IHK Ratgeber

Wiedereröffnung nach Corona: Konzept für die Hygiene in Hotels

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Seit 30. Mai dürfen Hotels in Bayern wieder öffnen. Welche Maßnahmen müssen Sie als Hotelier ergreifen, um die Vorgaben für die Hygiene zu erfüllen? Wie gehen Sie mit dem Abstandsgebot um?

Inhalt

Stand in der Hotellerie

  • Seit 22. Juni können Hallenbäder sowie Innenbereiche von Thermen und Hotelschwimmbädern einschließlich der Wellness- und Saunaangebote wieder geöffnet werden. Diesbezüglich werden noch entsprechende Hygienekonzepte veröffentlicht.
  • Sofern Mitarbeiter in Kassen- und Thekenbereichen oder an Rezeptionen durch transparente Schutzwände aus Acrylglas o.ä. zuverlässig geschützt werden, entfällt für sie die Pflicht zum dauerhaften Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung.
  • Bitte informieren Sie sich, ob in Ihrem Kreis wegen hoher Inzidenzwerte Verschärfungen gelten.

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Hygienekonzept der Staatsregierung: Das müssen Sie in Ihrem Hotel umsetzen

Hier finden Sie das Hygienekonzept der Bayerischen Staatsregierung für Hotels zum Download. Zudem sind hier die Aktualisierungen vom 11. August 2020 und die Aktualisierung vom 21. Oktober 2020.

Abstand:

  • Personen müssen in allen Gemeinschaftsbereichen, einschließlich der sanitären Einrichtungen, sowie beim Betreten und Verlassen der Räumlichkeiten und auf Fluren, Gängen, Treppen den Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten.
  • Dies gilt für Gäste und Personal.
  • Das gemeinsame Beziehen eines Hotelzimmers ist nur den Personen gestattet ist, denen der Kontakt untereinander erlaubt ist.
  • Es können unter Wahrung dieser Vorgaben alle Zimmer belegt werden.

Konzepte und Schulung

  • Erstellen Sie für Ihren Betrieb ein betriebliches Schutzkonzept unter Berücksichtigung von Mitarbeitern und Gästen und unter Beachtung der Rechtsverordnungen der Bundesländer und der arbeitsmedizinischen Schutz- und Vorsorgeregelungen. Die Berufsgenossenschaft BGN stellt dafür an die Corona-Pandemie angepasste branchenspezifische Muster / Vorlagen für die Gefährdungsbeurteilung und die betriebliche Pandemieplanung zur Verfügung.
  • Schulen Sie ihre Mitarbeiter (innerbetriebliche Maßnahmen) und berücksichtigen Sie dabei deren speziellen Arbeits- und Aufgabenbereich, ihre Qualifikation und sprachlichen Fähigkeiten.
  • Informieren und schulen Sie ihre Mitarbeiter über den richtigen Umgang mit Mund-Nase-Schutz und allgemeine Hygienevorschriften.Orientieren Sie sich an den Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zum Coronavirus.
  • Mitarbeiter mit akuten respiratorischen Symptomen jeglicher Schwere dürfen nicht arbeiten.
  • Erstellen Sie auch ein Lüftungskonzept.
  • Parkplätze: Wenn nach der Anzahl der Gäste regelmäßige Begegnungen auf Ihrem Parkplatz zu erwarten sind, erstellen Sie bitte ein Parkplatzkonzept.

Kommunikation mit den Gästen

Kommunizieren Sie die Notwendigkeit der Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen an ihre Gäste, zum Beispiel durch den Aushang von Plakaten.

Machen Sie gegenüber Gästen, die die Vorschriften nicht einhalten, konsequent von Ihrem Hausrecht Gebrauch.

Folgende Gäste dürfen Sie nicht in Ihrer Gaststätte bewirten:

  • Personen mit Kontakt zu COVID-19-Fällen in den letzten 14 Tagen (nicht anzuwenden auf medizinisches oder pflegerisches Personal mit geschütztem Kontakt zu COVID-19-Patienten) und / oder
  • Personen mit COVID-19 assoziierten Symptomen (akute, unspezifische Allgemeinsymptome, Geruchs- und Geschmacksverlust, respiratorische Symptome jeder Schwere).

Die Gäste sind vorab in geeigneter Weise über diese Ausschlusskriterien zu informieren. Sollten Gäste in einer Gastronomie während des Aufenthalts Symptome entwickeln, haben diese umgehend die Gaststätte zu verlassen.

Kontrollieren Sie die Einhaltung des betrieblichen Schutzkonzeptes durch Mitarbeiter und Gäste und ergreifen bei Verstößen entsprechende Maßnahmen.

Mund-Nase-Bedeckung:

  • Gäste tragen sowohl im Außenbereich als auch im Innenbereich eine Mund-Nase-Bedeckung. Diese darf am Tisch und im Hotelzimmer abgenommen werden.
  • Für das Personal gilt auch die Maskenpflicht.
    • In den Räumlichkeiten, in denen sich keine Gäste aufhalten, - zum Beispiel in der Küche - sind keine Mund-Nasen-Bedeckungen zu tragen, sofern der Mindestabstand von 1,5 m eingehalten werden kann.

