IHK Ratgeber

Betriebliches Umweltmanagement mit EMAS

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Die IHK München ist EMAS-Registrierungsstelle für die IHK-Bezirke Coburg, Nieder- und Oberbayern, Schwaben, Unterfranken und der Oberpfalz. Erfahren Sie mehr über das Umweltmanagementsystem EMAS (Eco-Management and Audit Scheme).

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EMAS-Leitfaden

Schritt für Schritt zu EMAS

Warum kann es sinnvoll sein, EMAS zu implementieren? Welche Ressourcen sind nötig? Der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) hat dazu einen neuen Leitfaden für die Praxis erstellt, der solche Fragen beantwortet.

Inhalt (Auszug):

  • Informationen zur Einführung von EMAS,
  • Darstellung von Schnittstellen zu anderen Management- und/oder Reportingsystemen (z.B. ISO 14001, ISO 45001 ISO 50001, ISO 9001, ISO 26000, Nachhaltigkeitsberichterstattung),
  • Darstellung der Verbindung von EMAS und dem Green Deal,
  • relevante Links rund um EMAS
  • und viele weitere Informationen

Der Leitfaden ist als Handreichung für EMAS-Neueinsteiger und als Nachschlagewerk für Unternehmen, die bereits länger mit EMAS arbeiten, konzipiert.

Sie finden ihn hier.

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Was ist EMAS?

Das Gemeinschaftssystem für das freiwillige Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung - EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) ist ein von der Europäischen Gemeinschaft 1993 entwickeltes Instrument für Unternehmen, die ihre Umweltleistung kontinuierlich verbessern wollen.

Rechtsgrundlage ist die Verordnung (EG) Nr. 1221/2009. Der Aufbau eines Umweltmanagementsystems und die Abläufe entsprechen seit 2001 der ISO 14001. Mit dem Inkrafttreten der Verordnung (EU) 2017/1505 im August 2017 wurde die EMAS-Verordnung an die neue ISO 14001:2015 angepasst und mit der Verordnung (EU) 2018/2026 wurde der Anhang IV der EMAS-Verordnung überarbeitet. Diese Verordnung trat am 9. Januar 2019 in Kraft.

Unternehmen, die bei EMAS mitmachen wollen, müssen eine Umweltprüfung ablegen, ein wirksames Umweltmanagement einführen und eine Umwelterklärung erstellen. Die internen Dokumente sowie die Umwelterklärung werden von einem unabhängigen, staatlich zugelassenen Umweltgutachter geprüft. Bei positiver Prüfung wird die Umwelterklärung für gültig erklärt (validiert). Der Umweltgutachter achtet dabei nicht allein auf die Einhaltung der formellen Regeln, sondern vor allem auf die echte Umweltleistung des Unternehmens, wie die Einhaltung aller relevanten Umweltrechtsvorschriften und Umweltziele. Im Anschluß daran kann die Registrierung des Unternehmens über die zuständigen Stellen - die IHK München ist eine EMAS-Registrierungsstelle - erfolgen. Das Unternehmen wird dann im EMAS-Register geführt.

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EMAS-Ziele

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Charakteristika von EMAS (Bitte klicken für vollständige Darstellung)

EMAS steht Organisationen und Unternehmen aller Branchen und Größen weltweit als wichtiges Instrument des EU-Aktionsplanes für nachhaltige Industriepolitik zur freiwlligen und eigenverantwortlichen Teilnahme zur Verfügung.

Das Ziel besteht darin, eine kontinuierliche Verbesserung der Umweltleistung zu erreichen durch

  • die Einrichtung, Anwendung und kontinuierliche Verbesserung eines Umweltmanagementsystems,
  • systematische, regelmäßige und objektive Bewertung der Leistung dieses Systems,
  • Transparenz mittels regelmäßiger Information über die Umweltleistung und
  • einen offenen Dialog mit der Öffentlichkeit und interessierten Kreisen
  • sowie aktiver Beteiligung der Arbeitnehmer.

