Steuerliche Entlastungen

Corona und Steuern

HIV test at Pomerini in Tanzania - Africa - A doctor examines the blood to find out the positive to the AIDS virus

Die Bundesregierung und die Bayerische Staatsregierung haben umfassende Maßnahmenpakete zur Abfederung der Auswirkungen des Corona-Virus vorgelegt.

Inhaltsnavigation

Überblick: Steuerliche Hilfsangebote für Unternehmen

Aktuelles

Vom Koaltionsausschuss geplante steuerliche Hilfen für Unternehmen
(Drittes Corona-Steuerhilfegesetz)

Die Fraktionen von CDU/CSU und SPD haben die am 3. Februar 2021 im Koalitionsausschuss vereinbarten Steuerentlastungen zur Bewältigung der Coronakrise als Gesetzentwurf (sog. Drittes Corona-Steuerhilfegesetz) in den Bundestag eingebracht. So soll der geltende steuerliche Verlustrücktrag für die Jahre 2020 und 2021 auf maximal 10 Mio. Euro (bzw. 20 Mio. Euro bei Zusammenveranlagung) verdoppelt sowie der derzeit bis zum 30. Juni 2021 befristete ermäßigte Mehrwertsteuersatz (von 7 Prozent) für Speisen in der Gastronomie bis zum 31. Dezember 2022 verlängert werden.

Gewerbesteuerliche Maßnahmen zur Berücksichtigung der Corona-Auswirkungen verlängert

Die Finanzverwaltung berücksichtigt auch im Hinblick auf die Gewerbesteuer die Auswirkungen der Corona-Pandemie und hat die bisherigen Maßnahmen bei der Festsetzung des Gewerbesteuermessbetrage für Zwecke der Vorauszahlungen bis Ende 2021 verlängert. Bei Anträgen auf Stundung oder Erlass der Gewerbesteuer ist aber zu beachten, dass hierfür grundsätzlich die Gemeinden zuständig sind.

Rücklage für Ersatzbeschaffung - Vorübergehende Verlängerung der Reinvestitionsfristen

Laut BMF-Schreiben vom 13. Januar 2021 verlängern sich die in R 6.6 Absatz 4 Satz 3 bis 6, Absatz 5 Satz 5 und 6 sowie Absatz 7 Satz 3 und 4 Einkommensteuer-Richtlinien geregelten Fristen für die Ersatzbeschaffung oder Reparatur bei Beschädigung jeweils um ein Jahr, wenn die genannten Fristen ansonsten in einem nach dem 29. Februar 2020 und vor dem 1. Januar 2021 endenden Wirtschaftsjahr ablaufen würden.

Wie können durch den „Lockdown“ verursachte Wertverluste bei nicht verkaufter Saisonware steuerlich berücksichtigt werden?

Aufgrund des „harten Lockdowns“ und der damit verbundenen Beschränkungen zum Jahresende 2020 kann der Umfang der nicht verkauften Saisonware (z. B. Feuerwerk- oder Weihnachtsartikel) steigen. Die Finanzverwaltung weist darauf hin, dass - wenn aufgrund des Verkaufsrückgangs der Wert dieser Ware am Bilanzstichtag dauerhaft unter die Anschaffungs- oder Herstellungskosten gesunken ist - dies über eine Teilwertabschreibung (Wertberichtigung) steuerlich gewinnmindernd berücksichtigt werden kann. Ferner weist die Finanzverwaltung auf die Möglichkeit hin, Verluste aus Teilwertabschreibungen bereits unterjährig bei den steuerlichen Vorauszahlungen oder hinsichtlich eines vorläufigen Verlustrücktrags zu berücksichtigen. Weitere Einzelheiten finden Sie in den Corona-FAQs des Bundes unter Punkt II.10.

Verlängerung der steuerlichen Erleichterungen zur Berücksichtigung der Corona-Auswirkungen

Die Finanzverwaltung hat mit BMF-Schreiben vom 22. Dezember 2020 die (bisherigen) steuerlichen Erleichterungen durch Stundung, Vollstreckungsaufschub oder die Anpassung von Vorauszahlungen verlängert. Das bisherige BMF-Schreiben vom 19. März 2020 wurde insofern ergänzt.

