IHK Ratgeber

‎#gemeinsamstark – wie Unternehmen kreativ auf die Corona-Krise ‎reagieren

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© Pixabay

Das Corona-Virus und die damit verbundenen Quarantäne Maßnahmen stellen jede Branche derzeit vor neue Herausforderungen. Die wirtschaftlichen Auswirkungen bekommen insbesondere lokale Einzelhändler zu spüren. Geschäfte, die nicht der Grundversorgung dienen, mussten schließen. Doch in der Krise gibt es auch Lichtblicke, denn außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnliche Maßnahmen.

Zahlreiche Unternehmen aus dem IHK-Bezirk München und Oberbayern haben kreativ umdisponiert, stellen ihre Produktion um oder bieten ihre Hilfe an, um andere Unternehmen zu unterstützen. Solidarität, kreative Ideen und der Zusammenhalt von Wirtschaft und Gesellschaft sind neben dem umfassenden finanziellen Schutzschirm in Bayern und im Bund essentiell, um die krisenbedingten Blessuren zu minimieren.

Die IHK für München und Oberbayern zeigt nachfolgend eine inspirierende Sammlung an Beispielen aus der Praxis auf. Diese wird fortwährend erweitert und erhebt naturgemäß keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Auch handelt es sich nicht um IHK Angebote oder Initiativen.

Vielmehr möchten wir mit den Beispielen Anregungen geben und Mut machen. Gerne können Sie mithelfen und uns weitere „gute Beispiele“ zusenden.

Hinweis: Die IHK überprüft die in den Beispielen beschriebenen Angebote weder auf ihren Inhalt noch auf ihre Richtigkeit. Eine Gewähr dafür wird nicht übernommen. Der IHK geht es insbesondere nicht um die Bewerbung von Angeboten.

Inhalt

Solidaraktionen von Unternehmen

In dieser angespannten Lage zeigt sich, wie Unternehmen dazu beitragen, dass wir als Gesellschaft diese Krise überwinden. Viele Betriebe aus dem IHK-Bezirk München und Oberbayern handeln angesichts der aufkommenden Herausforderungen solidarisch indem sie sich gegenseitig und die Zivilgesellschaft unterstützen, ihre Produktion umstellen oder spenden.

Digitale Plattformen und Kooperationen

  • Clever Ackern
    Das Unternehmen Flyla, ein Flugportal, das für gewöhnlich klimakompensierte Flüge anbietet, hat aufgrund der aktuellen Lage die Plattform „Clever Ackern“ ins Leben gerufen: Ein Portal, das Jobsuchende und Bauern zusammenbringt, um sie bei der Ernte zu unterstützen.
  • Support your Münchner Drinks
    Kleine Getränkemarken aus München haben sich für die Aktion „Support your Münchner Drinks“ zusammengeschlossen. Denn bis zu 80 Prozent des Umsatzes kommen bei den Beteiligten aus der oft lokalen Gastronomie. Nun arbeiten die Getränkeproduzenten an Liefermöglichkeiten und Kombipaketen für Privatkunden.
  • Agenturen helfen Agenturen
    Agenturen helfen Agenturen“ ist eine Mailingliste, über die Agenturen schnell Hilfe suchen und praktische Tipps geben können. Es handelt sich um eine Art Nachbarschaftshilfe für Agenturen. Damit alle Beteiligten die Möglichkeit haben, ihre Leistungen kurz vorzustellen, wurde eine LinkedIn-Gruppe gestartet.
  • Gemeinsam stark. Gemeinsam digital
    Ein Zusammenschluss von digitalen Marketing Experten hilft mit der Gruppe „Gemeinsam stark.Gemeinsam digital“ kleinen, lokalen und in der Vergangenheit hauptsächlich offline-agierenden Unternehmen, indem sie diese kostenfrei dabei unterstützen, ihr Geschäft online weiterzuführen.
  • Startups against Corona
    Die Plattform Startups Against Coronavirus vernetzt etablierte Unternehmen und ‎Startups miteinander. Unternehmen können auf der Seite ihr ‎Problem, das durch die Corona-Krise entstanden ist, schildern und ‎erhalten von Startups Lösungsvorschläge.
  • Digitale Lern-App "JOBLINGE Mission XY"
    Die Initiative "Joblinge" und die BMW Group haben die App "JOBLINGE Mission XY" zum Mathelernen entwickelt. Da digitale Lernformate in Zeiten der Corona-Krise so wichtig wie nie zuvor sind, kann die App ab sofort kostenfrei genutzt werden – egal ob Bildungsorganisation, Schule oder Privatperson.
  • #wirbleibenengagiert Internetseite des UPJ-Netzwerks
    Auf der Internetseite www.wirbleibenengagiert.de stellt das UPJ-Netzwerk für Corporate Citizenship und CSR Beispiele, nützliche Informationen, relevante Nachrichten und ausgewählte Veranstaltungen zu Verantwortung und gesellschaftlichem Engagement von Unternehmen und gemeinnützigen Mittlerorganisationen in Zeiten der Corona-Pandemie vor.
  • Online-Ausbildung zum Infektionsschutzhelfer
    In einer Gemeinschaftsaktion von mehr als 100 Unternehmen wurde das Konzept "Infektionsschutzhelfer" entwickelt, um eine zweite Corona-Welle zu verhindern. Es handelt sich um eine kostenfreie Online-Ausbildung zum Infektionsschutzhelfer. Die Online-Schulung unterstützt Mitarbeitende dabei, die Arbeit so zu organisieren, dass Infektionen verhindert werden, und orientiert sich streng am SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandards des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Rund 1.000 Unternehmen haben inzwischen mehr als 10.000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ausgebildet.

