IHK-Tourismusausschuss

Berichte aus den Sitzungen des IHK-Tourismusausschusses

Der Tourismusausschuss setzt sich aus unterschiedlichen Akteuren der oberbayerischen Tourismuswirtschaft zusammen und befasst sich mit diversen Themen, die den Tourismus betreffen. Diese reichen von der Förderung der touristischen Infrastruktur über die Digitalisierung bis hin zum Klimawandel. Gemeinsam werden Positionen entwickelt und gegenüber der Politik vertreten.

Tourismuspolitik in München und Oberbayern - Wirtschaft und Politik im Dialog‎

ihk_tourismusausschuss_2016_03_16
V. l. n. r.: Robert Salzl, Franz Josef Pschierer, Daniela Ludwig, Conrad Mayer, Jürgen Muth, Franz Bergmüller, Peter Kammerer

Die Sitzung des IHK-Tourismusausschusses am 16. März 2017 stand unter dem Slogan: „Tourismuspolitik in München und Oberbayern - Wirtschaft und Politik im Dialog“. Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Franz Josef Pschierer stellte die Tourismuspolitik der Staatsregierung vor. Weiterhin nahm Daniela Ludwig, MdB an der angeregten Diskussion teil. Mit welchen Fragen sich die Tourismuswirtschaft derzeit beschäftigt, verdeutlichte die Diskussion mit Conrad Mayer, Vorsitzender des IHK-Tourismusausschusses, Robert Salzl, Präsident Tourismus Oberbayern München, Franz Bergmüller, Bezirksvorsitzender DEHOGA Oberbayern, Jürgen Muth, Vorsitzender Tourismus Initiative München und dem stellvertretenden IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Kammerer.

Zur Diskussion standen unter anderem die Sicherung der touristischen Infrastruktur, Fachkräfte im Tourismus, und ganz aktuell das Thema Umsetzung der EU-Pauschalreiserichtlinie.

Ergebnis: Trotz Rekordzahlen plagt sich die Tourismusbranche mit alten Problemen. Der Ausschussvorsitzende Mayer kritisierte deutlich das Arbeitszeitgesetz. Er sagte, mit der vorgeschriebenen täglichen Höchstarbeitszeit und der ununterbrochenen Ruhezeit von elf Stunden während der Saison könne seine Branche nicht leben. Im Tourismus seien saisonale Schwankungen und Fachkräftemangel Alltag. Dafür brauche es flexible Arbeitszeiten. Mayer schlug vor, die Vorschrift auf wöchentliche oder sogar saisonale Höchstarbeitszeit umzustellen. Als ebenso rückständig kritisierten die Podiumsteilnehmer die in Bayern geltenden Regelungen zu den Ladenöffnungszeiten, die auch dem Tourismus schadeten.

Anschließend fand eine offene und konstruktive Fragerunde statt, gefolgt von einem Bericht über die aktuellen touristischen Themen in der IHK für München und Oberbayern. Von besonderem Interesse war hierbei das Thema „Verkehrliche Erreichbarkeit der Innenstadt“, welches eine angeregte Diskussion erzeugte.