Allgemeines

ACHTUNG: Bayerisches Antragsformular zu steuerlichen Erleichterungen!

Zurück zum Inhalt

(Verlängerte) Steuerstundungen

  • (Vereinfachte) Zinslose Stundung von Einkommen-, Körperschaft- und Umsatzsteuer: Auf Antrag möglich, soweit diese bis zum 31. März 2021 fällig sind und aufgrund der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise nicht geleistet werden können. Betroffene Unternehmen können entsprechend bis zum 31. März beim zuständigen Finanzamt einen (vereinfachten) Antrag auf erstmalige ‎oder fortgesetzte Stundung stellen. Die Stundungen laufen längstens bis zum 30. Juni 2021. Darüber hinausgehende Anschlussstundungen werden im vereinfachten Verfahren im Zusammenhang mit einer angemessenen, längstens bis zum 31. Dezember 2021 dauernden Ratenzahlungsvereinbarung gewährt. Stundungszinsen werden in diesen Fällen grundsätzlich nicht erhoben. Über den 30. Juni 2021 hinausgehende klassische Stundungen – ohne Ratenzahlungsvereinbarungen – sind wie im sonst üblichen Antragsverfahren unter Erbringung der erforderlichen Nachweise möglich. Einzelheiten siehe BMF-Schreiben vom 22. Dezember 2020.
  • Hinweis: Mitteilung von Bayerns Finanzminister Füracker vom 7. Dezember 2020! Antragsformular steht auf den Internetseiten der Steuerverwaltung zur Verfügung, oder auch online unter www.elster.de
  • Stundung von Gewerbesteuer-Nachzahlungen: Anträge sind grundsätzlich an die zuständigen Städte und Gemeinden zu richten (siehe gleich lautende Erlasse der obersten Finanzbehörden der Länder vom 25. ‎Januar 2021‎. Die Wirtschaftsorganisationen haben an die Kommunen in Bayern appelliert, den Betrieben unbürokratisch und schnell die Gewerbesteuer zu stunden und auf die üblichen Stundungszinsen zu verzichten.

zurück zum Inhalt

(Vereinfachte) Herabsetzung von laufenden Vorauszahlungen

  • Herabsetzung von Vorauszahlungen (Einkommensteuer, Körperschaftsteuer): Die Antragstellung erfolgt beim zuständigen Finanzamt. Das bayerisches Antragsformular steht auf den Internetseiten der Steuerverwaltung zur Verfügung oder online www.elster.de.
  • Herabsetzung von Gewerbesteuer-Vorauszahlungen: Diese können durch die jeweilige Gemeinde auf ‎einen entsprechenden Antrag hin angepasst werden.‎ ‎Achtung: Liegt bereits ein Bescheid des Finanzamts über den „Gewerbeertrag für Zwecke der ‎Vorauszahlungen‎“ vor, dann ist beim Finanzamt (statt bei der Gemeinde) ein ‎entsprechender Antrag auf Herabsetzung des Steuer-Messbetrags für Zwecke der Gewerbesteuervorauszahlungen zu stellen. Das bayerisches Antragsformular steht auf denInternetseiten der Steuerverwaltung zur Verfügung oder online www.elster.de.

zurück zum Inhalt

Anpassung von Vorauszahlungen 2019 anhand eines vorläufigen Verlustrücktrags, Berücksichtigung bei Steuerfestsetzung 2019 ‎

