IHK Ratgeber

Krankmeldung

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Husten, Schnupfen - keine seltenen Krankheiten in der kalten Jahreszeit. Wie ist die Krankmeldung geregelt?

Wann muss der Arbeitnehmer sich wie krankmelden?

Zu unterscheiden ist zwischen

  • der Krankmeldung
  • und der Arbeitsunfähgikeitsbescheinigung (der Gelbe Zettel).

Die Krankmeldung und Mitteilung der voraussichtlichen Dauer der Arbeitsunfähigkeit muss unverzüglich erfolgen, also am besten direkt zu Arbeitsbeginn. Wie es geschieht, ob per E-Mail oder Telefon, darüber müssen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer einigen. Grundsätzlich muss der Arbeitnehmer ein Kommunkikationsmittel wählen, das sicherstellt, dass der Arbeitgeber unverzüglich Kenntnis erlangt.

Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung eines Arztes ist vorzulegen, sobald absehbar ist, dass die Krankheit länger als drei Tage dauert. Die Frist geht nach Kalendertagen, nicht nach Arbeitstagen. Das heißt, erkrankt der Arbeitnehmer am 24. Dezember, muss vom 27. Dezember an eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorliegen.

Aber: Der Arbeitgeber hat - ohne besondere Verdachtsmomente - das Recht, den Gelben Schein auch früher zu verlangen. Dies darf aber nicht schikanös sein.

Sonderfall krankes Kind: Meldet sich ein Arbeitnehmer "krank", weil ein Kind krank ist, dann setzt dies voraus, dass die Betreuung notwendig und eine anderweitige Versorgung des Kindes nicht möglich ist. Der Arbeitgeber kann eine Bescheinigung des Kinderarztes verlangen. Der Anspruch auf bezahlte Freistellung für eine "verhältnismäßig nicht erhebliche Zeit" durch den Arbeitgeber kann aber ausgeschlossen werden. Ist dies der Fall, haben Arbeitnehmer unter bestimmten Voraussetzungen aus dem SGB einen Anspruch auf unbezahlte Freistellung gegen den Arbeitgeber sowie - je nach Versicherung - auf Kinderkrankengeld gegen die Krankenkasse.

Was muss eine Krankmeldung enthalten?

Eine Krankmeldung informiert darüber,

  • dass der Arbeitnehmer krank ist
  • und wie lange die Erkrankung voraussichtlich dauert.
  • Die Art der Erkrankung ist weder in der Krankmeldung noch der Arbeitsunfähgikeitsbescheinigung anzugeben.