Pressemeldung vom 21.06.2021

Pakt für berufliche Weiterbildung verlängert

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Der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) hat heute (21.06.2021) gemeinsam mit Vertretern der Staatsregierung und den Spitzenverbänden der bayerischen Wirtschaft den erstmals im Juni 2018 unterzeichneten Pakt für berufliche Weiterbildung 4.0 bekräftigt, erweitert und um weitere drei Jahre verlängert. Ziel ist es, die Weiterbildungsbereitschaft und -beteiligung der Beschäftigten und Unternehmen in Bayern weiter nachhaltig zu stärken. Der Pakt richtet sich dabei vor allem an Gruppen, die in der Weiterbildung bisher unterrepräsentiert sind.

Bayerische IHKs starten Qualifizierungsoffensive für betriebliche Ausbilderinnen und Ausbilder

Die Paktverlängerung unterzeichneten heute BIHK-Hauptgeschäftsführer Manfred Gößl, gemeinsam mit Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW), Staatsminister Florian Herrmann (CSU), Leiter der Bayerischen Staatskanzlei, Bayerns Arbeitsministerin Carolina Trautner (CSU), Digitalministerin Judith Gerlach (CSU) sowie den Hauptgeschäftsführern des Bayerischen Handwerkstags e. V., der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V., und dem Deutschen Gewerkschaftsbund Bayern und der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit.

Der BIHK begrüßt den Pakt als Signal, die Aus- und Weiterbildung in Bayern weiter nachhaltig zu stärken. Die bayerischen IHKs bringen sich u.a. mit einer Qualifizierungsoffensive für betriebliche Ausbilderinnen und Ausbilder in den Pakt ein, der bis 2024 laufen wird.

Wirtschaftsminister Aiwnger sagte: "Wir schlagen mit der Verlängerung ein weiteres, erfolgversprechendes Kapitel bei Arbeitsmarkt- und Qualifizierungsmaßnahmen auf. Mit dem zukunftsorientierten Pakt knüpfen wir an die jetzt schon erfolgreich umgesetzten Projekte nahtlos an. Wer sich heute auf die Hinterbeine stellt, dem ist der Wunschausbildungsplatz sicher. Wir müssen eine deutliche Verbesserung bei der Besetzung der Ausbildungsplätze schaffen. Es bleiben viel zu viele Stellen unbesetzt und damit Berufschancen ungenutzt. Denn auf einen Bewerber kommen in Bayern 1,7 unbesetzte Ausbildungsstellen. Die Wirtschaft sucht junge Menschen, die gestalten und etwas in Bewegung setzen wollen. Wir stehen mit dem Pakt geschlossen hinter diesen Betrieben und den Bewerbern. Es ist ein klares Bekenntnis, dass wir dies auch in Zukunft an vielen Stellen und mit unterschiedlichen Projekten unterstützen wollen.“

Aiwanger weiter: "Wir ruhen uns in Bayern nicht auf den Lorbeeren eines stabilen Ausbildungsmarktes aus. Auch wenn dieser aktuell unter positiven Sternen steht, ist die Fachkräftesicherung für das Wirtschaftsministerium die Zukunftsherausforderung für Unternehmen aller Betriebsgrößen. Vielfältig ist daher das Spektrum unserer Maßnahmen. Es reicht von der Kampagne „Ausbildung macht Elternstolz“ über das Meister-BaföG bis hin zum Meisterbonus.“

Bayerns Arbeitsministerin Trautner sagte: „Das Megathema berufliche Weiterbildung muss weiter intensiv begleitet und vorangetrieben werden. Ich freue mich, dass wir heute den Pakt für berufliche Weiterbildung 4.0 bekräftigt, erweitert und verlängert haben und hier weiterhin mit allen Arbeitsmarktakteuren gemeinsam an einem Strang ziehen. Berufliche Weiterbildung als Teil des lebensbegleitenden Lernens ist wichtiger denn je. Auch wenn wir schon viel erreicht haben, muss dieses Megathema gerade mit Blick auf die rasant voranschreitende Digitalisierung, den strukturellen Wandel der Arbeitswelt und den Fachkräftebedarf in Bayern weiter intensiv begleitet und vorangetrieben werden.“

Trautner sagte weiter: "Konkret setzen wir drei Schwerpunkte: Erstens wollen wir gezielt noch mehr Aufmerksamkeit für die Bedeutung der beruflichen Weiterbildung beispielsweise über unsere Informationskampagne „Komm weiter in B@yern“ mit dem Weiterbildungsportal Komm weiter in B@yern schaffen. Auch setzen wir mit der ZD.B-Themenplattform Arbeitswelt 4.0 den Austausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Beschäftigten fort. Zweitens wollen wir noch intensiver zu diesem Thema beraten. Dazu sind unter anderem unsere Weiterbildungsinitiatorinnen und -initiatoren in ganz Bayern im Einsatz. Und wir wollen drittens mit Initiativen für neue Kompetenzen den Bereich der beruflichen Weiterbildung noch stärker fördern.“