IHK-Integrationsteam bringt Geflüchtete und Ausbildungsbetriebe zusammen

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Erstmals ist der IHK Ausbildungsbus auf Tour gegangen. Mit dabei: 18 junge Geflüchtete aus dem Landkreis Weilheim-Schongau mit ihrer Lehrerin und das IHK-Integrationsteam.

Erste Tour des IHK Ausbildungsbusses gestartet

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© Petra Kremer

Bei drei Stopps informierten sich die Schüler aus Syrien, Irak, Eritrea, Somalia und Afghanistan über Ausbildungsmöglichkeiten, Einstiegsqualifizierungen und Praktika in der Region. „Mit unserer Aktion wollen wir Geflüchtete für die Ausbildung gewinnen und mit Ausbildungsbetrieben, die Fachkräfte suchen, unkompliziert zusammenbringen“, betont Amadou Ndiaye, Integrationsberater der IHK für München und Oberbayern mit Zuständigkeit für das Oberland. Das Integrationsteam der IHK für München und Oberbayern ist seit einem Jahr im ‎Einsatz und unterstützt Betriebe bei der Integration von Geflüchteten in Ausbildung.‎

Die 18 jungen Flüchtlinge beenden im Frühjahr 2018 ihre zweijährige Schulzeit in ‎einer der Berufsintegrationsklassen des Beruflichen Schulzentrums Schongau. Ihre Lehrerin Barbara Wendorff war von der IHK-Aktion sofort begeistert und hat ihre Schützlinge intensiv zur Teilnahme an der Fahrt motiviert. „Das ist eine sehr gute Möglichkeit, um den Ausbildungsalltag kennenzulernen und Kontakte zu Ausbildungsbetrieben zu knüpfen“, so die Pädagogin. ‎

Erste Station der vom IHK-Integrationsteam organisierten Tour war die Firma ept GmbH in Peiting. Bei dem Spezialisten für Steckverbindungen standen die Ausbildungen zum Werkzeugmechaniker, zur Fachkraft für Lagerlogistik und zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik im Fokus.

Beim Rundgang durch die Lehrwerkstatt und durch die Produktion erhielten die ‎jungen Flüchtlinge direkte Einblicke in den Ausbildungsalltag und konnten den ‎Azubis beim Fräsen und Bohren über die Schulter schauen. ‎Beim Gespräch mit Heide Ramminger, Leiterin Ausbildung, und Konrad Socher, Leiter des Ausbildungszentrums, erfuhren sie zudem, welche Anforderungen erfüllt und welche Interessen von Bewerbern mitgebracht werden sollten.

Der IHK Ausbildungsbus ist zu seiner ersten Tour gestartet.

Informationen aus erster Hand

Im Anschluss ging es mit dem IHK-Ausbildungsbus zur Firma K&L Ruppert in Weilheim weiter. In der Firmenzentrale der Modehauskette zeigten Sabine Salvamoser, Bereichsleiterin Personal, und Wolfgang Holtkamp, Director Operations, die einzelnen Stationen der Logistikkette vom Wareneingang, über Kommissionierung und Lagerhaltung bis hin zur Abwicklung des Onlineversands.

Mit dem Besuch bei der Motoren Bauer GmbH & Co. KG endete die Tour des IHK Ausbildungsbusses. Zum Abschluss gab Ausbilder Andreas Killermann Einblicke in die tägliche Arbeit eines Kfz-Mechatronikers und eines Feinwerkmechanikers in der Fachrichtung Nutzfahrzeugtechnik.

Weitere Fahrten des IHK Ausbildungsbusses sind bereits geplant. Im Herbst soll die ‎Informationstour für Geflüchtete zu regionalen Ausbildungsangeboten im Landkreis ‎Berchtesgadener Land fortgesetzt werden.‎

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