Positionspapier

Steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung

In Deutschland werden, im Gegensatz zu vielen anderen OECD- und EU-Staaten, Ausgaben für Forschung und Entwicklung steuerlich nicht begünstigt.

Fehlende Förderung als Standortnachteil

Die IHK für München und Oberbayern fordert – mit Blick auf die Situation in vielen anderen OECD- und EU-Staaten – bereits seit vielen Jahren die schnelle und unbürokratische Einführung einer steuerlichen Förderung von Forschung und Entwicklung (FuE).

Um den derzeitigen Standortnachteil für deutsche Unternehmen auszugleichen und sie in ihren FuE-Anstrengungen zu unterstützen, ist die steuerliche FuE-Förderung ein ebenso sinnvolles wie wirksames Instrument. Die steuerliche FuE-Förderung soll branchen- und technologieübergreifend erfolgen und dabei unabhängig von der Unternehmensstruktur sowie der Gewinn- bzw. Verlustsituation sein.

Die Regeln der Förderung sind möglichst einfach und eindeutig zu gestalten, vorzugsweise in Form einer Steuergutschrift (tax credit). Der Verwaltungsaufwand muss überschaubar sein und vorhandene Strukturen nutzen. Die steuerliche FuE-Förderung für Unternehmen ergänzt die Projektförderung des Bundes und der Länder. Die Einführung einer FuE-Förderung darf nicht als Ausgleich zu anderen, im Steuerrecht vorkommenden Hindernissen gesehen werden. Die grundsätzliche Vereinfachung des Steuerrechts bleibt unabdingbar.

Die IHK-Vollversammlung hat hierzu am 8. Dezember 2015 dazu ein Positionspapier verabschiedet.

Bereits im Jahr 2013 hat sich die IHK für München und Oberbayern in ihren „20 Empfehlungen zum Unternehmenssteuerrecht“ mit Empfehlung 11 für die steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung ausgesprochen. Zuletzt im Januar 2017 habe alle bayerischen Industrie- und Handelskammern in einem Positionspapier nochmal die Wichtigkeit eine steuerlichen Forschungsförderung dargestellt.