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Engagement für die Zivilgesellschaft

Unternehmen und deren Mitarbeiter bieten – vor dem Hintergrund freier Zeitkontingente – auch vermehrt ehrenamtliches Engagement für die Zivilgesellschaft an.

  • Sausalitos unterstützt in der Aktion „Helping Hands“
    Die Bar-Kette Sausalitos unterstützt in der Aktion "Helping Hands" den Pflegeanbieter Opseo mit seinen Mitarbeitern. Die Kellner und Köche versorgen die Pflegebedürftigen mit Speisen und Getränken, damit sich die medizinischen Kräfte voll auf ihre Patienten konzentrieren können.
  • Fleming’s Hotels stellen kostenfrei Zimmer zur Verfügung
    Immer mehr Krankenhäuser benötigen Ärzte und Krankenschwestern aus umliegenden Regionen. Die Fleming’s Hotels stellen diesen Einsatzkräften in Frankfurt am Main und München ihre Hotelzimmer zur Verfügung. Zureisende Ärzte, Krankenschwestern und Polizisten sowie Hilfskräfte aus Pflegeberufen, von der Feuerwehr oder dem Technischen Hilfswerk übernachten kostenfrei in den Hotelzimmern.
  • Freie Fahrt für Helden
    Der Online-Supermarkt getnow hat die Aktion „Freie Fahrt für Helden“ ins Leben gerufen und möchte damit diejenigen unterstützen, die im Gesundheitsbereich tätig sind. Damit die Berufsgruppe nach der Arbeit nicht noch einkaufen gehen muss, stellt getnow ihnen einen eigenen Lieferslot zur Verfügung und schenkt ihnen die Lieferkosten.
  • Kostenlose Mahlzeiten für Münchner Einsatzkräfte
    Die Kantine der BayWa-Stiftung hat vom 26. März bis 03. Mai einen Drive-In eröffnet, an dem sie kostenfrei Mahlzeiten an Rettungskräfte, Sanitäter, Notärzte und andere Einsatzkräfte verteilt hat.
  • Rabattaktion bei Türkitch
    Der Schnellimbiss Türkitch dankte durch eine spezielle Rabattaktion den Arbeitenden aus dem Gesundheitswesen.
  • #mingahoitzam – Kochen für Helden München
    Am Projekt "Kochen für Helden München – #mingahoitzam" beteiligt sind Münchner Gastronomen, Produzenten und Geschäftsleute, die im Moment diejenigen mit kostenlosen Mahlzeiten versorgen, die unser öffentliches Leben aktuell am Laufen halten: Menschen in Funktionsberufen wie Ärzte und Pfleger in Krankenhäusern, Helfer in Corona-Testzentren, Mitarbeiter in Apotheken und Supermärkten sowie alle anderen Helden unseres Alltags.

