Europapolitische Positionen 2016

Europa steckt in seiner schwersten Krise. Oberbayerns Wirtschaft unterstützt die Forderung von EU-Präsident Jean-Claude Juncker nach einem Neuanfang. Ein Positionspapier der IHK Organisation zeigt Ansätze zur Lösung der Krise auf.

Brexit, Staatsschuldenkrise, der Streit über die Einwanderungspolitik, der Vormarsch der Freihandelsgegner, hohe Jugendarbeitslosigkeit - EU-Kommissar Günther Oettinger sieht die EU wörtlich in "Lebensgefahr". Den Euro und EU-Binnemmarkt aufgeben - das ist für Bayerns Wirtschaft keine Option. Gut 56 Prozent der bayerischen Exporte gehen in EU-Mitgliedsländer (Stand Herbst 2016).

‎‎Die IHK-Organisation ist bereit, an einem erfolgreichen Neustart des Projekts Europa mitzuwirken. Unter dem Slogan "Gemeinsam Verantwortung übernehmen – Europas Zukunft gestalten" haben die deutschen IHKs ein Arbeitspapier erstellt. Tenor: Europas Probleme sind groß, können aber gemeistert werden - wenn alle ‎‎Beteiligten gemeinsam Lösungen suchen.

Für 22 Handlungsfelder zeigt die IHK-Organisation ‎in ‎ihren Europapolitischen Positionen (EuPos) 2016 Lösungsansätze zur Bewältigung der ‎derzeitigen und zukünftigen Herausforderungen auf.‎

Der Europäische Binnenmarkt ist ein Erfolgsmodell – gerade auch für Bayern. Dies zeigt nicht zuletzt die Studie der bayerischen IHK "Zum Nutzen des EU-Binnenmarktes für die bayerische ‎Wirtschaft". Diese Erfolgsgeschichte gilt es gemeinsam fortzuschreiben.‎

Die in den Europapolitischen Positionen genannten Handlungsfelder betreffen wichtige Gebiete ‎der europäischen Wirtschaftspolitik. Den Lösungsvorschlägen vorangestellt ist jeweils eine kurze ‎Darstellung der derzeitigen Lage. Neben Infrastruktur, Energie- und Klimapolitik, Währungsunion ‎und Wettbewerbsfähigkeit stehen auch die Bildungspolitik und ein einheitlicher Umweltschutz auf ‎der Liste der behandelten Themen.‎