Auf Antrag gewährt die Finanzverwaltung eine Herabsetzung/Erstattung von Vorauszahlungen 2019 und/oder einen vorläufigen Verlustrücktrag in der Steuererklärung 2019 (jeweils Einkommensteuer, Körperschaftsteuer) auf der Grundlage eines vereinfacht ermittelten, „unterjährigen“ Verlustrücktrags aus 2020. Im Hinblick auf die Vorauszahlungen 2019 kann als Verlustrücktrag ein pauschaler Wert gem. § 110 Abs. 1 EStG (30 % des zugrunde gelegten Gesamtbetrags der Einkünfte ohne Einkünfte aus nichtselbständiger Tätigkeit) herangezogen werden. Entsprechend ist auch die Berücksichtigung eines vorläufigen Verlustrücktrags aus 2020 bei der Steuerfestsetzung für 2019 möglich, § 111 Abs. 1 EStG. Die Möglichkeit, im Einzelfall unter Einreichung detaillierter Unterlagen einen höheren rücktragsfähigen Verlust darzulegen, bleibt jeweils hiervon unberührt. In jedem Fall ist jeweils eine vorherige Herabsetzung der Vorauszahlungen 2020 auf null EUR erforderlich und die Minderung bzw. der Verlustrücktrag dürfen höchstens 5 Mio. Euro (bei Zusammenveranlagung von Ehegatten 10 Mio. Euro) betragen. Die Antragstellung erfolgt beim zuständigen Finanzamt. Das bayerisches Antragsformular steht auf den Internetseiten der Steuerverwaltung zur Verfügung oder online www.elster.de.

zurück zum Inhalt

(Verlängerte) Aussetzung von Vollstreckungsmaßnahmen, Säumniszuschlag

zurück zum Inhalt

Fristverlängerungen für die Abgabe von Steuererklärungen

  • Die bayerische Finanzverwaltung will im Hinblick auf die Abgabe von Steuererklärungen mit Anträgen auf Fristverlängerungen wegen Corona großzügig und möglichst unbürokratisch verfahren. SiehePressemitteilung des Bayerischen Finanzministers vom 17.03.2020.
  • Nach dem Bundestag hat auch der Bundesrat einer Verlängerung der Steuererklärungsfrist in beratenen Fällen und der zinsfreien Karenzzeit für den Veranlagungszeitraum 2019 (in der Fassung des Bundestagsbeschlusses) zugestimmt. Das Gesetz sieht eine einmalige gesetzliche Verlängerung der mit Ablauf des Februars 2021 ablaufenden Steuererklärungsfrist des § 149 Abs. 3 AO und zur Verlängerung der zinsfreien Karenzzeit des § 233a Abs. 2 Satz 1 AO um jeweils sechs Monate vor. Beide Regelungen gelten nur für den Veranlagungszeitraum 2019. Damit verlängert sich der Abgabetermin für die Jahressteuererklärungen 2019 bei Beauftragung eines Beraters im Sinne des Steuerberatungsgesetzes grundsätzlich bis zum 31. August 2021. Das Gesetz muss noch verkündet werden. Einzelheiten finden Sie hier
  • Auf Basis der ursprünglichen Rechtslage hatten BMF und die obersten Finanzbehörden der Länder per BMF-Schreiben vom 21. Dezember 2020 bereits zuvor einer Verlängerung der Frist zunächst bis zum 31. März 2021 zugestimmt.

zurück zum Inhalt

Herabsetzung der Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung

  • Die Finanzämter in Bayern setzen auf bis zum 31. März 2021 eingegangenen Antrag die Umsatzsteuer-Sondervorauszahlungen für 2020 und 2021 herab bzw. erstatten diese im Bedarfsfall gar vollständig wieder zurück.
  • Die Herabsetzung/Erstattung der Umsatzsteuer-Sondervorauszahlungen ist nur für unmittelbar und nicht unerheblich von der Corona-Krise betroffene Unternehmen vorgesehen.
  • Parallel zum vorgenannten Herabsetzungsantrag besteht für betroffene Unternehmen die Möglichkeit, die Sondervorauszahlung 2021 abweichend von der gesetzlich vorgeschriebenen Höhe anzumelden.
  • Das Bayerische Landesamt für Steuern hat entsprechende Anleitungen mit einer bildlichen Erläuterung auf seiner Homepage veröffentlicht.