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Umstellung der Produktion

Die Zahl der Corona-Infizierten steigt europaweit weiter an und für viele Arztpraxen, Heime, Kliniken und Hilfsorganisationen ist es schwer, ausreichende Schutzausrüstung zu bekommen. Einige Firmen stellen deshalb ihre Produktion auf den Notstand um.

  • Trans-Textil GmbH stellt Laminat für Masken her
    Die Trans-Textil GmbH aus Freilassing lässt waschbare Mund-Nasen-Masken aus ihren 3-lagigen Laminaten fertigen, welche ein spezielles Membransystem enthalten. Diese Materialien kommen seit vielen Jahren in zertifizierten medizinischen OP-Mänteln zum Einsatz und sind daher bereits auf ihre Dichtheit gegenüber Flüssigkeiten und Mikroorganismen geprüft. Auftraggeber für die Masken ist unter anderem das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.
  • Brennereigenossenschaft Oberding wurde reaktiviert
    Eine stillgelegte Brennerei der Brennereigenossenschaft Oberding wurde zur Herstellung von Alkohol reaktiviert. Die in der Genossenschaft beteiligten Landwirte liefern als Rohstoff Kartoffeln. Der Stadtapotheker fügt anschließend die sonstigen Zutaten zur Bereitung zum Desinfektionsmittel hinzu. Danach wird das Mittel an die Abnehmer verteilt.
  • Zettl Group rüstet um
    Der Autozulieferer Zettl in Weng bei Landshut – sonst auf Sitzbezüge spezialisiert – stellt nun CPA Atemschutzmasken her.
  • Siemens öffnet 3D-Druck-Netzwerk
    Bei dem Netzwerk handelt es sich um eine internationale Handelsplattform für 3D-Druck-Kapazitäten, die Unternehmen vernetzt. Siemens stellt dort nun 120 Drucker zur Verfügung, um die schnelle Produktion von in der Corona-Krise benötigten Teile und Ersatzteile für Medizinprodukte zu ermöglichen.
  • Wackerbauer Maschinenbau fertigt Gesichtsschilder für Krankenhaus an
    Die Firma Wackerbauer Maschinenbau hat auf Anfrage des Mühldorfer Krankenhauses mit der Produktion von Gesichtsschildern begonnen – zum Schutz vor Tröpfchen und Spritzern. Das Gesichtsschild stellt eine Ergänzung zu Schutzmasken dar.
  • Himolla Polstermöbel GmbH stellt Kittel und Masken her
    In der Näherei des Polstermöbelwerks Himolla wurde die Produktion umgestellt. Aktuell werden dort Masken und Schutzkittel hergestellt. Diese werden bei Bedarf an Arztpraxen, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen verteilt. Es handelt sich um eine Kooperation zwischen dem Landratsamt Erding und Himolla.
  • Industrial MakerSpace produziert Behelfsmasken
    Das Industrial MakerSpace hat über den bayerischen Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und den Katastrophenschutz des LK Landsberg Vliesstoff erhalten und fertigt daraus Behelfsmasken. Bei dieser Aktion handelt es sich um eine Kollaboration zur lokalen Produktion von Mund-Nasen-Schutz. Dazu hat sich das Unternehmen mit anderen Betrieben zusammengetan, um Ressourcen und Kompetenzen zusammenzubringen.
  • Osram will Kliniken mit Desinfektionsmittel versorgen
    Das Unternehmen Osram stellt aus gelagertem Alkohol eigenes Desinfektionsmittel her und möchte auch Krankenhäuser und ähnliche Einrichtungen damit versorgen. Produziert wird das Desinfektionsmittel im Werk Schwabmünchen, das auch über eine chemische Produtkion verfügt.
  • Medizingeräte der Lacon Electronic GmbH
    Die Lacon Electronic GmH arbeitet ab sofort an der Herstellung lebenswichtiger Medizingeräte. Die Produktion läuft in allen Sektoren, vom Industrial Engineering über Kabel und Bestückung bis zum Vollgerätebau. Der Express Services beschleunigt die schnelle Auslieferung in Deutschland.

