Reform der Lebensmittelüberwachung

Als Reaktion auf die Skandale in den vergangenen Jahren reformiert Bayern seine Lebensmittelüberwachung. Ab 2018 wird es eine neue Kontrollbehörde in Kulmbach geben. Diese Spezialbehörde kontrolliert künftig komplexe Betriebe. Der zweite Dienstsitz der Behörde wird in Erding sein.

Die Lebensmittelüberwachung in Bayern wird ab Januar 2018 neu aufgestellt

In den letzten Jahren häuften sich die Fälle, in denen Lebensmittelbetriebe im ‎Freistaat wegen mangelnder Hygiene in die Schlagzeilen ‎geraten sind. Jetzt hat die Politik reagiert: Anfang Juli segnete der ‎Bayerische Landtag den Gesetzentwurf für eine Reform der ‎staatlichen Lebensmittelüberwachung und ‎Veterinärverwaltung in Bayern ab. Den Anstoß hierfür hatte ‎ein Gutachten des Obersten Rechnungshofes (ORH) ‎gegeben. Es ‎bemängelte, dass mit den bisherigen ‎Managementstrukturen die komplexen Anforderungen an die ‎Lebensmittelüberwachung nur begrenzt zu leisten seien, vor ‎allem in großen Betrieben mit einer vielschichtigen Struktur.‎

Ab 2018 soll die neue Behörde mit Hauptsitz in Kulmbach in ‎allen Landkreisen und den elf kreisfreien Städten ohne ‎eigenes Veterinäramt für den Vollzug, die Überwachung und ‎die Kontrolle von bis zu 800 Lebensmittelbetrieben zuständig ‎sein. Sie wird mit interdisziplinären Kontrollteams arbeiten, ‎die sich flexibel, also je nach Betrieb und Kontrollzweck, aus ‎den dafür notwendigen Spezialisten zusammensetzen. Der ‎zweite Dienstsitz in Erding ist für die südlichen ‎drei ‎Regierungsbezirke in Bayern ‎sowie die Grenzkontrollstelle ‎am Flughafen München ‎zuständig.

Unternehmen, für die künftig die neue Behörde zuständig ist, ‎werden ab November ‎schriftlich darüber informiert.

Ab wann ein Unternehmen in den Zuständigkeitsbereich der neuen Behörde fällt und welche Branchen betroffen sind, können Sie in unserer Zusammenfassung lesen.