Reinigung und Lüftung

  • Stellen Sie Ihren Gästen und Mitarbeitern ausreichend Waschgelegenheiten, Flüssigseife, Einmalhandtücher und ggf. Händedesinfektionsmittel bereit. Mitarbeiter werden zum richtigen Händewaschen geschult. Sanitäre Einrichtungen sind mit Seifenspendern und Einmalhandtüchern/Trockengebläse auszustatten. Hier finden Sie ein Plakat zum richtigen Händewaschen zum Ausdruck und zum Aufhängen.
  • Erstellen Sie ein Reinigungskonzept nach HACCPunter Berücksichtigung der Nutzungsfrequenz von Kontaktflächen, z.B. Türgriffe.
  • Lüften Sie häufig und kräftig: Erstellen Sie ein Lüftungskonzept für Ihren Betrieb. Zur Gewährleistung eines regelmäßigen Luftaustausches ist die Lüftungsfrequenz abhängig von der Raumgröße und Nutzung zu berücksichtigen. Alle gegebenen Möglichkeiten der Durchlüftung aller Räumlichkeiten, die dem Aufenthalt von Gästen dienen, sind zu nutzen. Bei evtl. vorhandenen Lüftungsanlagen ist darauf zu achten, dass es zu keiner Erregerübertragung kommt, z.B. durch Reduzierung des Umluftanteils, Einbau bzw. häufiger Wechsel von Filtern.Erstellen Sie für die Mitarbeitern oder Gästen frei zugänglichen Bereiche ein Lüftungskonzept. Richten Sie sich dabei nach Handlungshilfe für lüftungstechnische Maßnahmen.
  • Reinigen Sie Gästetoiletten regelmäßig. Stellen Sie sicher, dass Flüssigseife, Einmalhandtücher und ggf. Händedesinfektionsmittel und Einmalhandschuhe zur Verfügung stehen. Informieren Sie Gäste über richtiges Händewaschen und Abstandsregelungen auch im Sanitärbereich - siehe Plakat zum richtigen Händewaschen. Soweit erforderlich, wird der Zugang geregelt, um die Einhaltung des Mindestabstands sicherzustellen.
  • Der Einsatz von Gegenständen in den Wohneinheiten, die von einer Mehrzahl von Gästen benutzt werden (z.B. Stifte, Tagesdecken, Kiseen) ist möglichst weitgehend zu reduzieren und so zu gestalten, dass regelmäßig eine Reinigung oder Auswechslung erfolgt. Die Zeitabstände der Reinigung oder Auswechslung sind in Abhängigkeit vom Verschmutzungsgrad und / oder von der Häufigkeit der Benutzung festzulegen. Das gilt auch in anderen Bereichen (z.B. Tagungsbereich).

Check-In

Beim Check-in werden die Kontakte zwischen Mitarbeitern und Gästen und der haptische Kontakt zu Bedarfsgegenständen (z.B. Stifte, Meldeschein) auf das Notwendige beschränkt oder so gestaltet, dass nach jeder Benutzung eine Reinigung / Auswechslung erfolgt.

Zimmer, Öffentliche Einrichtungen und Schwimmbäder

  • In allen öffentlichen Bereichen (Rezeption, Tagungsräume, Frühstücksraum, Restaurant, Bar, Außen- und Freizeitbereiche) werden die Abstandsregeln zwischen Personal und Gästen sowie der Gäste untereinander eingehalten (siehe Rahmenkonzept Gastronomie).
  • Jede Wohneinheit - also Zimmer, Ferienwohnung, Ferienhaus oder sonstige Wohnobjekte wie Wohnwagen, Wohnmobil oder feste Mietunterkunft - muss über eine eigene Sanitäreinrichtung verfügen. Bei der Öffnung und Nutzung von sanitären Einrichtungen in Gemeinschaftsbereichen sind folgende Hygienevorgaben zu beachten:
    • Duschplätze müssen deutlich voneinander getrennt sein. Auf die Einhaltung des Mindestabstands ist zu achten. In Mehrplatzduschen sind Duschplätze durch Trennwände, die einen wirksamen Spritzschutz darstellen, voneinander zu separieren. Die Lüftung in den Duschräumen ist ständig in Betrieb zuhalten.
    • Zwischen Waschbecken ist ein wirksamer Spritzschutz erforderlich.
    • Eine Stagnation von Wasser in stillgelegten Sanitäreinrichtungen ist zu vermeiden. Auf entsprechende Hinweise des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheeit "Aufrechterhaltung der Trinkwasserhygiene in aufgrund der Coronavirus-Pandemie nicht bzw. kaum genutzten Gebäude: Langfassung" wird verwiesen.
    • Haartrockner dürften benutzt werden, wenn der Abstand zwischen den Geräten mindestens zwei Meter beträgt. Die Griffe der Haartrockner müssen regelmäßig desinfiziert werden. Die Nutzung von Jetstream Haartrocknern ist nur zulässig mit HEPA-Filterung.
    • Handtrockengebläse sind außer Betrieb zu nehmen, eine Ausnahme gilt für elektrische Handtrockner mit HEPA-Filterung.
  • Halten Sie bei der Zimmerreinigung die geltenden Hygiene- und Reinigungsstandards konsequent ein.
  • Der Einsatz von Gegenständen im Zimmer, die von einer Mehrzahl von Gästen benutzt werden (z.B. Stifte, Magazine / Zeitungen, Tagesdecken, Kissen) ist auf ein Minimum zu reduzieren bzw. so zu gestalten, dass nach jeder Benutzung eine Reinigung / Auswechslung erfolgt. Das gilt auch in anderen Bereichen (z.B. Tagungsbereich).

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Empfehlungen zur Wiedereröffnung eines Hotels

  • Führen Sie die Reinigung der Gäste- und Gemeinschaftszimmer möglichst in Abwesenheit der Gäste durch, um Kontakte zu vermeiden.
  • Die Zulässigkeit von Massagebehandlungen und Beauty-Anwendungen richtet sich nach den Rechtsverordnungen der Bundesländer. Die danach zulässigen körpernahen Dienstleistungen sind auch im Hotel zulässig. Die dort vorgegebenen Sicherheitsmaßnahmen (z.B. Alltagsmasken) werden eingehalten. Der Zugang wird über Vorabterminierung gesteuert.


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