zurück zum Inhalt

Fristverlängerung für Umsatzsteuer-Voranmeldungen

zurück zum Inhalt

Umsatzsteuer: Unentgeltliche Überlassung von medizinischem Bedarf und Personal

  • Überlassen Unternehmen unentgeltlich medizinischen Bedarf (z. B. Desinfektionsmittel) oder Personal für medizinische Zwecke an (1) Krankenhäuser, Kliniken, Arztpraxen, (2) Rettungsdienste, (3) Pflege- und Sozialdienste, (4) Alters- und Pflegeheime sowie (5) weitere öffentliche Institutionen wie Polizei und Feuerwehr, fällt hierfür aus Billigkeitsgründen im Zeitraum bis 31.12.2021 keine Umsatzsteuer an. Beabsichtigt ein Unternehmer bereits bei Leistungsbezug, die Leistungen ausschließlich und unmittelbar für die unentgeltliche Bereitstellung von medizinischem Bedarf und unentgeltlichen Personalgestellungen für medizinische Zwecke im oben genannten Sinne zu verwenden, sind die entsprechenden Vorsteuerbeträge unter den übrigen Voraussetzungen des § 15 UStG im Billigkeitswege befristet bis 31.12.2021 abzugsfähig. Die nachfolgende unentgeltliche Wertabgabe wird nach den vorgenannten Grundsätzen im Billigkeitswege nicht besteuert.
  • Siehe Mitteilung des Bayerischen Finanzministeriums und Erläuterungen im BMF-Schreiben vom 9. April 2020 und 18. Dezember 2020.
  • Einfuhren von Medizinprodukten und Schutzausrüstungen aus Drittländern sind unter bestimmten Voraussetzungen rückwirkend ab dem 30.01.2020 bis einschließlich 30.04.2021 von der Einfuhrumsatzsteuer und Zollabgaben befreit. Dies betrifft Masken und Schutzausrüstungen sowie Testkits, Beatmungsgeräte und andere medizinische Ausrüstung. Siehe Veröffentlichung des Zolls: Besonderheiten bei der Zollabfertigung von medizinischen Geräten und Materialen als Hilfsgüter.

zurück zum Inhalt

Lohnsteuerliche Erleichterungen, Arbeitnehmerbesteuerung

  • Fristverlängerung für Lohnsteuer-Anmeldungen: ‎Die Fristen zur Abgabe monatlicher oder vierteljährlicher Lohnsteuer-Anmeldungen können während der Corona-Krise im Einzelfall auf Antrag verlängert werden. Die Fristverlängerung darf maximal 2 Monate betragen. Einzelheiten siehe Mitteilung des Bayerischen Finanzministeriums und Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 23. April 2020.
  • (Lohn-)Steuerfreie Sonderzahlungen: Arbeitgeber können unter bestimmten Voraussetzungen ihren Beschäftigten ‎aufgrund der Corona-Krise ‎Beihilfen und Unterstützungen in Form von Zuschüssen oder Sachbezügen bis zu 1.500 Euro steuerfrei gewähren. Weitere Einzelheiten hier.
    Der Auszahlungszeitraum für diesen steuerfreien Corona-Bonus wurde durch eine Ergänzung im Jahressteuergesetz 2020 bis zum 30. Juni 2021 verlängert. Der Steuerfreibetrag von max. 1 500 Euro bleibt aber unverändert. Es wird also kein zusätzlicher (neuer) Freibetrag eingeführt. Weitere Einzelheiten hier.
  • Zuschüsse zum Kurzarbeitergeld: Zuschüsse des Arbeitgebers zum Kurzarbeitergeld und zum Saison-Kurzarbeitergeld sind unter bestimmten Voraussetzungen steuerfrei. Weitere Einzelheiten hier.
  • Homeoffice-Tätigkeit von Grenzpendlern: Die Besteuerung des Arbeitslohns bei Mitarbeiter, die normalerweise täglich von ihrem Wohnsitz aus in ‎einen anderen Staat zur Arbeit pendeln, kann sich durch eine Tätigkeit im Homeoffice ändern, z. B. wenn ‎eine bestimmte Anzahl an Tagen, an denen der eigentliche Tätigkeitsstaat nicht aufgesucht wird, ‎überschritten wird.‎ Mit Luxemburg, Österreich(zwischenzeitlich verlängert) , den Niederlanden (zwischenzeitlich verlängert) sowie Belgien (zwischenzeitlich verlängert), Frankreich (zwischenzeitlich verlängert) der Schweiz (zwischenzeitlich verlängert) und Polen wurden insoweit ‎(Konsultations-)Vereinbarungen abgeschlossen. Danach können die Mitarbeiter unter ‎bestimmten Voraussetzungen so behandelt werden, als hätten sie ihre Tätigkeit an ihrem eigentlichen ‎Tätigkeitsort (im anderen Vertragsstaat) ausgeübt.‎

