IHK Ratgeber

Wiedereröffnung nach Corona: Konzept für die Hygiene in der Gastronomie

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Vom 10. Mai 2021 an kann die Gastronomie in Kreisen mit einer stabilen Inzidenz unter 100 bis 22 Uhr in der Außengastronomie öffnen. Bitte informieren Sie sich, welche Maßnahmen Sie ergreifen müssen, um den Hygienevorgaben zu genügen. Bitte halten Sie sich auf dem Laufenden, welche Einschränkungen es in Ihrem Landkreis aktuell gibt.

Inhalt

Schnelltests

vom 10. Mai an können Gastronomiebetriebe in Kreisen, deren Inzidenz stabil unter 100 liegt, die Außengastronomie öffnen. Dies gilt nur bis 22 Uhr.

Bitte beachten:

  • Ein negatives Testergebnis muss bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 nur vorgelegt werden, wenn Personen aus mehreren Hausständen an einem Tisch sitzen. Vollständig Geimpfte und Genesene benötigen keinen Test.
  • Bei einer Inziden von 0 bis 50 braucht niemand einen Test.

Infos rund um das Thema Schnelltests finden Sie hier.

Aktuelle Lockerungen in der Gastronomie in Landkreisen mit einem niedrigen Inzidenzwert

  • Gastronomiebetriebe dürfen grundsätzlich Essen und Trinken to go ausgeben.
  • In Landkreisen mit einer Inzidenz stabil unter 100 darf die Außengastronomie vom 10. Mai an bis 22 Uhr öffnen. Bitte beachten Sie: Die Inzidenz muss 5 Tage unter 100 liegen, nach einer Umsetzungsphase ist die Öffnung zwei Tage später möglich. Notwendig ist, dass die Gäste einen Termin buchen. Sitzen Mitglieder mehrer Hausstände am Tisch, müssen sie einen aktuellen Schnelltest vorweisen können. Maskenpflicht bis zum Tisch gilt.

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Wiedereröffnung: Das müssen Sie unbedingt beachten

Hier finden Sie das Hygienekonzept der Bayerischen Staatsregierung vom 7.5.2021

Das hat sich geändert gegenüber den Konzepten aus 2020:

  • Vorlage von negativen Tests siehe oben
  • Terminvereinbarung
  • Pflicht der Gäste, FFP2-Masken zu tragen.
    • Das Personal muss keine FFP2-Maske tragen, eine medizinische Maske (OP-Maske) genügt.
  • Derzeit ist nur die Öffnung der Außengastronomie erlaubt und dies auch nur zwischen 5 und 22 Uhr.

Abstand:

  • Der Abstand von 1,5 Metern muss zwischen Personen - Gäste und Mitarbeiter - eingehalten werden. Die Abstandsregel gilt nicht für Personen, für welche die Kontaktbeschränkungen nicht gelten (Personen aus einem Hausstand
  • Das gemeinsame Sitzen ohne Einhalten des Mindestabstands von 1,5 m ist nur den Personen gestattet, für die im Verhältnis zueinander die Kontaktbeschränkung nicht gilt.
    • Bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100ist für das gemeinsame Zusammensitzen an einem Tisch ein vor höchstens 24 Stunden vorgenommener COVID-19 Schnell- oder ein Selbsttest erforderlich
    • Eine gemeinsame Platzierung ist nur dann möglich, wenn die Personen gegenüber dem Gastwirt als Gruppe gemeinsam auftreten.
  • Die Abstandsregel gilt auch für den Schankbetrieb in Biergärten.
  • Die Abstände der Tische müssen gewährleisten, dass die Gäste auch beim Platznehmen und Verlassen die notwendigen Abstände von mind. 1,5 m zu anderen Personen einhalten.
  • Auf die Abstandsregel müssen Sie Ihre Gäste hinweisen, zum Beispiel durch Plakate.

Welche Gäste dürfen Sie nicht bewirten?

