Integrationspakt Bayern

Das Maßnahmenpaket der bayerischen IHKs

Integration von Flüchtlingen: Ganz im Sinne des Ehrbaren Kaufmanns schauen die bayerischen Unternehmen nicht weg, sondern ‎stellen sich dieser verantwortungsvollen Herausforderung, indem Sie Praktika, Ausbildungs- und Arbeits‎plätze anbieten.

Gemeinsam unternehmen wir Verantwortung

Noch nie sind in so kurzer Zeit so viele Menschen aus so ‎unterschiedlichen Kulturen nach Deutschland ‎gekommen wie in den vergangenen Monaten: Dies stellt Gesellschaft, Politik und Wirtschaft vor große ‎Herausforderungen.‎

Die bayerische Wirtschaft ist dabei von der starken integrativen Kraft von Ausbildung ‎und Arbeit überzeugt. ‎Ganz im Sinne des Ehrbaren Kaufmanns schauen die bayerischen Unternehmen nicht weg, sondern ‎stellen sich dieser verantwortungsvollen Herausforderung, indem sie Praktika, Ausbildungs- und Arbeits‎plätze anbieten.

Um diesen Prozess zu untermauern haben die Bayerische Staatsregierung und der ‎bayerischen Wirtschaft ‎im Herbst 2015 gemeinsam die Initiative „Integration durch ‎Ausbildung und Arbeit“ (Integrationspakt) ins Leben gerufen. Die Zwischenbilanz ‎der IHK zugehörigen Betriebe ist beeindruckend:‎ ‎Seit Start des Integrationspaktes absolvieren bereits ‎2.807 Menschen mit Fluchthintergrund eine ‎qualifizierte Ausbildung. Davon sind alleine seit Jahresbeginn 917 Ausbildungsverträge im Freistaat neu ‎abgeschlossen worden.

Die bayerische Wirtschaft hat damit die im Integrationspakt gegebene Zusage, zunächst ‎‎2016 für ein ausreichendes Angebot von Ausbildungsplätzen zu sorgen, nicht nur eingehalten, sondern mit ‎den konkreten Abschlüssen sogar ‎übererfüllt. Dies ist ein eindrucksvolles Beispiel für ‎die ‎Bereitschaft der Wirtschaft, Verantwortung zu übernehmen - ‎ganz im Sinne des Leitmotivs der IHKs ‎‎„Gemeinsam ‎unternehmen wir Verantwortung“.‎

Diese positive Entwicklung wäre ohne die politische „3 + 2 Forderung“ der bayerischen IHKs für mehr Rechts- und Planungs‎sicherheit bei der Ausbildung von geflüchteten Menschen so nicht möglich gewesen.‎ Zugleich hat der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) ‎die im Integrationspakt vereinbarten Schlüs‎selprojekte erfolgreich auf den Weg gebracht.

  • Investitionen von rund 8 Mio. € für Integrationsmaßnahmen
  • Qualifizierte Ausbildung von 2.807 Personen mit Fluchthintergrund seit Start
  • Öffnung der IHK Teilqualifikationen für Geflüchtete über 25 Jahre
  • Einsatz für zusätzliche ausbildungsbegleitende Sprachförderung an den bayerischen Berufsschulen
  • bayernweite Unterstützungsstruktur durch 18 Integrationsberater/innen
  • Entwicklung eines online-basier‎ten Kompetenzchecks für junge Geflüchtete
  • mehr als 300 Teilnehmer an kostenlosen IHK-Seminaren zur „Interkulturellen Kompetenz“