IHK-Tourismusausschuss

Berichte aus den Sitzungen des IHK-Tourismusausschusses

Der Tourismusausschuss setzt sich aus unterschiedlichen Akteuren der oberbayerischen Tourismuswirtschaft zusammen und befasst sich mit diversen Themen, die den Tourismus betreffen. Diese reichen von der Förderung der touristischen Infrastruktur über die Digitalisierung bis hin zum Klimawandel. Gemeinsam werden Positionen entwickelt und gegenüber der Politik vertreten.

Am 4. März 2021 kam der Tourismusausschuss pandemiebedingt zu einer weiteren digitalen Sitzung zusammen. Im Fokus standen die Erholung des Tourismus und dessen Perspektiven nach der Krise sowie die Strategien und Öffnungsperspektiven für die Branche in München und Oberbayern.

Herr Dr. Heller von Fried+Partner erklärt in seinem Impulsvortrag, dass im Jahr 2021 nur die Hälfte der Deutschen verreisen wird, davon 1/3 innerhalb Deutschlands, sodass der Outbound-Tourismus weiter sehr eingeschränkt bleibt. Das Vorkrisenniveau von 2019 wird laut Prognosen erst Anfang 2024 wieder erreicht. Die Erholung des Tourismus kann dadurch unterstützt werden, indem regionale und überregionale Strukturen geschafft werden, die den Touristen Informationen und Maßnahmen einheitlich und tagesaktuell zur Verfügung stellen (u.a. Einreisebedingungen, Situation vor Ort, Testcenter und Ergebnisse an Kontaktpunkten vorzeigen).

Allgemein wird bemängelt, dass im Rahmen der Test- und Digitalisierungsmöglichkeiten keine Konzepte entwickelt wurden und keine einheitliche Kontaktnachverfolgung existiert. Von Testkapazitäten mit rund 2 Mio. Tests werden derzeit nur 1 Mio. genutzt; weitere Öffnungsschritte sollten an eine Teststrategie gekoppelt sein. Die Testkapazitäten sollten als Teil der Teststrategie optimal ausgenutzt und von Unternehmen und deren Mitarbeiter wahrgenommen werden.

Die Teilnehmer sind sich zudem einig, dass Rahmenkonzepte für weitere Öffnungen (z.B. Freizeitwirtschaft und Gastronomie) baldmöglichst definiert werden müssen. Diese Konzepte sollten frühzeitig abgestimmt werden, sodass die Wirtschaft sich rechtzeitig darauf vorbereiten kann. Auch der MICE-, der Leisure- und der Veranstaltungsbereich, die von der Krise stark betroffen sind, benötigen ein Öffnungsszenario, um wieder Gäste in die Innenstädte zu bringen. Denn auch die fehlenden internationalen Gäste sind in den niedrigen Frequenzen der Münchener Innenstadt bemerkbar.

Fazit: Es müssen dringend Öffnungsperspektiven geschaffen werden, die eine Erholung der Tourismusbranche erlauben.

Mit dieser Sitzung endet die Ausschussperiode des aktuellen Tourismusausschusses. Nach der IHK-Wahl im Frühling 2021 wird sich der Ausschuss im Herbst neu konstituieren.