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EMAS-Registrierung

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Ablaufdiagramm nach EMAS (Bitte klicken für komplette Darstellung)

Unternehmen und Organisationen können sich über die IHK München für das Umweltmanagementsystem EMAS registrieren lassen. So funktioniert's: Mit der konsolidierten Umwelterklärung kann das Unternehmen/ die Organisation bei der zuständigen Registrierungsstelle einen Antrag auf Eintragung in das EMAS-Register stellen. Dazu sind folgende Unterlagen einzureichen:

  • Bei Neueintragung, Revalidierung oder Eintragung eines neuen Standorts:
    Das ausgefüllte Antragsformular
  • Eine Beschreibung der Organisation und aller dazugehörigen Standorte
  • Die validierte Umwelterklärung
  • Die unterzeichnete Erklärung des Umweltgutachters (Art. 25 Abs. 9 i. V. mit Anhang VII der Verordnung 1221/2009).
  • Im Falle einer Ausnahmegenehmigung für KMU nach Art.7 EMAS-VO: Bestätigung des Umweltgutachters über die Einhaltung der Voraussetzung zur in Anspruchnahme der Ausnahmegenehmigung

Die Registrierungsstelle prüft die eingereichten Unterlagen, benachrichtigt die zuständige Kreisverwaltungsbehörde über die beantragte Registrierung und gibt dieser Gelegenheit zur Stellungnahme. Äußern sich die Vollzugsbehörden innerhalb von vier Wochen nicht negativ, wird der Organisation eine Registriernummer zugeteilt und diese in das EMAS-Register eingetragen. Mit der Eintragung ins Register ist die Organisation berechtigt, das EMAS-Logo zu nutzen, solange die Registrierung besteht.

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EMAS und Umweltmanagementsystem nach ISO 14001

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EMAS im Kontext zu ISO 14001 (Zum Vergößern bitte klicken)

Die Anforderungen der ISO 14001 an die Struktur eines Umweltmanagementsystems sind inhaltlicher Bestandteil des Anhangs II Teil A der EMAS-Verordnung. Durch die Verordnung EU 2017/1505 wurde auch die novellierte Version der ISO 14001 in EMAS integriert. Ein nach EMAS validiertes Unternehmen/ eine Organisation erfüllt somit alle Anforderungen der ISO 14001 und kann deshalb ohne jeglichen weiteren Aufwand zusätzlich nach ISO 14001 zertifiziert werden.
Dies wird sehr erfolgreich von vielen Unternehmen/Organisationen praktiziert.

Dem vergleichsweise geringen Aufwand, dem ein ISO 14001 zertifiziertes Unternehmen durch zusätzliche EMAS-Teilnahme unterliegt, stehen deutliche Vorteile gegenüber. Der Mehrwert eines Umweltmanagementsystems nach EMAS gegenüber ISO 14001 ergibt sich in erster Linie durch Rechtsicherheit, Verwaltungsvereinfachung, Rückerstatungsmöglichkeiten für Gebühren und Abgaben, Imagegewinn und verbesserte Kommunikation.

Nähere Informationen finden Sie hier.

EMAS und Arbeitsschutzmanagementsystem 45001

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EMAS im Kontext zu ISO 45001 (Bitte klicken für vergrößerte Darstellung)

In vielen Unternehmen werden gemeinsame Managementsysteme für Umwelt-, Gesundheits- und Arbeitsschutz eingerichtet. Viele Unternehmen haben daher gemeinsame EHS (= Environment, Health, Safety) - Abteilungen etabliert, da die Überschneidungsbereiche systembedingt sehr groß sind.

Nähere Informationen finden Sie hier.

