Steuerliche Maßnahmen

Hochwasser in Bayern

Die bayerische Finanzverwaltung hat steuerliche Maßnahmen zur Berücksichtigung der Schäden durch Unwetter mit Hochwasser im Mai und Juni 2016 bekanntgegeben.

Den Geschädigten soll schnell und unbürokratisch geholfen werden. Deshalb wurde ein umfangreicher Katalog an steuerlichen Hilfsmaßnahmen zur Vermeidung unbilliger Härten bei Hochwasserschäden aufgelegt.

Danach können bei Geschädigten beispielsweise Steuern gestundet, Vollstreckungsmaßnahmen hinausgeschoben oder Steuervorauszahlungen gemindert werden. Ferner sind Sonderabschreibungen und steuerfreie Rücklagen möglich.

Betroffene sollten sich wegen der für sie im Einzelfall in Betracht kommenden Hilfsmaßnahmen umgehend persönlich mit dem zuständigen Finanzamt in Verbindung setzen. Sie erhalten dort nähere Auskünfte über die in ihrem Fall anwendbaren Regelungen.

Auch das Bundesfinanzministerium hat steuerliche Maßnahmen zur Unterstützung der Opfer der Unwetterlage von Ende Mai/Anfang Juni 2016 in Deutschlandbekanntgegeben.

Nach einer Pressemitteilung des Bayerisches Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat vom 21. Dezember 2016 wird die Antragsfrist für Hilfsprogramme verlängert: Der 30. Juni 2017 wird als einheitliches Fristende für alle staatlichen Hochwasserprogramme festgelegt.

Begründet wird dies wie folgt:
"Die Fristen für die staatlichen Hilfsprogramme des Finanz- und Heimatministeriums, des Wirtschaftsministeriums und des Landwirtschaftsministeriums anlässlich der Unwetter 2016 endeten bislang Ende Dezember. In den letzten Wochen wurde zunehmend deutlich, dass diese Frist von manchen Geschädigten nur schwer einzuhalten ist."