Workshop für Geflüchtete in der Ausbildung ‎

Tipps für eigene Problemlösungsstrategien

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Wie waren die ersten Monate der Ausbildung im Betrieb? Wie läuft es mit dem Berufsschulunterricht und bleibt als Azubi neben Ausbildung im Unternehmen und Schulunterricht auch noch Zeit zum Verschnaufen? Das Integrationsteam der IHK für München und Oberbayern lud zum zweiten Mal junge Geflüchtete zu Workshops in die IHK ein, um sie bei ihrem Start in die Ausbildung zu unterstützen und dazu Problemlösungen, aber auch eine Plattform für den Austausch anzubieten.

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Das Angebot des IHK-Integrationsteams nutzten beim ersten Workshop in dieser Woche gleich 13 Jugendliche mit Fluchthintergrund. Der Großteil von ihnen hat im September bei oberbayerischen Unternehmen Ausbildungen zu Köchen, Hotelkaufleuten, Mediengestaltern, Kaufleuten für Büromanagement oder zu Verkäufern gestartet. Die Stimmung bei den jungen Azubis aus Afghanistan, Ägypten, Irak, Syrien und Senegal ist gut – vor allem die Ausbildung in den Betrieben wird durchweg positiv bewertet. Mehr Probleme gibt es mit dem Berufsschulunterricht: große Klassen, die Stofffülle und Bildungssprache sowie oftmals zusätzlicher Stress durch fehlende Möglichkeiten zum ruhigen Lernen in Sammelunterkünften erhöhen die Anforderungen an die Azubis mit Fluchthintergrund.

Die Workshops des IHK-Integrationsteams – der zweite Termin findet am kommenden Freitag statt – sollen helfen, die Ausbildung zu stabilisieren und Ausbildungsabbrüche ‎zu verhindern.‎ Dazu reflektieren die Workshop-Teilnehmer gemeinsam in großer Runde, aber auch in Kleingruppen, wo schwierige Situationen aufgetreten sind und wie beispielsweise mit schlechten Noten in der Berufsschule, Problemen bei der Integration im Betrieb, aber auch mit persönlichen ‎Schwierigkeiten umgegangen werden kann. Das IHK-Integrationsteam gibt zudem Tipps, zu Lern- und Zeitmanagementstrategien, sowie Unterstützungsangeboten.

Fazit der ersten Gruppe: „Ein tolles Angebot mit sehr vielen wichtigen Informationen und Tipps für uns Azubis“.

Intensives Arbeiten in den Workshops für Geflüchtete in Ausbildung