  • Ausschluss vom Besuch der Gaststätten:Personen mit nachgewiesener SARS-CoV-2-Infektion,
    • Personen mit Kontakt zu COVID-19-Fällen in den letzten 14 Tagen (nicht anzuwenden auf medizinisches und pflegerisches Personal mit geschütztem Kontakt zu COVID-19-Patienten) oder die aus anderen Gründen (z. B. Rückkehr aus Risikogebiet) einer Quarantänemaßnahme unterliegen;
    • Personen mit COVID-19 assoziierten Symptomen (akute, unspezifische Allgemeinsymptome, Geruchs- und Geschmacksverlust, respiratorische Symptome jeder Schwere).

Maskenpflicht

  • Die Gäste müssen eine FFP2-Maske tragen. Die Maske können sie am Tisch abnehmen.
  • Das Personal muss eine medizinische Maske oder OP-Maske tragen.

Testkonzept

Bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 darf die Außengastronomie zwischen 5 und 22 Uhr öffnen. Voraussetzung ist die Vorlage eines negativen Tests, wenn Personen aus mehreren Hausständen am Tisch sitzen.

Bitte beachten: Personen mit vollständifgem Impfschutz und Genesene müssen keinen Test vorweisen.

Welche Tests sind unter welchen Voraussetzungen möglich?

  • Antigen-Schnelltests zur professionellen Anwendung („Schnelltests“) müssen von medizinischen Fachkräften oder vergleichbaren, hierfür geschulten Personen vorgenommen werden. Dies ist grundsätzlich bei den lokalen Testzentren, den niedergelassenen Ärzten, den Apotheken und den vom Öffentlichen Gesundheitsdienst beauftragten Teststellen möglich. Über das Ergebnis wird eine Bescheinigung erstellt, die vor Besuch des Betriebes dem Betriebsinhaber vorzulegen ist; der Schnelltest muss höchstens 24 Stunden vor dem Besuch des Betriebes vorgenommenen worden sein.
    • Bei positivem Ergebnis eines vor Ort von Fachkräften oder geschultem Personal durchgeführten Schnelltests darf die Veranstaltung nicht besucht werden und es besteht mit der Mitteilung des positiven Ergebnisses eine Absonderungspflicht (Isolation). Die betreffende Person muss sich beim Gesundheitsamt melden, welches dann über das weitere Vorgehen informiert. Gemäß § 8 Abs. 1 Nr. 1 IfSG besteht eine Meldepflicht der feststellenden Person hinsichtlich des positiven Testergebnisses an das zuständige Gesundheitsamt
  • Antigen-Schnelltests zur Eigenanwendung („Selbsttests“) müssen vor Ort unter Aufsicht des Betreibers oder einer vom Betreiber beauftragten Person durchgeführt werden. Im Schutz- und Hygienekonzept des Betreibers sind Maßnahmen zur Verhinderung von Menschenansammlungen und zur Umsetzung der allgemeinen Hygieneregeln vorzusehen.
    • Zeigt ein Selbsttest ein positives Ergebnis an, ist der betroffenen Person der Zutritt zu verweigern. Die betroffene Person sollte sich sofort absondern, alle Kontakte so weit wie möglich vermeiden und über den Hausarzt, das Gesundheitsamt oder die Rufnummer 116 117 der Kassenärztlichen Vereinigung einen Termin zur PCR-Testung vereinbaren.
  • PCR Tests: PCR-Tests können insbesondere im Rahmen der Jedermann-Testungen nach Bayerischem Testangebot in lokalen Testzentren und bei niedergelassenen Ärzten erfolgen. Über das Ergebnis wird eine Bescheinigung erstellt, die vor Besuch der Veranstaltung dem Veranstalter vorzulegen ist; der PCR-Test darf höchstens 48 Stunden vor Beginn der Veranstaltung vorgenommen worden sein.

