Oberbayerische Unternehmen für den freien Handel

Matthias Preussel, LOWA GmbH

Wir brauchen mehr freien Handel, weil in den heutigen Zeiten der Globalisierung sowohl die Unternehmen im Export- als auch im Importland davon profitieren können.

Matthias Preussel, LOWA GmbH

Was bedeuten freier Handel, offene Märkte und ein starker EU-Binnenmarkt für Ihr Unternehmen?

In den letzten Jahren konnten wir den Exportanteil an unserem Gesamtumsatz kontinuierlich steigern. Da wir für unser zukünftiges Geschäft im Ausland eindeutig höhere Potentiale sehen, sehen wir eine steigende Tendenz für die kommenden Jahre.

Wie hoch ist Ihr Exportanteil und viele Arbeitsplätze hängen im Inland (schätzungsweise) vom Exportgeschäft ab?

Aktuell generieren wir bereits > 50% unseres Umsatzes im Ausland, derzeit hängen von insgesamt 253 Personen etwa die Hälfte der Arbeitsplätze vom Exportgeschäft ab.

Wie hat sich Ihr Auslandsgeschäftes in den vergangenen Jahren entwickelt? Aus wie vielen Ländern kommen ihre Kunden und Lieferanten?

Wie bereits oben unter 1. erwähnt, hat sich das Exportgeschäft für uns sehr positiv entwickelt. Aktuell liefern wir unsere Produkte in mehr als 60 Länder weltweit.

Gab oder gibt es derzeit Hürden für das Auslandsgeschäft?

Hürden gibt es immer wieder, jedoch sind diese nicht unüberwindbar bzw. gelten auch für unsere europäischen Wettbewerber in gleichem Maß. Beispiel: hohe Importzölle (<50%) für Lederschuhe nach Japan. Um diese zu umgehen entwickeln wir zum Teil Sondermodelle mit einem höheren Textilanteil.

Welche Perspektiven erhält Ihr Unternehmen durch den Abbau von Handelshemmnissen oder durch neue Abkommen wie CETA oder TTIP?

Durch solche neuen Vereinbarungen erhoffen wir uns weiterhin einen Schub für das Exportgeschäft da es leichter wird, in diverse Märkte zu liefern. Uns ist natürlich bewusst, dass dies ebenfalls für unsere europäischen und amerikanischen Wettbewerber gilt, sind aber froh, dass viele Outdoor Märkte einen größeren Zugang zu allen Importmarken erhalten.