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Innovationen im Kampf gegen die Krise

Die Krise stellt viele Unternehmen vor Probleme, gleichzeitig bietet sie aber auch die Chance für neue Technologien.

  • Terraplasma Medical GmbH
    Das Startup Terraplasma Medical entwickelt ein Medizinprodukt zur ambulanten und stationären Behandlung von chronischen und akuten Wunden mit kaltem Plasma. Das Plasma erzeugt winzige Blitze, die Bakterien und Viren unschädlich machen, wodurch die Keimlast von beatmeten Patienten reduziert werden kann. Denn ist ein Patient an Covid-19 erkrankt, gefährden multiresistente Erreger aus dem Krankenhaus das Überleben des Patienten zusätzlich. Derzeit spricht das Unternehmen mit Kliniken in Regensburg und München über mögliche präklinische und klinische Versuche.

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Spendenmöglichkeiten

Im Internet lassen sich vermehrt Spendenportale und –aufrufe finden, mit dem Ziel, lokale Unternehmen während der Corona-Krise zu unterstützen. Auch Unternehmen spenden für den guten Zweck. Diese reichen von medizinischen Geräten bis zu Bargeld.

  • Schutzmasken von BMW
    Der Automobilhersteller BMW spendet 100.000 Schutzmasken aus eigenen Beständen.
  • Aktion „Deine Tickets für die Kultur“
    München Ticket ruft mit der Aktion „Deine Tickets für die Kultur“ dazu auf, freiwillig auf die Erstattung von Event-Tickets zu verzichten. So können Veranstalter trotz der Krise Künstlerinnen und Künstler, Locations etc. bezahlen und die kulturelle Vielfalt Münchens unterstützen.
  • Crowdfunding für den Landkreis Ebersberg
    Der kommunale Energieversorger EBERwerk hat eine Crowdfunding-Kampagne für Helfer und Hilfsbedürftige in Ebersberg auf ihrer Website implementiert. Es handelt sich um eine nationale Crowdfunding-Plattform des VKU Verlags, der Kommunalunternehmen das Tool zur Verfügung stellt, damit diese besser vor Ort helfen können.

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Kreative Lösungsansätze in der Corona-Krise

Viele Einzelhändler, Gastronomen und Hoteliers fürchten aufgrund der aktuellen Lage um ihre Existenz. Alle Geschäfte, die nicht der Grundversorgung dienen, bleiben bis auf weiteres geschlossen. Viele Unternehmen haben darauf mit kreativen Lösungen reagiert und passen ihr Geschäftsmodell an die „neuen“ Gegebenheiten an.

Umstrukturierung des Angebots

Viele Betriebe passen ihr Angebot oder ihre Dienstleistung an die aktuellen Bedürfnisse an, um weiterhin Umsätze zu generieren. Dabei beweisen Unternehmer in der Corona-Krise kreatives Umdenken.

  • Achat Hotels bietet Hotelzimmer als Home-Office Arbeitsplatz an
    Die Achat Hotels stellen deutschlandweit 4.000 Zimmer zur Verfügung, um Home Office-Plätze zu schaffen. Zahlreiche Unternehmen schicken derzeit ihre Mitarbeiter ins Home Office, doch nicht jeder hat den Platz, die nötige Ruhe oder Ausstattung, um von zu Hause aus zu arbeiten. Deshalb bieten die Achat Hotels ihre Hotelzimmer als Einzelbüros an.
  • Sendlinger Augustiner erweitert Sortiment
    Das Restaurant Sendlinger Augustiner verkauft neben seinen Speisen zum selbst Abholen zusätzlich Getränke und Dinge für den Alltag. Unter der Aktion „Sendlinger Späti“ können Kunden neben bayerischen Mahlzeiten auch Süßigkeiten und Drogerieartikel erwerben.
  • O2 Tower wird vorübergehend als Lagerzentrum für das Rote Kreuz genutzt
    Hilfsorganisationen wie das Rote Kreuz leisten derzeit Außergewöhnliches. O2 unterstützt das Engagement und stellt seine Räumlichkeiten im O2 Tower in München für die Arbeit des Bayerischen Roten Kreuz (BRK) zur Verfügung. Der Krisenstab des BRK ist vorübergehend in den 1. Stock des Gebäudes eingezogen und koordiniert die Einsatzarbeiten für den Freistaat Bayern.

