Nachhaltige Mobilität

Radschnellwege

Radschnellwege können in Regionen mit starken Pendlerströmen aufgrund ihrer guten Infrastruktur die Entscheidung auf das Fahrrad umzusteigen, erleichtern. Damit tragen sie direkt zur Verflüssigung des Verkehrs, Entlastung der Straßeninfrastruktur und Rückgang von verkehrsbedingten Emissionen bei.

Der Bau und die Nutzung von Radschnellwegen reduziert den KfZ-Verkehr auf der Straße und erleichtert Liefern und Leisten. Der Verkehr läuft flüssiger, es stehen mehr Parkplätze zur Verfügung und es gibt weniger Baustellen, da die Straßeninfrastruktur weniger belastet wird. Desweiteren werden verkehrsbedingte Emissionen reduziert. Die IHK unterstützt daher die Planung und den Bau von Radschnellwegen.

Was sind Radschnellwege?

Radschnellwege sind Radverkehrsverbindungen, die bedeutsame Ziel- und Quellorte des Radverkehrs wie z. B. Wohn- und Gewerbegebiete des Umlandes mit Stadtzentren verbinden.

Sie zielen auf den Alltagsverkehr, insbesondere auf den Pendlerverkehr im Entfernungsbereich bis zu 15 km, der auch gut und schnell mit dem (Elektro)Fahrrad zu bewältigen ist, ab und sollten 5 km nicht unterschreiten. Ihre Beschaffenheit sollte qualitativ hochwertig sein und sicheres und attraktives Befahren und Überholvorgänge bei hohen Reisegeschwindigkeiten ermöglichen. Hierzu gehören eine gute Oberflächenbeschaffenheit, größere Radwegebreiten, möglichst Geradlinigkeit bzw. große Kurvenradien und Kreuzungsfreiheit.

Radschnellwege in der Region München:

Im Rahmen einer Potentialanalyse hatte der Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München (PV München) 14 Korridore aus dem Umland nach München untersucht. Mittlerweile wurde für die Teilstrecke Innenstadt bis Stadtrand im Münchner Norden eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, für die die beste Wegführung sowie 5 weitere Korridore noch näher untersucht werden sollen. Für die Teilstrecke Stadtrand Münchner Norden bis Garching wird noch 2017 mit den Ergebnissen der Teilmachbarkeitsstudie gerechnet. Für diese Teilstrecke werden Kosten in Höhe von 34 Mio EUR angesetzt.

Den Bericht zur Potentialanalyse können Sie hier downloaden.

Die Bundesregierung plant zukünftig durch Änderung des Bundesfernstraßengesetzes auch Radschnellwege zu fördern. Für das Haushaltsjahr 2017 sollen daher noch 25 Mio EUR zur Verfügung gestellt werden.