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EMAS und Energiemanagementsystem nach ISO 50001

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EMAS im Kontext zu ISO 50001 (BItte klicken für vergrößerte Darstellung)

Auch die Energiemanagementsystemnorm wurde novelliert (ISO 50001:2018). Im Mittelpunkt des Energiemanagements stehen die Verbesserung der Energieeffizienz und die Minderung des Energieverbrauchs durch eine systematische Vorgehensweise. Sowohl mit EMAS, als auch mit der ISO 50001 können Nicht-KMU auf das sonst auf dem Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) verpflichtende Energieaudit nach der Europäischen Norm (EN)16247 verzichten.

Für die Energieeffizienz im Unternehmen sind Energiemanagementsysteme entscheidend.

EMAS und ISO 50001:
EMAS erfüllt nicht automatisch alle Anforderungen der ISO 50001. Ist aber die Energienutzung als Umweltaspekt bereits Bestandteil des Umweltmanagementsystems, sind nur wenige inhaltliche Anpassungen und Konkretisierungen, z. B. hinsichtlich energiebezogener Leistung, energetischer Bewertung usw., erforderlich. Präzisierungen können auch hinsichtlich der Organisationsstruktur erforderlich sein, da die ISO 50001 die Verantwortlichkeiten dem Top-Management und dem Umweltbeauftragten zuordnet, wo bei EMAS nur teilweise Anforderungen an die Organisation vorgegeben sind.

Weitere Informationen finden Sie auch hier.

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EMAS und der Leitfaden zur gesellschaftlichen Verantwortung von Organisationen ISO 26000

Ein erfolgreich eingeführtes Umweltmanagementsystem nach EMAS bietet ebenfalls einen Vorteil für Unternehmen, welche die Implementierung der ISO 26000, eines Leitfadens zur gesellschaftlichen Verantwortung anstreben. Die ISO 26000 unterstützt Unternehmen dabei, möglichst ganzheitlich ihrer Verantwortung im Bereich der sozialen Säule der Nachhaltigkeit nachzukommen. Auch hier sind zunächst generelle übergeordnete Überlegungen wie eine Stakeholderanalyse durchzuführen, woraufhin anschließende spezifische Themenbereiche wie die Einhaltung der Menschenrechte oder die Beachtung von Kundeninteressen genauer unter die Lupe genommen werden. Die sozialen Aspekte sollten, ähnlich wie bei EMAS die Umweltaspekte, in die Organisation integriert werden, indem beispielsweise Prozesse festgelegt, Bewusstsein geschaffen und Verantwortlichkeiten definiert werden.

EIn Unternehmen kann nicht nach ISO 26000 geprüft werden, da diese Norm lediglich einen Leitfaden darstellt.

Die Geschäftsstelle des Umweltgutachterausschusses hat die Inhalte des Umweltkapitels der ISO 26000 den Anforderungen der EMAS-Verordnung an ein Umweltmanagementsystem gegenübergestellt. EMAS-Teilnehmer können so ihre Aktivitäten den entsprechenden Empfehlungen des ISO-Leitfadens zuordnen. Mit ihrem Managementsystem und eingeführten Handlungsgrundsätzen setzen EMAS-Organisationen weite Teile der nur unverbindlichen Empfehlungen und Anregungen der ISO 26000 in die Praxis um. Außerdem ist vieles aus dem Umweltschutzkapitel der ISO 26000 in Deutschland ohnehin gesetzlich geregelt.
Die Gegenüberstellung finden Sie auf der EMAS-Website.

