aus einer Idee ein am Markt erfolgreiches Produkt?

Ganz klar ist: Universelle Antworten, die immer zum Erfolg führen, gibt es nicht. Mit einer überlegten und strategischen Herangehensweise wird es jedoch leichter, kritische Situationen frühzeitig zu erkennen und zu umschiffen. Die IHK unterstützt Unternehmen dabei mit fundierten Informationen, ob es nun um Fördermittel, Produktsicherheit oder um themenspezifische Ratgeber geht.

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Die zündende Idee - eine Innovation?

Ist jede gute Idee schon eine Innovation?
Als Innovation werden Neuerungen in Bezug auf den technischen, sozialen oder wirtschaftlichen Wandel bezeichnet. Die gute Idee ist also der Zündfunke, der zu einer Innovation führen kann!

Dieser Zündfunke kann von technologischen Neuerungen initiiert werden. Aber auch gesellschaftlicher Wandel, gesetzliche Anforderungen oder einfach das Geschehen des Wettbewerbes können zu neuen Ideen für Produkte oder Weiterentwicklungen führen.

Und wie wird aus dieser Idee nun ein innovatives Produkt?
Wie werden Technologien weiter entwickelt und finden (neue) Anwendungen? Kann ein Partner hilfreich sein? Netzwerken Sie! Sprechen Sie mit Ihren Kunden, mit partnerschaftlich verbundenen Unternehmen. Der Dialog mit der Wissenschaft oder mit Startups kann ganz neue Wege aufzeichnen.

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Der kritische Blick - was ist realisierbar?

Im nächsten Schritt erfolgt der kritische Blick. Ist die Idee überhaupt machbar? Analysieren Sie Ihre Idee zum Beispiel anhand folgender Fragen:

  • Gibt es Vorgaben zur Produktsicherheit, die dringend eingehalten werden müssen?
    • Einige Produkte müssen mit der CE-Kennzeichnung versehen sein, um im Europäischen Wirtschaftsraum in Verkehr gebracht werden. Der "Leitfaden zur CE-Kennzeichnung" gibt viele Tipps.

Diese Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und soll einen ersten Überblick und Gedankenanstoß liefern.

  • Gibt es Normen, die Sie für Ihr Produkt oder Ihr Verfahren anwenden können?
    Eine Normenrecherche können Sie über den Beuth-Verlag durchführen. Der KMU-Helpdesk beim DIN unterstützt kleine und mittelständische Unternehmen bei der Recherche und Anwendung von Normen und technischen Spezifikationen.
  • Gibt es bereits Schutzrechte Dritter auf die Idee oder das Produkt?
    Es ist gesetzlich genau geregelt, ob Wettbewerber unter der gleichen Bezeichnung auftreten, identische oder ähnliche Produkte herstellen, vertreiben und bewerben dürfen. Das Markenrecht schützt den Namen, das Designrecht das Aussehen, Technologietransfer und Forschungskooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft stärkendas Patentrecht technische Erfindungen. Finden Sie heraus, ob und wie Sie Ihre Ideen, Namen, Logos, Produkte und Erfindungen schützen können: Erfindungen schützen
  • Brauchen Sie Partner aus der Wirtschaft oder Wissenschaft, um Ihre Idee umzusetzen?
    Hochschulen und Forschungseinrichtungen bieten wichtiges Know-how für kleine und mittlere Unternehmen – ob Kooperationen für Forschung und Entwicklung, Projektteams oder Wissensaustausch. Doch auch die Vernetzung und der Austausch von Unternehmen ist ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg. Die Broschüre Technologietransfer und Forschungskooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft stärken bietet einen Überblick und Informationen zu Netzwerken und Clustern in Bayern finden Sie hier.

Mit Beantwortung dieser Fragen sollten Ihnen die Anforderungen an das Produkt oder Verfahren bekannt sein. Diese bilden die Basis für das folgende Realisierungskonzept und den Business Plan.

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Produkt definieren

Haben Sie die vorhergehenden Punkte bearbeitet, steht nun die Definition des Produktes an. Darunter versteht man die genaue Analyse der technischen Spezifikationen sowie der Spezifikationen der Kunden.

Sollten Sie hier Unterstützung benötigen, so finden Sie zahlreiche Informationen in unserem IHK Ratgeber Businessplan. Auch das Münchner Existenzgründungsbüro (MEB), eine gemeinsame Einrichtung der IHK und der Landeshauptstadt München, bietet hierzu Beratung an.

Auch die Themen Recht, Umwelt und Nachhaltigkeit spielen eine Rolle bei der Produktdefinition. Sie beschreiben in ihren Themenfeldern Leitplanken in Form von Gesetzen und Vorschriften, in deren Rahmen sich Ihr neues Produkt bewegen wird. Auch hier hilft Ihnen die IHK.