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Änderung des Vertriebswegs

Der Verkauf von Waren über neue Vertriebswege stellt für lokale Geschäfte eine weitere Möglichkeit dar, um mit der Krise bestmöglich umzugehen. Restaurants bieten verstärkt Essen zum Mitnehmen an oder liefern vor die Haustür. Lokale Einzelhandelsunternehmen wie Buchläden, Blumenhandlungen oder Bekleidungsgeschäfte verkaufen ihre Artikel neuerdings online über einen eigenen Shop oder eine Online-Plattform, die unterschiedlichen Händlern zum Online-Verkauf zur Verfügung steht.

  • Online-Plattformen für lokale Unternehmen
    Die Süddeutsche Zeitung unterstützt lokale Händler dabei, sich mit ihren Kunden zu vernetzen. Auf der Seite „München bringt’s“ haben Unternehmen die Möglichkeit, ihren neu eingerichteten Service wie Liefer- oder Abholdienst öffentlich zu machen.
  • Online-Bestellungen und Lieferdienst der kunst-Werk-Küche
    Die kunst-Werk-küche bietet die Option, Mahlzeiten online zu bestellen – und das gleich in einem Wochenpaket. Die Gerichte werden gekocht, vakuumiert und tiefgefroren, sodass der Kunde das Essen daheim nur noch im Wasserbad erhitzen muss. Geliefert wird gratis und kontaktlos, indem die Speisen in einer Stofftasche an die Haustüre gehängt werden.
  • Rischart liefert Backwaren und besitzt eine Drive-In Station
    Über den Onlineshop der Familienbäckerei Rischart können Kunden per Same-Day-Lieferung ihre Waren vor die Haustüre bestellen. Zusätzlich haben sie die Möglichkeit, an einer Drive-In Station, Backwaren im Vorbeifahren mitzunehmen – ganz ohne Supermarktbesuch und direkten Kontakt mit Verkaufsmitarbeitern.
  • Kooperation als Lieferservice
    Auf „BLEIB DAHOAM“ nutzen sieben Münchner Läden aus dem Glockenbachviertel eine Website, um ihre Speisen anzubieten und bis vor die Haustüre der Kunden zu liefern.
  • Drive-In Frischemarkt
    Der Importeur und Großhändler Fragiacomo & Co. GmbH erwirtschaftet normalerweise einen Teil seines Umsatzes mit Händlern, die Gastronomen beliefern. Das Unternehmen hat daraufhin unter dem Namen "Fresh Munich" den ersten kontaktlosen Drive-In Frischemarkt für Lebensmittel eröffnet. Kunden können frisches Obst und Gemüse in vorgepackten Kisten vorbestellen und online bezahlen, um es dann am Abholpunkt in ihren Kofferraum geladen zu bekommen.

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Neue Marketingstrategien

Kreative Marketingmaßnahmen wie der Verkauf von Gutscheinen oder einem Bilderbuchkino stellen eine Möglichkeit dar, um Kunden, trotz der Schließung des Ladens, zum Kauf zu animieren.

