Mediationstag: Verhandeln, verstehen, vermitteln

Großer Andrang beim 3. Bayerischen Mediationstag: Rund 300 Besucher informierten und diskutierten, wie Konflikte in Wirtschaft und Gesellschaft gelöst werden können. Ziel der Mediation ist es, zu verhandeln, zu verstehen und zu vermitteln. Starken Auftrieb bekommt das Thema durch das neue Verbraucherstreitbeilegungsgesetz, das am 1. Februar 2017 in Kraft getreten ist.

Wie löst man Konflikte? Über Strategien in Wissenschaft, Recht und Praxis, die den Umgang mit dem konkreten Streit erleichtern, diskutierten die Teilnehmer des 3. Bayerischen Mediationstag. Wichtige Erkenntnis war, dass interkulturelle Mediation kein eigenes Thema ist. Vielmehr handelt es sich um eine zusätzliche Ebene, die ein Mediator im Auge behalten muss. Verständnis für die Konfliktparteien entwickeln, auf ihre Gefühle Rücksicht nehmen und kulturelle Eigenheiten beachten - das ist der Schlüssel zum Erfolg.

Grundsätzlich lohne es sich, Mediation als Werkzeug der Führung anzusehen. Bei der Vermittlung in Auseinandersetzung handele es sich im Grunde um Leadership, um die Effizienz zu steigern.

Eine Triebfeder für die Entwicklung der Mediations ist das neue Verbraucherstreitbeilegungsgesetz. Seit Februar ist es für Händler Pflicht, darauf hinzuweisen, ob sie im Streitfalle an einem Schlichtungsverfahren teilnehmen würde. Das Zentraum für Schlichtung e.V., so Vorstand Felix Braun, hat seither bereits 700 Fälle bezeichnet.