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Geschäftsmodell entwickeln

Für den langfristigen Erfolg Ihrer Idee ist ein funktionierendes Geschäftsmodell ganz entscheidend. Bei der Überprüfung Ihres bestehendes Geschäfts oder beim Aufbau eines neuen Business kann ein Business Model Canvas helfen. Wie Sie mit diesem innovativen Ansatz von der Idee zum Unternehmen kommen, erfahren Sie im IHK-Ratgeber Business Model Canvas – Geschäftsmodelle ‎gezielt entwickeln.

Eine gute Idee allein führt noch nicht zum Unternehmenserfolg. Häufig wird für die Umsetzung finanzielle Unterstützung benötigt. Gründer sind oft auf Startkapital angewiesen. Land, Bund und die Europäische Union bieten eine Vielzahl an Unterstützungsmöglichkeiten und Förderungen an:

Eine gute Idee ist die Basis eines jeden Geschäfts. Bereits vor dem Markteintritt Ihres Produktes und dem Start Ihrer Dienstleistung sollten Sie sich Gedanken über die Vermarktung machen. Stellen Sie sich dabei folgende Fragen:

  • Warum sollen potenzielle Kunden Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung kaufen?
  • Was hebt Ihr Angebot von möglichen Mitbewerbern ab?
  • Wie definieren Sie Ihre Zielgruppe
  • Wie machen Sie Ihr Geschäft bekannt?

Um erfolgreich am Markt zu bestehen, benötigt jedes Unternehmen – ob neugegründet oder seit Jahren am Markt – ein ausgefeiltes Konzept für das Marketing. Hier erfahren Sie, wie Sie ein solches Marketing-Konzept strategisch planen.

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Verwirklichen und verbessern

Nachdem Sie nun viele Punkte auf dem Weg zum marktfähigen Produkt abgearbeitet haben, wird es nun ernst. Sie verwirklichen Ihre Ideen, testen und verbessern, um schließlich das Produkt herzustellen und in der Folge in den Markt einzuführen.

Dazu benötigen Sie in aller Regel die passenden Partner, die Sie auf Ihrem Weg begleiten. Wir wollen Ihnen dabei helfen. Im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe Forschung zum Frühstück lernen Sie Hochschulen und Forschungseinrichtungen kennen, die den Kontakt zu Unternehmen suchen. Diese können ihnen helfen, Ihre Produkte zu testen und weiterzuentwickeln. Sie profitieren dabei von der Erfahrung der Wissenschaft und und können zudem durch Kooperationen das eigene Unternehmen stärken.

Unser Leitfaden Stark durch Kooperation zeigt Ihnen nicht nur mögliche Formen der Zusammenarbeit auf, sondern erläutert Ihnen unter anderem auch typische Stolpersteine bei einer Zusammenarbeit.

Die Open IHK-Plattform bietet Ihnen und interessierten Dritten die Möglichkeit, in einem digitalen Raum, in dem wir gemeinsam am Fragestellungen arbeiten, Ideen einzubringen, diese weiterzuentwickeln und auch Feedback zu konkreten Lösungsvorschlägen einholen zu können. Die Plattform ist dabei ein Hilfsmittel für einen strukturierten, ergebnisorientierten Ideen- und Beteiligungsprozess Ihrer IHK.

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Produkt herstellen und am Markt einführen

Die Herstellung und schließlich der Markteintritt gehören sicherlich zu jenen Punkten, auf die alle neuen Unternehmer hinfiebern: Ihre Idee wird in Form eines realen Produktes nun Wirklichkeit!

Wollen Sie das Produkt nicht selbst herstellen, sondern sondern suchen Sie ein Unternehmen, das als Lohnfertiger die Produktion in Ihrem Auftrag übernimmt? In der Firmendatenbank der IHK werden Sie sicherlich fündig.

Bei der Vermarktung, gerade im Bereich Online-Handel, unterstützten wir Sie im Rahmen diverser Hilfestellungen.

Sie haben Ihr innovatives Produkt bereits erfolgreich in den Markt eingeführt, oder stehen unmittelbar vor diesem Schritt? Dann bewerben Sie sich für den Innovationspreis Bayern, der herausragende innovative Leistungen unserer bayerischen Unternehmen würdigt und auszeichnet!

Suchen Sie den Kontakt mit Kunden im nationalen und im internationalen Umfeld und wollen sich hierfür auf Messen präsentieren? Dann erhalten Sie Unterstützung durch den Freistaat Bayern, der mit seinen Messeprogrammen eben jene Vorhaben unterstützt. Der Bayerische Messegemeinschaftsstand richtet sich an nationale Messen, das Bayerische Messebeteiligungsprogramm ist auf internationale Messen ausgerichtet.

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