Organisation der Tests:

  • Die Besucher sollten vorab auf geeignete Weise (ggf. beispielsweise bei Terminbuchung) auf die Notwendigkeit zur Vorlage eines negativen Testergebnisses hingewiesen werden.
  • Die Testung der Gäste kann wie folgt durchgeführt werden:
    • Im Rahmen der Bürgertestung nach der Testverordnung des Bundes (TestV) durch Schnelltests in lokalen Testzentren, bei niedergelassenen Ärzten oder in Apotheken sowie Jedermann-Testungen nach Bayerischem Testangebot in lokalen Testzentren und bei niedergelassenen Ärzten durch PCR-Tests.
    • Durch Selbsttests unter Aufsicht des Betreibers; bei positivem Selbsttest erfolgt möglichst eine gezielte Information der Betroffenen durch die Betreiber (Verweis auf Arzt ggf. notwendigem Verhalten wie Vermeidung von Kontakten, Rückkehr auf direktem Weg nach Hause, Absonderung, Nachholung PCR-Test).
    • Gemäß § 1a der 12. BayIfSMV sind geimpfte und genesene Personen vom Erfordernis des Nachweises eines negativen Testergebnisses ausgenommen. Als geimpft gelten Personen, die vollständig gegen COVID-19 mit einem in der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff geimpft sind, über einen Impfnachweis in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache oder in einem elektronischen Dokument verfügen und bei denen seit der abschließenden Impfung mindestens 14 Tage vergangen sind. Als genesen gelten Personen, die über einen Nachweis hinsichtlich des Vorliegens einer vorherigen Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache oder in einem elektronischen Dokument verfügen, wenn die zugrundeliegende Testung mittels PCR-Verfahren erfolgt ist und mindestens 28 Tage, höchstens aber sechs Monate zurückliegt. Sowohl genesene als auch geimpfte Personen dürfen keine typischen Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 aufweisen. Bei ihnen darf zudem keine aktuelle Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen sein.

Konzepte und Schulung

  • Erstellen Sie für Ihren Betrieb ein betriebliches Schutzkonzept unter Berücksichtigung von Mitarbeitern und Gästen und unter Beachtung der Rechtsverordnungen der Bundesländer und der arbeitsmedizinischen Schutz- und Vorsorgeregelungen. Die Berufsgenossenschaft BGN stellt dafür an die Corona-Pandemie angepasste branchenspezifische Muster / Vorlagen für die Gefährdungsbeurteilung und die betriebliche Pandemieplanung zur Verfügung.
  • Schulen Sie ihre Mitarbeiter (innerbetriebliche Maßnahmen) und berücksichtigen Sie dabei deren speziellen Arbeits- und Aufgabenbereich, ihre Qualifikation und sprachlichen Fähigkeiten.
  • Informieren und schulen Sie ihre Mitarbeiter über den richtigen Umgang mit Mund-Nase-Schutz und allgemeine Hygienevorschriften. Orientieren Sie sich an den Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zum Coronavirus.
  • Mitarbeiter mit akuten respiratorischen Symptomen jeglicher Schwere dürfen nicht arbeiten.

Kommunikation mit den Gästen

Kommunizieren Sie die Notwendigkeit der Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen an ihre Gäste, zum Beispiel durch den Aushang von Plakaten.

Machen Sie gegenüber Gästen, die die Vorschriften nicht einhalten, konsequent von Ihrem Hausrecht Gebrauch.

Folgende Gäste dürfen Sie nicht in Ihrer Gaststätte bewirten:

  • Personen mit Kontakt zu COVID-19 Fällen in den letzten 14 Tagen (nicht anzuwenden auf medizinisches oder pflegerisches Personal mit geschütztem Kontakt zu COVID-19-Patienten)
  • Personen mit COVI-19 assoziierten Symptomen (akute unspezifische Allgemeinsymptome, Geruchs- und Geschmacksverlust, respiratorische Symptome jeder Schwere)

Die Gäste sind vorab in geeigneter Weise über diese Ausschlusskriterien zu informieren, zum Beispiel durch einen Aushang. Sollten Gäste in einer Gastronomie während des Aufenthalts Symptome entwickeln, haben diese umgehend die Gaststätte zu verlassen.

Kontrollieren Sie die Einhaltung des betrieblichen Schutzkonzeptes durch Mitarbeiter und Gäste und ergreifen bei Verstößen entsprechende Maßnahmen.