zurück zum Inhalt

Steuerliche Maßnahmen zur Förderung der Hilfe für von der Corona-Krise Betroffene

  • Das Bundesfinanzministerium regelt mit Schreiben vom 9. April 2020, wie Hilfen für von der Corona-Pandemie Betroffene steuerlich gefördert werden können. Das Schreiben befasst sich unter anderem mit Spenden, Zuwendungen aus dem Betriebsvermögen, Arbeitslohnspenden, Aufsichtsratsvergütungen sowie schenkungsteuerlichen Fragestellungen. Weitere Einzelheiten siehe BMF-Schreiben.
  • In Ergänzung hierzu befasst sich das BMF-Schreiben vom 26. Mai 2020 mit Regelungen zur Aufstockung von Kurzarbeitergeld und Fortsetzung der Zahlung von Übungsleiter- und Ehrenamtspauschalen.
  • Mit BMF-Schreiben vom 18. Dezember 2020 wurde der zeitliche Anwendungsbereich des Schreibens vom 9. April 2020 und dessen Ergänzungen über den 31. Dezember 2020 hinaus auf alle Maßnahmen erweitert, die bis 31. Dezember 2021 durchgeführt werden.

zurück zum Inhalt

Degressive Abschreibung und Sonderabschreibung

Die degressive Abschreibung wurde befristet als steuerlicher Investitionsanreiz für die Jahre 2020 und 2021 ‎durch das Zweite Corona- Steuerhilfegesetz wieder eingeführt.‎ Sobald das Wirtschaftsgut angeschafft wurde, der Unternehmer also wirtschaftlich darüber verfügen ‎kann, kann er unter bestimmten Voraussetzungen zusätzlich zur linearen bzw. degressiven Absetzung ‎für Abnutzung (AfA) für das Wirtschaftsgut 20 % sogenannte Sonderabschreibung in Anspruch ‎nehmen (§ 7g (5) EStG).

Hier finden Sie Einzelheiten und Voraussetzungen für die Sonderabschreibung.

Erfreulicherweise wurde in den Beschlüssen der Ministerpräsidentenkonferenz vom 19.01.2021 (Seite 6) zur weiteren Stimulierung der Wirtschaft und zur Förderung der Digitalisierung eine langjährige Forderung der IHK München aufgegriffen, bestimmte digitale Wirtschaftsgüter sofort abschreiben zu können. Hierunter sollen Computerhardware und Software zur Dateneingabe und -verarbeitung fallen. Die Neuregelung soll rückwirkend zum 1. Januar 2021 gelten. Das weitere Prozedere zur Umsetzung bleibt abzuwarten.