Auch der Leitfaden enthält Informationen zu EMAS und Nachhaltigkeit. Diese finden Sie hier

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EMAS und Nachhaltigkeit

Immer häufiger entscheiden sich Unternehmen heute zur Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts. Ein Nachhaltigkeitsbericht kann sich nach vielen verschiedenen Standards abgebildet werden, beispielsweise nach der Global Reporting Initiative (GRI) oder dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK). Während ersterer insbesondere für große internationale Unternehmen interessant ist, entscheiden sich viele kleinere Unternehmen eher für den DNK. Über die EMAS-Umwelterklärung werden bereits viele der benötigten Inhalte und Kennzahlen des Ökologiebereichs der Nachhaltigkeitsberichtstandards abgedeckt. Auch für die anderen zwei Säulen - Ökonomie und Soziales- hilft eine bereits verfasste Umwelterklärung oftmals, da bereits eine Struktur zur Datensammlung im Unternehmen und durch das Managementsystem eine klar strukturierte Organisation besteht.

Nähere Informationen finden Sie hier

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Bayerisches Umweltmanagement- und Auditprogramm (BUMAP): Die Förderung für Umweltmanagementsysteme in bayerischen Unternehmen

Bis einschließlich 31. Dezember 2024 stehen Unternehmen mit Sitz oder Niederlassung in Bayern Fördergelder im Rahmen des Bayerischen Umweltmanagement- und Auditprogramms (BUMAP) zur Verfügung. Das bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz bezuschusst im Rahmen des Umwelt- und Klimapakts Bayern Unternehmen bei der erstmaligen Einführung inklusive Validierung, Zertifizierung beziehungsweise externen Prüfung eines der folgenden Systeme:

  • EMAS
  • ISO 14001
  • ÖKOPROFIT
  • QuB

Auch eine einmalige Revalidierung bzw. Rezertifizierung dieser Umwelt- und Ressourcenmanagementsysteme wird gefördert. Voraussetzung ist die Teilnahme der Unternehmen an einer Projektgruppe, die von einem Projektträger betreut wird.

Die Förderung wird künftig im Rahmen von Projektgruppen mit mindestens fünf und maximal 15 Betrieben gewährt. Eine einzelbetriebliche Förderung ist nicht mehr möglich. Gefördert werden die Einführung eines Umweltmanagementsystems nach EMAS, der ISO 14001, nach den Vorgaben des Qualitätsverbunds umweltbewusster Betriebe (QuB) und des Ökologischen Projekts für integrierte Umwelttechnik (ÖKOPROFIT) sowie die einmalige Revalidierung. Bewilligungsbehörde ist die Regierung von Schwaben.
Die zuwendungsfähigen Ausgaben der Projektgruppenteilnehmer werden abhängig vom Schwerpunkt des geförderten umweltorientierten Managements bis zu folgender Höhe anerkannt:

  • EMAS: max.5.600 Euro bei der Einführung, max. 2.800 Euro bei der einmaligen Revalidierung
  • ISO 14001: max. 4.000 Euro bei der Einführung, max. 2.000 Euro bei der einmaligen Rezertifizierung
  • QuB: max. 3.200 Euro bei der Einführung, max. 1.600 Euro bei der einmaligen Rezertifizierung
  • ÖKOPROFIT: max. 3.200 Euro bei der Einführung, max. 1.600 Euro beim ÖKOPROFIT-Klub

Das Bayerische Landesamt für Umwelt bietet weitere Informationen.

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EMAS und Umwelt- und Klimapakt Bayern

Die Teilnahme an EMAS berechtigt automatisch auch zur Teilnahme am Umwelt + Klimapakt.

Nähere Informationen finden Sie hier

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EMAS und Green Deal

Im Rahmen des Green Deals werden in den nächsten Jahren zu allen wesentlichen Umweltaspekten neue Anforderungen auf die Unternehmen zukommen. EMAS ist geeignet, in allen wesentlichen Strategiefeldern durch die Umwelterklärung Transparenz über die Leistungen der Organisation zu schaffen. Ferner können Verbesserungsmaßnahmen über das Umweltprogramm abgebildet werden.

EMAS wird sich auch zukünftig weiterentwickeln, um sich an ändernde klima- und umweltpolitische Anforderungen anzupassen - bspw. in Form von Zusatzmodulen zum Thema Klimaschutz.