Platzierung:

  • Bitte beachten Sie die FAQs und Hinweise zum Datenschutz bei der Gästeregistrierung veröffentlicht vom Bayerischen Landesamt für Datenschutzaufsicht.
  • Sie müssen Ihre Gäste platzieren. ( Siehe Änderung Corona-Pandemie: Hygienekonzept Gastronomie)
  • Entsprechend muss der Zugang begrenzt werden.
  • Achten Sie bei Warteschlangen auf den Mindestabstand.
  • Der haptische Kontakt der Gäste zu Bedarfsgegenständen (Speisekarte, Menagen, Tabletts, Servietten…) wird auf das Notwendige beschränkt oder so gestaltet, dass nach jeder Benutzung eine Reinigung / Auswechslung erfolgt.
  • Planen Sie die Laufwege der Gäste entsprechend.
  • Vergeben Sie Tische im Innenbereich nur nach Reservierung
    • Gruppenreservierungen für mehrere Tische sind nur dann zulässig, wenn es sich bei der Gruppe um Personen handelt, für die kein Kontaktverbot besteht.
    • Bei Spontanbesuchen werden Kontaktdaten einer Hauptperson (Namen, Personenzahl, Uhrzeit) aufgenommen, um eine Kontaktpersonenermittlung im Falle eines nachträglich identifizierten COVID-19 Falles unter Gästen oder Personal zu ermöglichen
    • Führen und verwahren Sie die Gästeliste so, dass Dritte sie nicht einsehen können. Vernichten Sie die Daten nach Ablauf eines Monats.Beachten Sie dazu die Vorlage zur Gästeregistrierung und die Informationspflichten für die Gästeregistrierung.

Reinigung und Lüftung

  • Stellen Sie Ihren Gästen und Mitarbeitern ausreichend Waschgelegenheiten, Flüssigseife, Einmalhandtücher und ggf. Händedesinfektionsmittel bereit. Mitarbeiter werden zum richtigen Händewaschen geschult. Sanitäre Einrichtungen sind mit Seifenspendern und Einmalhandtüchern auszustatten. Trockengebläse sind außer Betrieb zu nehmen, eine Ausnahme gilt für elektrische Handtrockner mit HEPA-Filter. Hier finden Sie ein Plakat zum richtigen Händewaschen zum Ausdruck und zum Aufhängen.
  • Erstellen Sie ein Reinigungskonzept nach HACCPunter Berücksichtigung der Nutzungsfrequenz von Kontaktflächen, z.B. Türgriffe.
  • Lüften Sie häufig und kräftig: Erstellen Sie ein Lüftungskonzept für Ihren Betrieb. Zur Gewährleistung eines regelmäßigen Luftaustausches ist die Lüftungsfrequenz abhängig von der Raumgröße und Nutzung zu berücksichtigen. Alle gegebenen Möglichkeiten der Durchlüftung aller Räumlichkeiten, die dem Aufenthalt von Gästen dienen, sind zu nutzen. Bei evtl. vorhandenen Lüftungsanlagen ist darauf zu achten, dass es zu keiner Erregerübertragung kommt, z.B. durch Reduzierung des Umluftanteils, Einbau bzw. häufiger Wechsel von Filtern.
  • Reinigen Sie Gästetoiletten regelmäßig. Stellen Sie sicher, dass Flüssigseife, Einmalhandtücher und ggf. Händedesinfektionsmittel und Einmalhandschuhe zur Verfügung stehen. Informieren Sie Gäste über richtiges Händewaschen und Abstandsregelungen auch im Sanitärbereich - siehe Plakat zum richtigen Händewaschen. Soweit erforderlich, wird der Zugang geregelt, um die Einhaltung des Mindestabstands sicherzustellen.
  • Der haptische Kontakt der Gäste zu Bedarfsgegenständen (Speisekarte, Menagen, Tabletts, Decken, Felle usw) wird auf das Notwendige beschränkt und so gestaltet, dass regelmäßig eine Reinigung / Auswechslung erfolgt. Die Zeitabstände der Reinigung oder Auswechslung sind in Abhängigkeit vom Verschmutzungsgrad und / oder der Häufigkeit der Benutzung festzulegen.

