IHK Ehrenamt

Tourismusausschuss

Der Tourismusausschuss setzt sich aus unterschiedlichen Akteuren der oberbayerischen Tourismuswirtschaft zusammen und befasst sich mit diversen Themen, die den Tourismus betreffen. Diese reichen von der Förderung der touristischen Infrastruktur über die Digitalisierung bis hin zum Klimawandel. Gemeinsam werden Positionen entwickelt und gegenüber der Politik vertreten.

Berichte aus den Sitzungen des IHK-Tourismusausschusses

Am 24. Mai 2022 fand die Frühjahrssitzung des Ausschusses Tourismus in hybrider Form statt. Der Mangel an Fachkräften ist das drängendste Thema in der Tourismusbranche. Der Ausschuss Tourismus widmete sich daher gleich zu Beginn des Jahres der Frage, wie sich der Fachkräftebedarf entwickelt und was getan werden kann, um die Zuwanderung von Fachkräften zu erleichtern.

Fachvortrag zum Thema „Fachkräftesicherung in Zeiten des demographischen Wandels“

Dr. Thomas Kürn, Bereichsleiter des Referats Berufsbildung der IHK für München und Oberbayern, hält einen Fachvortrag zum Thema „Fachkräftesicherung in Zeiten des demographischen Wandels“ und geht auf die besonderen Herausforderungen der Fachkräftesicherung ein. Daraus ergeben Sie folgende Informationen:

  • Der Fachkräftemangel ist ein zentrales Risiko für die Unternehmen in allen Branchen. Dies belegt erneut die aktuelle Konjunkturumfrage im Frühjahr 2022.
  • Eine Prognose zu den Schulabgängern und der Renteneintritte zeigt, dass der Fachkräftemangel in den kommenden Jahren noch deutlich stärker wachsen wird.
  • Um den Fachkräftemangel zu bekämpfen, setzen die Unternehmen vor allem auf die Steigerung der Arbeitgeberattraktivität, mehr Aus- und Weiterbildung. Fast 35 Prozent wollen Fachkräfte aus dem Ausland einstellen.

In der anschließenden Diskussion werden folgende Punkte thematisiert:

  • Fachkräfteeinwanderungsgesetz muss vereinfacht werden u.a. keine zwingenden Voraussetzungen eines anerkannten Berufsabschlusses.
  • Hürden im Tourismusbereich: Fachkräfte müssen eine Ausbildung im HOGA-Bereich vorweisen können. Ausreichende Berufserfahrung und /oder Ausbildung sollten gleichwertig anerkannt werden.
  • Die Liste der Länder, die kein Visum und keine Anerkennung benötigen: (z.B. USA, Kanada und Australien) sollte erweitert werden.

Anschließend findet ein Workshop zur Zuwanderung inkl. der Berufsanerkennung und den „sonstigen“ Hürden (u.a. betriebliche Integration, Sprachentwicklung, Wohnraum-Angebot und die Vereinbarkeit Beruf & Familie) statt. Ziel des Workshops ist es, konkrete Bedarfe sowie Verbesserungsansätze zu sammeln, um politische Handlungsfelder zu konkretisieren und zu adressieren.

Das Ergebnisprotokoll inkl. Ergebnisse des Workshops finden Sie hier.