Erleichterungen bei der Erbschaft- und Schenkungsteuer

  • Auf Antrag ist eine zinslose Stundung von Erbschaft- und Schenkungsteuer bis zu drei Monaten möglich.
  • Fristverlängerungen für die Abgabe von Erbschaft- und Schenkungsteuer-Erklärungen sowie von Feststellungserklärungen im Bereich Unternehmensvermögen sind auf Antrag bis zu drei Monate möglich.
  • Siehe Mitteilung des Bayerischen Finanzministeriums.

zurück zum Inhalt

Erleichterungen bei der Grunderwerbsteuer

  • Auf Antrag kann die zinslose Stundung der Grunderwerbsteuer für vom 1. Januar bis 30. Juli 2020 verwirklichte Erwerbsvorgänge und für Vorgänge, für die die Steuer in diesem Zeitraum entsteht, bis längstens 31. Dezember 2021 erfolgen, anschließend mit einer angemessenen, längstens bis zum 31. Dezember 2021 dauernden Ratenzahlung.
  • Siehe Mitteilung des Bayerischen Finanzministeriums.

zurück zum Inhalt

(Verlängerte) Erleichterung bei den Verbrauchsteuern

Auch bei Einfuhrumsatzsteuer, Bier-, Energie-, Alkohol-, Luftverkehr- und Kraftfahrzeugsteuer etc. (Zoll) sollen laut einer Mitteilung des Bayerischen Finanzministeriums bei den betroffenen Steuerpflichtigen unbillige Härten vermieden werden. Insbesondere folgende steuerliche Maßnahmen kommen hier in Betracht:

zurück zum Inhalt

Gesetzliche Neuerungen im Zusammenhang mit der Corona-Krise

Mit verschiedenen gesetzgeberischen Maßnahmen sollen sowohl die von der Corona-Krise unmittelbar und nicht unerheblich betroffenen Steuerpflichtigen entlastet als auch die Voraussetzungen geschaffen werden, um Deutschland aus der Corona-Krise zu führen. Die Maßnahmen finden Sie hier.

zurück zum Inhalt

Steuerliche Behandlung von Corona-Soforthilfen, Überbrückungshilfen und Unterstützungsmaßnahmen

  • Die im Rahmen des „Corona-Soforthilfe-Programms“ der Bayerischen Staatsregierung und der Bundesregierung gewährten Leistungen stellen für Zwecke der Einkommensteuer bzw. Körperschaftsteuer steuerpflichtige Betriebseinnahmen dar, siehe auch FAQ „Corona“ (Steuern) des BMF (dort Tz. XI.1).
  • Für das Jahr 2020 ist dieAnlage Corona-Hilfen veröffentlicht worden. Die Anlage Corona-Hilfen muss zusätzlich abgegeben werden, unabhängig davon, ob in den jeweiligen Gewinnermittlungen Corona-Soforthilfen, Überbrückungshilfen oder vergleichbare Zuschüsse als steuerpflichtige Betriebseinnahmen enthalten sind.
  • Das Bayerische Landesamt für Steuern verweist explizit darauf, dass Finanzhilfen‎ wie Corona-‎Soforthilfen, Überbrückungshilfen und Unterstützungsmaßnahmen ertragsteuerlich als steuerpflichtige Betriebseinnahmen zu erfassen sind. Aus gegebenem Anlass ‎werde außerdem darauf hingewiesen, dass selbiges aus Sicht der Finanzverwaltung auch dann gilt, wenn eine Finanzhilfe ‎ausdrücklich auch zur Bestreitung von Ausgaben für den Lebensunterhalt bestimmt ist oder ‎zulässigerweise dafür verwendet wird.‎ Einzelheiten vgl.„Fachinformation – ‎Ertragsteuer“ vom 31.07.2020.

zurück zum Inhalt

Hinweis

Die Informationen und Auskünfte der IHK für München und Oberbayern sind ein Service für ihre Mitgliedsunternehmen. Sie enthalten nur erste Hinweise und erheben daher keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Obwohl sie mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt wurden, kann eine Haftung für ihre inhaltliche Richtigkeit nicht übernommen werden. Sie können eine Beratung im Einzelfall (z. B. durch einen Rechtsanwalt, Steuerberater, Unternehmensberater etc.) nicht ersetzen.

Feedback concept with hand pressing a button on blurred abstract background

Wie läuft die Unterstützung für Unternehmen in der Corona Krise? Geben Sie uns Feedback, was gut läuft und wo Verbesserungen nötig sind.