Selbstbedienung:

  • Selbstbedienung kann erfolgen an Bedienbuffets unter Einhaltung der örtlichen Hygienegegebenheiten aus der Gefährdungsbeurteilung.
  • Selbstbedienung ist an offenen Buffets unter folgenden Voraussetzungen möglich:
    • Gäste können verpackte Produkte selbst entnehmen
    • Gäste können offen präsentierte Speisen und Getränke entnehmen, wenn Einweg-Handschuhe oder Einweg-Vorlegebesteck verwendet werden.
    • Dabei muss der Infektionsschutz in gleicher Weise gewährleistet werden können wie bei Bedienbuffets.
    • Stellen Sie sicher, dass Geschirr und Besteck nicht durch mehrere Personen berührt werden kann.
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Gästeregistrierung (Änderungen vom 7.10.2020) und Datenschutz

Strengere Regeln bei der Gästeregistrierung

Um eine Kontaktpersonenermittlung im Falle eines nachträglich identifizierten COVID-19-Falles unter Gästen oder Personal zu ermöglichen, ist durch den Gaststättenbetreiber eine Dokumentation mit Angaben von Namen und sicherer Erreichbarkeit (Telefonnr. oder E-Mail-Adresse bzw. Anschrift)

  • einer Person je Hausstand und
  • Zeitraum des Aufenthaltes zu führen.
  • Eine Verletzung dieser Pflicht ist bußgeldbewehrt.

In erlaubnisbedürftigen Schankwirtschaften hat sich jeder Gast einzeln zu registrieren.

Plausibilitätsprüfung

  • Der Gaststättenbetreiber soll stichpunktartig überprüfen, ob die angegebenen Kontaktdaten vollständig sind und ob diese offenkundig falsche Angaben enthalten (Plausibilitätsprüfung).
  • Gegebenenfalls sind die Gäste zur Nachbesserung bzw. Korrektur aufzufordern.
  • Eine Übermittlung der Daten darf ausschließlich zum Zweck der Auskunftserteilung auf Anforderung gegenüber dem zuständigen Gesundheitsbehörden sowie in gesetzlich normierten Fällen gegenüber den Strafverfolgungsbehörden erfolgen.
  • Die Dokumentation ist so zu verwahren, dass Dritte sie nicht einsehen können und die Daten vor unbefugter und unrechtmäßiger Verarbeitung und vor unbeabsichtigtem Verlust oder unbeabsichtiger Veränderung geschützt sind. Die Daten sind nach Ablauf eines Monats zu vernichten.

Datenschutz

Bei der Datenschutzaufsicht häufen sich Beschwerden von Gästen, die sich über die datenschutzrechtlich laxe Behandlung von Gästeregistrierungen beklagen. Insbesondere geht es darum, dass häufig Listen benutzt werden, in die alle Gäste Einblick haben. Das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht kündigt für Wiederholungstäter Verwarnungen und eventuell auch Außenprüfungen an.

Was müssen Sie bei der Gästeregistrierung datenschutzrechtlich beachten?

