IHK-Integrationsteam bringt Geflüchtete und Ausbildungsbetriebe zusammen

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Der IHK Ausbildungsbus war wieder auf Tour. Dieses Mal ging die vom IHK-Integrationsteam organisierte Fahrt zu drei Ausbildungsbetrieben im Berchtesgadener Land. Dort gab es Einblicke in die Vielfalt der Ausbildungsmöglichkeiten in der Region: Von Hightech über Handel bis zur Stahlverarbeitung im Walzwerk.

IHK Ausbildungsbus wieder auf Tour

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Mit an Bord des IHK Ausbildungsbusses waren dieses Mal Schüler aus Berufsintegrationsklassen der Berufsschule Freilassing und Teilnehmer der Max-Aicher- Lernakademie mit ihren Betreuern. Erste Station war die Firma Psm Protec GmH & Co KG in Marktschellenberg. Firmenchefin Irene Wagner und Personalleitern Maria Wagner begrüßten die jungen Geflüchteten aus Eritrea, Somalia, Afghanistan, Nigeria, Äthiopien und Jordanien und unterstrichen dabei die Bedeutung der dualen Ausbildung.

Beim anschließenden Betriebsrundgang gab es dann zusätzlich Informationen aus erster Hand: Das Azubi-Team des Unternehmens erklärte wie die einzelnen Produktionsschritte bei dem Marktschellenberger Spezialisten für Stanzteile, Kunststoffspritzteile und Hybridteile verlaufen und wie die Ausbildungen bei Psm zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik und zum Werkzeugmechaniker funktionieren. Dabei konnten die jungen Geflüchteten in der Lehrwerkstatt auch selbst einmal das exakte Feilen und Stanzen erproben.

Der IHK Ausbildungsbus ist zu seiner zweiten Tour gestartet

Vielfalt der Ausbildungsberufe

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Von der Produktion ging es zum Handel: Bei der zweiten Station, dem hagebaumarkt Schneider in Piding, informierten Markus Wurm, stellvertretender Marktleiter, und Personalleiterin Doris Bauer über die Ausbildungen zum Verkäufer/-in und zum Kaufmann/-frau im Einzelhandel. Sie sprachen auch über die Anforderungen: Besonders gefragt seien Kontaktfreudigkeit, gute Mathekenntnisse und Höflichkeit. Dabei, so Wurm, bietet der Verkauf vielfältige Einsatz- und Aufstiegsmöglichkeiten.

An der letzten Station des IHK-Busses noch einmal Kontrastprogramm: das Stahlwerk Annahütte in Anring. Staunen, aber auch viele Fragen gab es zu den Produktionsabläufen im Walzwerk, durch das die Tour-Teilnehmer nach der Vorstellung der fast 500jährigen Firmengeschichte exklusiv geführt wurden. Zum Abschluss ging es in die Lehrwerkstätten der Annahütte, wo die Ausbildungsberufe Maschinen- und Anlagenführer sowie Industriemechaniker vorgestellt wurden.

„Mit unserer Aktion wollen wir vor allem im ländlichen Raum, wo die Wege weit sind, Geflüchtete für die Ausbildung gewinnen und sie mit Ausbildungsbetrieben, die Fachkräfte suchen, unkompliziert zusammenbringen“, betont Marie Rausch, Integrationsberaterin der IHK für München und Oberbayern mit Zuständigkeit für das Berchtesgadener Land. Und das Konzept geht auf: Die ersten Bewerbungen für Praktika gingen bereits bei den teilnehmenden Betrieben ein. Die Unternehmen prüfen, ob zusätzliche Praktikumsplätze und Ausbildungsstellen angeboten werden können. „Die Aktion hat auf beiden Seiten großen Anklang gefunden und das Vorhaben bestärkt, eine Zusammenarbeit zu starten“, sagt Rausch.

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