IHK Ratgeber

Azubis müssen ein Berichtsheft als Ausbildungsnachweis führen

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Auszubildende sind laut Ausbildungsverordnung dazu verpflichtet, Ausbildungsnachweise zu führen. Das bedeutet, sie müssen regelmäßig ihre Tätigkeiten aufzeichnen, um eine systematische und geordnete Ausbildung nachzuweisen. Dafür sollten die Auszubildenden während Ihrer Ausbildungszeit ausreichend Gelegenheit bekommen.

Ausbildungsnachweise (auch „Berichtsheft“ genannt) können handschriftlich auf Papier oder elektronisch am PC/Tablet geführt werden. Ab September 2021 ist es auch möglich das Berichtsheft über das Serviceportal Bildung digital zu führen.

Was heißt elektronisch / schriftlich geführt?

a) Elektronisch geführte Ausbildungsnachweise sind z. B.

  • am PC/Tablet erstellte einzelne Ausbildungsnachweise/Berichte als PDF-Datei oder
  • es handelt sich um Ausbildungsnachweise/Berichte, die mit einer speziellen Software/einer Webanwendung erstellt und abgezeichnet wurden und als PDF-Datei zur Verfügung stehen und
  • bei Einreichung einer PDF-Datei (Ausbildungsnachweise/Berichtshefte) ist zusätzlich eine Urheberschaftserklärung, die vom Ausbildenden/Ausbilder und Auszubildenden zu unterschreiben ist, beizufügen.

b) Schriftlich geführte Ausbildungsnachweise wurden handschriftlich geführt.

Wie werden die schriftlich / elektronisch geführten Ausbildungsnachweise bei der IHK vorgelegt?

  • Bei schriftlicher Ausbildungsnachweisführung: Bitte senden Sie uns - nur nach vorheriger Aufforderung durch die IHK - Ihre Ausbildungsnachweise auf dem Postweg an:
    Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern
    Name des/der IHK-Mitarbeiters/-in von dem/der Sie die Aufforderung erhielten
    80323 München
  • Bei elektronischer Ausbildungsnachweisführung: Bitte mailen Sie - nur nach vorheriger Aufforderung durch die IHK - Ihre Ausbildungsnachweise in EINER PDF-Datei mit der unterzeichneten Urheberschaftserklärung an den/die IHK-Mitarbeiter/-in von dem/der Sie die Aufforderung erhielten, z. B. an: Mustermannname@muenchen.ihk.de

Das sollten Sie zum Berichtsheft wissen

  • Alle Azubis, unabhängig vom Ausbildungsberuf, sind gemäß Berufsbildungsgesetz verpflichtet, einen (wöchentlichen oder täglichen) Ausbildungsnachweis zu führen
  • Auch die in der Berufsschule vermittelten Lehrinhalte müssen schriftlich dokumentiert werden
  • Die Richtigkeit der Aufzeichnungen bestätigen die Auszubildenden mit ihrer Unterschrift und der Angabe des jeweiligen Datums
  • Auszubildende begehen eine Vertragsverletzung, wenn sie die Ausbildungsnachweise nicht ordnungsgemäß führen Die Ausbildungsnachweise sind Zulassungsvoraussetzung zur Abschlussprüfung

So unterstützen Sie Ihre Azubis beim Führen der Ausbildungsnachweise

  • Sie nehmen aktiv Einfluss darauf, dass die Auszubildenden ihre Ausbildungsnachweise führen und überwachen dies auch
  • Sie prüfen den Ausbildungsnachweis wöchentlich und zeichnen ihn ab
  • Sie weisen auf etwaige Mängel hin und sorgen im Rahmen ihrer Ausbildungspflicht für notwendige Verbesserungen

Ausbildungsnachweise bei Umschülern

Für Umschüler und Umschülerinnen sind Ausbildungsnachweise nicht zwingend vorgeschrieben.
Wir empfehlen jedoch dringend, dass auch Umschüler/-innen Ausbildungsnachweise führen.