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Frankreich

Sie sind schon auf dem französischen Markt tätig oder möchten Geschäftsbeziehungen zu Frankreich aufbauen. Hier finden Sie Informationen und weiterführende Links.

Mitarbeiterentsendung nach Frankreich

Bei einer Tätigkeit in Frankreich haben Unternehmer mit Sitz in Deutschland arbeits-, sozialversicherungsrechtliche und steuerrechtliche Formalitäten sowie Meldepflichten zu beachten.

Eine Arbeitnehmerentsendung liegt grundsätzlich vor, wenn ein Arbeitnehmer auf Weisung seines deutschen Arbeitgebers (entsendendes Unternehmen) vorübergehend eine Beschäftigung in Frankreich ausübt. Dabei muss die Dauer der Beschäftigung in Frankreich von vornherein bestimmt sein und darf 183 Tage nicht überschreiten.
Auch Geschäftsreisen nach Frankreich, Transport von Waren und Kundenbesuche fallen unter diese Regelung.

Bei Arbeitseinsätzen auf eigene Rechnung - das heißt, wenn kein Auftrag zur Erbringung einer Dienstleistung durch einen Dienstleistungsempfänger vorliegt, wie beispielsweise bei Messebesuchen - müssen die Entsendeunternehmen künftig keine Vorabmeldungen mehr abgeben und auch keinen Vertreter benennen. Nichtsdestotrotz sind die zwingenden frz. Vorschriften z.B. zum Mindestlohn, Überstundenvergütung, Höchstarbeitszeiten, Arbeitsschutz etc. einzuhalten.

Regelungen bei Entsendungen nach Frankreich

Derzeit sind die französischen Entsendevorschriften vergleichsweise strikt. Firmen, die Mitarbeiter zur vorübergehenden Ausführung von Arbeiten nach Frankreich entsenden, sind immer verpflichtet, eine Entsendemitteilung („déclaration préalable de détachement“) vor Aufnahme der Arbeiten der örtlich zuständigen INSPECTION DU TRAVAIL (Arbeitsinspektion) über das Internetportal "SIPSI‎"anzuzeigen, das auch in englischer Sprache zur Verfügung steht.

A1-Bescheinigung
Als Nachweis, dass der entsendete Mitarbeiter weiterhin in Deutschland sozialversichert ist, ist die A1-Bescheinigung notwendig. Der Mitarbeiter muss während des Einsatzes in Frankreich eine Kopie der A1-Bescheinigung bei sich führen.

Löhne
Zusätzlich ist es wichtig, die gesetzlichen Mindestlöhne zu beachten. Der Entsandte muss mindestens, ungebunden von der Dauer, nach dem branchenübergreifenden Mindestlohn entlohnt werden, wie dies bei einem Angestellten in Frankreich der Fall wäre. Seit 1.01.2019 beträgt der Mindestlohn (SMIC) 10,03 € pro Stunde.

Wichtig! Ansprechpartner in Frankreich benennen
Seit dem 1. April 2015 müssen Unternehmen, die ihre Mitarbeiter nach Frankreich entsenden, einen Vertreter in Frankreich bestimmen, der im Falle einer Kontrolle durch die französische Arbeitsinspektion kontaktiert werden kann und die notwendigen Unterlagen den Behörden vorlegen kann.

Mitarbeiterentsendung im Transportwesen
Bitte beachten Sie, dass Sie hier die „attestation de détachement“ benötigen, und nicht die übliche Entsendemitteilung. Diese finden Sie auf der Seite
https://www.service-public.fr/professionnels-entreprises/vosdroits/F32160 unter ‚Entreprises de transport: attestation de détachement‘.
Leider existiert diese Seite derzeit nur in französischer Sprache. Die sog. „attestation de détachement“ ist 6 Monate gültig und kann mehrere Entsendungen abdecken. Die Transporte müssen nicht im Vorfeld präzisiert werden.