Auf dem Weg zu einem modernen Datenschutz in Europa

6. Münchner Datenschutz-Tag

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© Tobias Hase

Der 6. Münchner Datenschutz-Tag befasste sich mit dem Thema "Auf dem Weg zu einem modernen Datenschutz in Europa". Das Fachforum wird jährlich von der IHK für München und Oberbayern in Kooperation mit der Kanzlei TaylorWessing sowie der Wirtschaftskammer Österreich veranstaltet.

Die Reform des EU-Datenschutzrechts ist mit der am 25. Mai 2018 wirksam gewordenen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) nicht abgeschlossen. Weitere Rechtsakte für ein digitales Europa wie die ePrivacy-VO werden folgen. Für alle Akteure stellen die neuen Vorschriften eine Herausforderung dar. Es muss faire Spielregeln im digitalen Miteinander geben und Augenmaß bei der Regelung des Zukunftsmarkts der digitalen Geschäftsmodelle.

Ferner setzt die Rechenschaftspflicht Unternehmen unter hohen Umsetzungsdruck. Es ist ungewiss, wie Aufsichtsbehörden mit den Bußgeldrahmen umgehen werden.

Doch die Unsicherheit bei der Umsetzung von Vorschriften sollte kein Grund zum Stillstand sein. Vielmehr geht es nun darum, einen modernen und zukunftsfähigen Datenschutz in Europa zu gestalten. Der Münchner Datenschutz-Tag dient als Plattform, um sich zu den anstehenden Entwicklungen und Anforderungen mit der Aufsichtsbehörde, dem Gesetzgeber und Wirtschaftsvertretern auszutauschen.

Der Münchner Datenschutz-Tag ist eine Veranstaltung der IHK für München und Oberbayern in Kooperation mit der Kanzlei TaylorWessing und der Wirtschaftskammer Österreich. Medienpartner sind der C.H. Beck Verlag und der Bundesanzeiger Verlag.

Als IHK möchten wir Innovationen und neue Geschäftsmodelle fördern, nicht aber behindern. Insofern wird die IHK-Organisation die Einführung der Datenschutz-Grundverordnung und weiterer europäischer Rechtsakte aufmerksam verfolgen, sich für praktikable Umsetzungslösungen einsetzen und auch Änderungen fordern, sollte dies angezeigt sein.

Peter Driessen, Hauptgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern

Daten sind das Öl des 21. Jahrhunderts

IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Driessen führte in seiner Begrüßung aus, dass Daten zu Recht als das Öl des 21. Jahrhunderts bezeichnet werden. Umso wichtiger sei es zu wissen, wie man große Mengen an Daten intelligent nutzen kann und darf. Rechtssicherheit spiele hierbei für Unternehmen wie auch für Verbraucher eine elementare Rolle. Und diese Herausforderung muss ein modernes Datenschutzrecht meistern. Richtig umgesetzt kann Datenschutz ein Marketing- und Wettbewerbsfaktor sein. Er betonte: "Als IHK möchten wir Innovationen und neue Geschäftsmodelle fördern, nicht aber behindern. Insofern wird die IHK-Organisation die Einführung der Datenschutz-Grundverordnung und weiterer europäischer Rechtsakte aufmerksam verfolgen, sich für praktikable Umsetzungslösungen einsetzen und auch Änderungen fordern, sollte dies angezeigt sein."

Die Teilnehmer sprachen in der Diskussion an, dass in vielen wichtigen Punkten wie z.B. in dem Gesetzgebungsverfahren der ePrivacy-Verordnung noch Handlungsbedarf bestehe.