Nähere Informationen zum Green Deal finden Sie in unserem EMAS-Leitfadenund im IHK Ratgeber EU Green Deal.

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Deutscher Umweltmanagementpreis 2021

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK), das Bundesumweltministerium, der Verband für Nachhaltigkeits- und Umweltmanagement und der Umweltgutachterausschuss hatten die Auszeichnung in diesem Jahr erstmals ausgeschrieben. Sie löst die EMAS-Awards auf nationaler Ebene ab, die die Akteure im europäischen Umweltmanagementsystem Emas ("Eco-Management and Audit Scheme") zuletzt im Jahr 2019 vergeben hatten.

Bei der feierlichen Preisverleihung im Lichthof des Bundesumweltministeriums, die auch per Livestream übertragen wurde, lobte Bundesumweltministerin Svenja Schulze die teilnehmenden Betriebe: "Wie Umwelt- und Klimaschutz in Unternehmen ganz konkret geht, das zeigen die Preisträger des ersten Deutschen Umweltmanagement-Preises 2021: zum Beispiel mit weniger Müll, Emissionen und Wassereinsatz, weniger überflüssigen Dienstreisen, dafür mit mehr Recycling, mehr Energieeffizienz, mehr Natur und einer transparenten Berichterstattung über all dies. Dieser Wettbewerb stellt unter Beweis, dass deutsche Unternehmen in allen Regionen und Branchen mitziehen im Einsatz gegen die Erderhitzung."

Preisträger aus Bayern, Baden-Württemberg, Bremen und dem Saarland

Zwölf Finalisten mit dreizehn Projekten hatte die Jury für die Auszeichnungen in den drei Kategorien "Beste Maßnahme Umweltschutz", "Beste Maßnahme Klimaschutz" und "Beste Umwelterklärung" nominiert. Als Preisträger machten die folgenden fünf Unternehmen das Rennen:

Beste Maßnahme Umweltschutz

Fuß-Orthopädie-Technik Roman Eggs GmbH

Das Unternehmen aus dem saarländischen Bexbach mit 19 Beschäftigten hat durch die Entwicklung eines besonderen Verfahrens zur Herstellung von Fußbettleisten den Einsatz von Kunststoffgießmasse mit teils gesundheits- und umweltschädigenden Inhaltsstoffen um 95 Prozent reduziert. Das neue Material aus recyceltem Kork ist nicht teurer als die herkömmlichen Produkte und bringt damit Umwelt- und Arbeitsschutz mit Wirtschaftlichkeit zusammen.

Beste Maßnahme Klimaschutz

Andechser Molkerei Scheitz GmbH

Die seit 1997 EMAS-registrierte Bio-Molkerei aus dem bayerischen Andechs rief in Zusammenarbeit mit dem Institut Agroecology Science das Programm Klima.Bauer ins Leben. 70 Vertragslandwirte bewirtschaften mit CO2-Vermeidungs- oder -Bindungsmaßnahmen ihre Regionalbereiche, kombiniert mit Zusatzleistungen für die Biolandwirtschaft und Biodiversität. Dadurch werden etwa 3.000 Tonnen CO2 innerhalb eines Jahres eingespart.

Uzin Utz AG

Die Uzin Utz AG mit Hauptsitz in Ulm ist das erste Unternehmen in Deutschland, das Verlegewerkstoffe mit einem Biomassenbilanz-Ansatz auf den Markt gebracht hat. Seit Mai 2021 verwendet Uzin Utz biomassebasierte Bindemittel und reduziert damit die CO2-Emissionen rohstoffseitig um rund 3.000 Tonnen pro Jahr. Die verwendeten Rohstoffe stammen aus Biomasse-Abfällen und bergen somit kein Potenzial für Landnutzungskonflikte und Artensterben.

