Gesundheitswirtschaft

Der demografische Wandel, in Kombination mit einem steigenden Gesundheitsbewusstsein und der zunehmenden Bereitschaft des Einzelnen, Gesundheit und Wohlbefinden zu erhalten und zu fördern, erhöhen die Nachfrage nach Gesundheitsleitungen.

Unternehmen, die sich dieser innovativen und hochaktuellen Branche verschrieben haben, sind von herausragender Bedeutung für den Standort.

Forderungen zur Gesundheitswirtschaft

Der demografische Wandel gehört zweifellos zu den größten Herausforderungen unserer Zeit: Die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter sinkt, die Gesellschaft altert. Die demografische Entwicklung birgt jedoch nicht nur Risiken, über die vielfach gesprochen wird. Sie bietet den Unternehmen auch Wachstumschancen. Dieser Aspekt wird in der öffentlichen Diskussion bislang vollkommen vernachlässigt.

So arbeiten in Bayern derzeit fast 900.000 Menschen, davon allein 300.000 in der Metropolregion München, in der Gesundheitswirtschaft. Damit sind aktuell rund 19 Prozent aller Erwerbstätigen in dieser Branche tätig. Auf den Gesundheitssektor entfallen über zehn Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung Bayerns mit jährlichen Zuwachsraten von drei bis fünf Prozent.

Es schlummern in diesem Bereich aber auch erhebliche Risiken. Wie lässt sich das Gesundheitssystem trotz des Anstiegs der Zahl alter Menschen, des drastischen Rückgangs des Erwerbspersonenpotenzials und der wachsenden medizintechnischen Möglichkeiten finanzieren?

Der Anpassungsdruck ist beträchtlich. Das konfrontiert uns mit ganz neuen Herausforderungen, denen wir uns stellen wollen. Die IHK für München und Oberbayern hat in ihrem Positionspapier Forderungen zur Gesundheitswirtschaft fünf Stellschrauben herausgearbeitet, an denen die Politik in den nächsten Jahren drehen sollte.

Zentrale Forderungen an die Politik sind:

  • Fachkräfte (u.a. neue Berufe im Gesundheits- und Pflegebereich)
  • Finanzierung der Gesundheitsversorgung (v.a. Gesundheitsfonds)
  • Bürokratieabbau/Qualitätssicherung (z.B. geplante Medizinprodukte-Verordnung auf EU-Ebene und weitere Themen)
  • Ärztliche Versorgung im ländlichen Raum sicherstellen (z.B. über medizinische Versorgungs-einrichtungen in zentralen Orten und Telemedizin)
  • Betriebliches Gesundheitsmanagement und Gesundheitstourismus etablieren.
Melanie Huml, Bayerns Gesundheitsministerin

Bayerns Gesundheitsministerin im Gespräch

Melanie Huml: "Das tut Bayern gut"

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) war zu Gast im IHK-Arbeitskreis Gesundheitswirtschaft. Im Interview berichtet sie über die Bedeutung der Gesundheitsbranche im Freistaat – und die Chancen, die sie in der Digitalisierung sieht.

Interview mit Melanie Huml
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Startup-Slam auf dem Europäischen Gesundheitskongress: Jetzt bewerben!

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