Strategie für den Alpenraum (EUSALP)

Die EU-Strategie für den Alpenraum (EUSALP) ist eine der makroregionalen ‎Strategien der EU. Durch gemeinsame Koordinierung und verstärkte ‎Zusammenarbeit sollen gemeinsam Lösungen für die zukünftigen ‎Herausforderungen der Alprenregion erarbeitet werden.

Folgende Ziele sollen ‎vorrangig verfolgt werden:‎
‎1.‎ Die Wettbewerbsfähigkeit, den Wohlstand und den Zusammenhalt der ‎Region stärken ‎
‎2.‎ Die Erreichbarkeit und Konnektivität für alle Bewohner gewährleisten ‎
‎3.‎ Ökologisch nachhaltige und attraktive Gestaltung der Region.‎

Diese Ziele sind ohne eine Einbeziehungen der kleinen und mittleren ‎Unternehmen (KMU) des Alpenraumes nicht zu erreichen. KMU bilden ‎insbesondere abseits der großen Ballungsgebiete das Rückgrat der Wirtschaft ‎des Alpenraums. ‎

Dies machten die bayerischen IHKs auf ihrer Veranstaltung am 13.05.2015 in Brüssel, unter Teilnahme ‎von Frau Dr. Merk, Staatsministerin für Europaangelegenheiten und regionale ‎Beziehungen, deutlich. Zusammen mit der Wirtschaftskammer Österreich ‎‎(WKÖ), Unioncamere Veneto und mit Unterstützung des Enterprise Europe ‎Networks wurden mit den anwesenden Vertretern aus Europäischer ‎Kommission, Europäischem Parlament und der Wirtschaft der Alpenregion ‎neben dem aktuellen Sachstand die Belange und Herausforderungen für KMU ‎ausführlich diskutiert.‎

Staatsministerin Dr. Beate Merk betonte die besondere Rolle des Freistaats: „Wir ‎in Bayern haben uns von Anfang an für die Alpenstrategie starkgemacht. ‎Gemeinsam können wir mehr für die Menschen im Alpenraum erreichen.“ Nicht ‎zuletzt forderte sie alle Beteiligten auf: „Bündeln wir unsere Ideen für Wachstum ‎und Arbeitsplätze zum Wohle der Menschen im Alpenraum!"‎

Diese Aufforderung unterstützte auch Alexander Lau, Referatsleiter Europa der ‎IHK für München und Oberbayern. Hierbei betonte er jedoch, dass durch ‎EUSALP keine zusätzlichen Belastungen und Doppelstrukturen geschaffen ‎werden dürfen. Vielmehr müsse Ziel sein, die bestehenden Netzwerke und ‎Institutionen der Region einzubeziehen und, wo nötig, besser zu vernetzen. ‎Insbesondere wies er in diesem Zusammenhang auf die Aktivitäten der ‎Enterprise Europe Networks (EEN), das Beratungsnetzwerk der EU-Kommission ‎für KMU hin. ‎

Wichtig für KMU ist zudem die Bereitstellung einer ausreichenden Infrastruktur. ‎Nur so kann einem Abwandern der Unternehmen vorgebeugt werden.‎

13.05.2015