Beste EMAS-Umwelterklärung

Neumarkter Lammsbräu Gebr. Ehrnsperger KG

Der Hersteller von Biogetränken und langjähriger Emas-Anwender aus dem oberpfälzischen Neumarkt überzeugt in seinem Nachhaltigkeitsbericht mit integrierter Umwelterklärung insbesondere durch eine gut aufbereitete Wesentlichkeits- und Stakeholderanalyse, umfangreiche Treibhausgasbilanzierung sowie die transparente Darstellung von Zielen und Umsetzungsstand.

hanseWasser Bremen

Das Abwasserunternehmen für Bremen und die Region ist seit 2012 EMAS-registriert und setzt sich mit vielen Aktivitäten für den Klimaschutz ein. Seine Umwelterklärung besticht durch hohe Aussagekraft und die weithin gegebene Verständlichkeit der Informationen.

Mehr Informationen zu Nominierten und Preisträgern finden Sie unter https://www.emas.de/aktuelles/news/21-6-21-umpreis .

Herzlichen Glückwunsch zur Auszeichnung.

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Neuregistrierungen 2021 (Auszug - Kammerbezirk IHK für München und Oberbayern)

Unternehmen/OrganisationBrancheAnzahl Mitarbeiter
Augustiner-Bräu-Wagner KGHerstellung von Bier/Malzrund 540 Mitarbeiter
Ars Navigandi GmbHAgentur für Internetdienstleistungen15 Mitarbeiter
MÜNCHENSTIFT GmbH (Alfons Hoffmann Haus)Altenheim
rund 190 Mitarbeiter
eurotrade Flughafen Handels GmbH
Einzelhandel mit Waren verschiedener Art in Verkaufsräumen
rund 890 Mitarbeiter
Edith-Haberland-Wagner-StiftungStiftung45 Mitarbeiter
Käserebellen GmbHMilchverarbeitungrund 50 Mitarbeiter
Schönegger Käsealm GmbHMilchverarbeitung, Herstellung von Back- und Teigwarenrund 140 Mitarbeiter
ADVICON AGSteuerberatung/Wirtschaftsprüfung20 Mitarbeiter
Bayerische Staatsbrauerei WeihenstephanHerstellung von Bier/Malzrund 180 Mitarbeiter

EMAS Jubiläen - 25 Jahre dabei und länger - IHK-Bezirk München und Oberbayern (geordnet nach Erstregistrierung im EMAS-Register)

UnternehmenBrancheAnzahl MitarbeiterIm EMAS-Register seit
HIPP-Werk Georg Hipp, PfaffenhofenHerstellung von Nahrungsmitteln, Großhandel von Nahrungsmitteln1.350Dezember 1995
ZF Airbag Germany GmbH, Aschau a. InnHerstellung von pyrotechnischen Erzeugnissen1.740Januar 1996
DR. JOHANNES HEIDENHAIN GmbH, TraunreutMess- und Steuerungstehnik4.100August 1996
MAN Truck & Bus SE, MünchenHerstellung von Kraftwagen39.000September 1996
Privatbrauerei Wieninger, TeisendorfHerstellung von Brauerei, Herstellung von Erfrischungsgetränken; Gewinnung natürlicher Mineralwässer100Oktober 1996
Hawle Armaturen GmbH, FreilassingMetallerzeugung und-bearbeitung300Oktober 1996
Texas Instruments Deutschland GmbH, FreisingHerstellung von elektronischen Bauelementen1.350November 1996
Schreiner Group GmbH & Co. KG, OberschleißheimHerstellung von Druckerzeugnissen1.200Dezember 1996
SALUS-Haus Dr. med. Otto Greither, BruckmühlHerstellung von sonstigen Nahrungsmitteln, von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen Erzeugnissen, Großhandel mit Nahrungs- und Genußmitteln, Getränken und Tabakwaren500Dezember 1996
Roche Diagnostics GmbH, PenzbergHerstellung von pharmazeutischen Grunderzeugnissen6.400Dezember 1996