IHK Initiative

Wachstumsbremse Bürokratie lösen

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Bürokratie zählt zu den größten Wirtschaftshemmnissen in der Region. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen haben mit der Vielzahl an Vorschriften zu kämpfen. Hier finden Sie unser Maßnahmenpaket für den Abbau von unnötiger Bürokratie.

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Daten und Fakten zur Bürokratiebelastung

  • Finanzielle Belastung: Deutsche Unternehmen werden mit einem jährlichen Erfüllungsaufwand von rund 4,9 Mrd. Euro durch Folgekosten gesetzlicher Regelungen belastet (Quelle: Nationaler Normenkontrollrat 2019).
  • Bürokratie verhindert Wachstum: Bürokratiebelastung gehört zu den zwei stärksten Wirtschaftshemmnissen in der Region (IHK-Standortumfrage 2019 für Oberbayern).
  • Ausufernde administrative Anforderungen: Zu den größten Belastungen der Unternehmen zählen die praxisferne Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), ausufernde Aufbewahrungs- und Dokumentationspflichten sowie komplexe Förderverfahren (DIHK 2019).
  • Ungleiche Belastung: Kleinunternehmer (< 50 Mitarbeiter) schultern bis zu zehn Mal höhere Bürokratiekosten pro Mitarbeiter als größere Unternehmen (> 250 Mitarbeiter).
  • Deutschland hinkt hinterher: Beim Bürokratieabbau belegt Deutschland im EU-Vergleich einen der hintersten Plätze.
  • Digitalisierung als Chance: Insbesondere in der Digitalen Verwaltung liegen Einsparpotenziale in Milliardenhöhe.
  • Branchenübergreifende Entlastung: Bürokratieabbau ist ein verlässlicher Garant dafür, dass Unternehmen besser durch Krisenzeiten kommen, ohne dass Bund und Länder oder der Steuerzahler die Kosten tragen müssen (NKR Konjunkturprogramm 2020).
  • Vorteile für alle: Weniger Bürokratie bringt sowohl den Unternehmen als auch den Verwaltungen Zeit- und Kostenersparnisse.

Unsere Forderungen an die Politik

  • Das vorangegangene Bürokratieentlastungsgesetz hat nur an der Oberfläche gekratzt. Daher muss schnellstmöglich ein viertes Bürokratieentlastungsgesetz in Angriff genommen werden, um den deutschen Wirtschaftsstandort nachhaltig zu stärken.
  • Komplexität und Vielzahl staatlicher Vorgaben überfordern vor allem kleine Unternehmen. Daher sollten Vorschriften stets in ihrem Gesamtzusammenhang betrachtet, verständlich und praxisnah ausgestaltet werden.

Wie unterstützt Sie die IHK?

  • Als Vermittler zwischen Wirtschaft und Politik machen wir uns dafür stark, dass sinnlose bürokratische Hürden abgebaut werden. Wir suchen stattdessen im Dialog mit der Politik nach effizienteren und schlankeren Lösungen.
  • Unsere Kernforderungen tragen wir über Positionspapiere im Vorfeld von Landtags- und Bundestagswahlen an die relevanten Ansprechpartner heran. Außerdem bringen wir unsere Forderungen in persönlichen Gesprächen regelmäßig an politische Entscheider. Seit der Landtagswahl 2018 in Bayern ist „Bürokratieabbau“ eines unserer Schwerpunktthemen.
  • Auf Bundesebene arbeiten wir zudem eng mit dem DIHK zusammen und können so den Gesetzgebungsprozess kritisch begleiten und mitgestalten.


Weitere nützliche Informationen zu angrenzenden Themen finden Sie auf unserer Website:
Arbeitsrecht
DSGVO
E-Government
Gründung
Recht & Steuern
Standort- und Regionalentwicklung

Was tut sich in der Politik?

  • Auf Bundesebene wurde bereits 2006 der Nationale Normenkontrollrat (NKR) mit dem Ziel eingeführt, Bürokratie zu reduzieren und auf Missstände hinzuweisen.
  • Es wurde das Prinzip „One in, one out“ eingeführt, d.h. dass für jedes neue Gesetz Entlastung in gleicher Höhe geschaffen werden muss. Noch mangelt es allerdings an der konsequenten Umsetzung.
  • Im Herbst 2019 wurde von der Bundesregierung das dritte Bürokratieentlastungsgesetz (BEG III) verabschiedet. Ziel davon ist es, die Unternehmen jährlich um über eine Milliarde Euro zu entlasten.
  • Im Zuge des Corona-Konjunkturprogramms (Juni 2020) wurde der schnellere Ausbau des E-Governments sowie die Umsetzung des „Oncy Only“-Prinzips angekündigt.

Unser Aufruf an Sie: Nennen Sie uns konkrete Beispiele von Bürokratiebelastung

Mindestlohn, Aufbewahrungsfristen von Dokumenten oder Datenschutz – die Liste bürokratischer Belastungen für Unternehmen ist lang. 4,9 Milliarden Euro kosteten neue Regulierungen die deutsche Wirtschaft zuletzt jährlich. Die IHK setzt sich für Entlastungen ein und erzielte z.B. bei den Mindestlohn-Aufzeichnungspflichten spürbare Erleichterungen.

Je konkreter wir der Politik unnötige oder unangemessene Belastungen aufzeigen ‎können, desto größer sind die Chancen für einen Bürokratieabbau. Schildern Sie uns ‎daher Ihre Beispiele aus Ihrer unternehmerischen Praxis – wir bringen sie in die ‎politische Diskussion ein und machen uns für Verbesserungen stark.

Übermäßige Bürokratie belastet Sie als Unternehmer? Wo wünschen Sie sich Entlastung?
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