  • „Helfen München“
    Die Plattform „Helfen München“ hilft Restaurants, Bars, Cafés, Museen und Theatern. Auf der Seite bieten lokale Händler Gutscheine an und werden so von ihren Kunden während der Krise unterstützt.
  • „Support Your Locals“
    Die Fotografin und Designerin Bettina Theissmann hat auf ihrer Website die Plattform „Support Your Locals“ geschaffen, um lokale Einzelhändler, Läden, Selbständige, Studios, Restaurants und Cafés zu unterstützen. Auf der Plattform können lokale Unternehmen Gutscheine anbieten oder zur Spende aufrufen. Das Geld für die Gutscheine geht direkt an die Unternehmen und unterstützt diese zum Beispiel bei der Deckung ihrer monatlichen Fixkosten.
    Für Läden aus dem Münchner Umland hat die Designerin Luisa Brendel ihre Website zur Verfügung gestellt. Unter dem Reiter „Support Your Locals“ werden die Unternehmen gelistet, die durch den Kauf eines Gutscheins unterstützt werden.
  • Gutscheine beim Cafe Luitpold
    Cafe Luitpold bietet SpeCial-GENUßgutscheine II an. Diese haben einem Wert von 50 Euro, bezahlt werden allerdings nur 40 Euro. Mit dem Kauf bekommt der Kunde 20 Prozent Rabatt. Einlösbar ab September 2020. Das Cafe erhält dadurch die notwendige Liquidität und die Kunden sparen Geld.
  • Bilderbuchkino beim Haidhauser Buchpalast
    Im Schaufenster des Haidhauser Buchpalasts läuft für zwei Wochen ein Bilderbuchkino. Verlage wie Hanser, Beltz & Gelberg und Peter Hammen haben der Buchhandlung die Bilddateien ihrer Bücher zur Verfügung gestellt und ermöglichen Passanten einen inspirierenden virtuellen Schaufensterspaziergang. Außerdem können Kunden Bestellungen und Beratungswünsche per E-Mail an die Buchhandlung versenden.
  • Webmag-Plattform – Print-Magazine digital publizieren
    Der Publishing-Anbieter Webmag aus München bietet bis Jahresende 2020 auf seiner Plattform zur Erstellung digitaler Sales- und Marketingmaterialien eine kostenfreie Variante an (Stichwort im Bemerkungsfeld: "Partneraktion IHK"). (Klein-) Unternehmen können mit der Software eine Ausgaben von z.B. Kunden- oder Messemagazinen gratis während des Aktionszeitraums in digitalen Content verwandeln. Sie sind somit trotz Coronakrise nutzbar.
  • Local Hero Box
    Die Aktion Local Hero Box wurde von den zwei Münchnern Sebastian und Céline ins Leben gerufen, um Münchner Händlerinnen und Händler zu unterstützen. Die Boxen werden mit Produkten von kleinen Münchner Läden und Cafés befüllt und zum regulären Geschäftspreis verkauft. Das eingenommene Geld geht direkt an die Geschäfte und die Käufer lernen durch die Box kleine Läden kennen, wo sie in Zukunft einkaufen können.

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Streaming Plattformen als Lösung

Konzerte, Sportkurse und sonstige Freizeitangebote müssen aufgrund des Corona-Virus verschoben oder abgesagt werden. Um ein Angebot an Freizeitmöglichkeiten weiterhin aufrechtzuerhalten, bieten immer mehr Kunst- und Kulturschaffende ein Online-Angebot auf Streaming Plattformen an. Über eine Streaming Plattform gehen die Kunden, trotz Ausgangsperre ihrem Hobby nach und das Sportstudio, Tierpark und Co. erhalten weiterhin Einnahmen.

  • Online Yoga-Studio
    Das Yoga-Studio Patrick Broome wird zum Online Studio. Aufgrund der Schließung bietet das Studio einen kompletten Stundenplan mit unterschiedlichen Klassen online an.
  • Online Fitnessstudio
    Das Fitnessstudio body + soul versorgt seine Mitglieder täglich mit neuem Online Input für ein aktives und gesundes Leben – auch während der schweren Situation. Angeboten werden Expertenbeiträge und Videos zu unterschiedlichen Modulen.
  • Hellabrunn für Zuhause
    Der Tierpark Hellabrunn publiziert unter einer neuen Rubrik „Hellabrunn für Zuhause“ in den sozialen Netzwerken verstärkt Bild-, Ton- und Videomaterial, das Tiere und Pfleger im Alltag zeigt. Fast täglich wird Spannendes und Wissenswertes aus der Welt der Tiere veröffentlich. Auch die online einsehbaren Live-Kameras in Tiergehegen sind eingeschaltet.

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Kampagnen neben #gemeinsamstark

  • #KÖNIGSKLASSEhilft – Krisenkommunikation für und über Unternehmen
    Mit dem Hashtag #KÖNIGSKLASSEhilft berichtet ein Münchner Business Influencer unter dem Künstlernamen Mr. Königsklasse regelmäßig auf seinem LinkedIn-Profil über die Geschichten von Bundesverbänden, KMUs, Start-ups und Einzelunternehmer verschiedener Branchen während der Coronakrise. Mit seiner Aktion verbindet er Unternehmen und unterstützt sie, in dieser schwierigen Zeit gehört und gesehen zu werden. Dabei nutzt der Influencer seine Reichweite, um sich sozial zu engagieren und so anderen durch die Krise zu helfen.
  • #WirmachenMut – gute Botschaften aus der bayerischen Wirtschaft
    Wie erleben Mittelständler und Handwerker, Dienstleister und Händler die aktuelle Zeit? Woraus schöpfen sie Mut? Mit welchen innovativen Lösungen bewältigen sie die Situation? Diesen Fragen geht das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie auf den Grund. Regelmäßig präsentiert es auf seiner Internetseite und auf Facebook, wie einzelne Unternehmen die aktuellen Herausforderungen meistern.
  • Bertelsmann Stiftung: CSR und Engagement von Unternehmen
    Die Bertelsmann Stiftung hat die Website www.csr-corona.de initiiert. Auf der Seite finden sich Beispiele, Informationen, Angebote, Meinungen und vieles mehr zu den wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen, die durch die Corona-Pandemie entstanden sind.
  • #muenchenhältzamm – Münchens Geschäfte geben nicht auf
    Das Referat für Arbeit und Wirtschaft der Landeshauptstadt hilft Münchner Unternehmen, damit sie durch diese schwierige Zeit kommen und weiter bestehen können. Zusammen mit der Firma Ströer Media, dem Kulturreferat der Stadt München, einfach-muenchen.de und privaten Partnern haben sie die Initiative #muenchenhältzamm ins Leben gerufen. Mit dieser zeigen sie, welche Betriebe in München auch während der Krise weiterhin für ihre Kunden da sind und wie diese ihre Lieblingsläden unterstützen können.

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Sie möchten sich gerne selbst freiwillig engagieren?

  • Münchner Freiwillige – Wir helfen e.V. bietet eine Plattform für Spontanhelferinnen und -helfer, die gerne unterstützen möchten, Besorgungsgänge für Menschen ihrer Nachbarschaft zu unternehmen.
  • Die Klinik München gGmbH sucht freiwillige Helfer.
  • Auf der Online-Plattform Quarantäne Helden können sich Menschen, die sich zum Beispiel in häuslicher Quarantäne befinden und Hilfe brauchen, registrieren und eine „Anzeige“ aufgeben. Freiwillige haben dann über die Suchmaske die Möglichkeit, nach Hilfegesuchen in ihrer Umgebung zu suchen.
  • Das Klinikum Dritter Orden hat einen Aufruf zum Mundschutz-Masken nähen gestartet. Damit im klinischen Bereich ausreichend genormte Masken zur Verfügung stehen, die im täglichen Kontakt mit Patienten für Sicherheit sorgen, entstand der Gedanke, in patientenfernen Bereichen genähte Mundschutze zur Verfügung zu stellen. So können sich zum Beispiel Mitarbeiter in Logistik, Reinigung und Versorgung, die nicht in der unmittelbaren Patientenversorgung beteiligt sind, selbst schützen und übernehmen Verantwortung für andere Personen in ihrer Umgebung. Gleichzeitig werden wertvolle Ressourcen geschont.

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