  • Was müssen Sie registrieren?
    Kontaktdaten (Name und E-Mail-Adresse, Telefonnummer oder postalische Adresse) von einer Person eines Hausstandes
  • Wie lange müssen Sie die Daten aufbewahren?
    Einen Monat müssen Sie die Daten aufbewahren. Danach müssen sie datenschutzkonform vernichtet werden (Aktenshredder)
  • Wer bekommt die Daten?
    Die Daten dürfen nur auf Anweisung des Gesundheitsamtes zur Nachverfolgung von Infektionsketten weitergegeben werden.
  • Dürfen Sie als Gastronom die Daten weiterverwenden?
    Nein. Die Daten sind nicht für Marketingaktionen oder ähnliches zu verwenden.
  • Wie müssen Sie die Daten erheben?
    Dafür gibt es keine genaue Vorgabe. Sie können die Daten sowohl auf Papier als auch elektronisch erheben.
    Sie müssen aber sicherstellen, dass die Daten nicht von anderen Gästen eingesehen werden können. Sie dürfen beispielsweise keine Liste aller Gäste weitergeben. Entweder tragen sich die Gäste jeweils auf ein eigenes Blatt ein oder der Gastwirt übernimmt die Datenaufnahmen.
  • Wie müssen Sie die Daten aufbewahren?
    Die Daten müssen so aufbewahrt werden, dass kein Dritter sie einsehen kann. Die Registrierungsbögen dürfen also nicht offen herumliegen. Sie müssen nach Dienstschluss sicher verwahrt (eingeschlossen werden).
  • Was ist sonst noch zu beachten?
    Bei der Datenaufnahmen müssen Sie Ihre Gäste informieren, weshalb Sie die Kontaktdaten aufnehmen.

Muster zur Gästeregistrierung

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Diese Maßnahmen werden zur Wiedereröffnung empfohlen

  • Geben Sie nach Möglichkeit die Bewegungsrichtung beim Betreten und Verlassen von Tischen/Räumen vor. Markieren Sie die Abstände, die einzuhalten sind, im Zugangs- und ggf. Wartebereich.
  • Organisieren Sie Ihre betriebsinterneen Prozesse so, dass der Kontakt zum Gast auf das Nötige reduziert wird.
  • Der Abstand zwischen Servicepersonal und Gästen sollte ebenfalls 1,5 m betragen. Zur Gewährleistung des Mindestabstands zwischen Gast und Servicepersonal sind auch Abstriche im Service hinzunehmen.
  • In den Küchen wird soweit möglich zwischen den Mitarbeitern ein Abstand von mind. 1,5 Metern eingehalten. Betriebe haben die Arbeitsorganisation / Posteneinteilung so zu gestalten, dass Mindestabstände eingehalten werden, ggf. kann das Speisenangebot darauf abgestimmt werden.

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Vorbereitung der Wiedereröffnung

  • Planen Sie die Aufstellung der Tische, so dass zwischen Gästen, die nicht an einem Tisch sitzen, mindestens 1,5 Meter Abstand sind.
  • Sorgen Sie für ausreichend Mund-Nase-Masken für Ihr Personal.
  • Klären Sie Ihre Mitarbeiter über den richtigen Gebrauch der Masken auf und legen Sie fest, wie die Masken gepflegt werden müssen.
  • Sie benötigen Abtrenner, Bodenmarkierungen und ähnliches - bestellen Sie rechtzeitig.
  • Sorgen Sie für ausreichend Desinfektionsmittel
  • Richten Sie Ihr Reservierungssystem oder Ihr Reservierungsbuch auf die verminderte Anzahl an Gästen aus.
  • Informieren Sie Ihre Gäste über Ihre neuen, voraussichtlich geringeren Öffnungszeiten und die Schutzmaßnahmen.
  • Achten Sie bei der Bestellung von Lebensmitteln auf die geringe Gästeanzahl.
  • Beachten Sie die Gefährdungsbeurteilung der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN).

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Wie bereite ich den Gastraum auf die Wiedereröffnung nach Corona vor?

Im Gastraum

  • Sorgen Sie dafür, dass der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Gästen gewahrt bleibt.
    • Dazu können Sie Tische entfernen, auseinanderstellen oder nur jeden zweiten Tisch besetzen oder Markierungen abkleben. Unterstützung bei der Grobplanung leistet der Tischrechner.
    • An einem Tisch dürfen Personen sitzen, die zusammen gehören, zum Beispiel eine Familie. Maximal dürfen Mitglieder zweier Hausstände einen Tisch teilen, wenn dabei der Mindestabstand unterschritten wird.
  • Arbeiten Sie mit Reservierungen, um die Anzahl der Gäste im Gastraum unter Kontrolle zu halten.
  • Führen Sie Ihre Gästelisten so, dass Dritte sie nicht einsehen können. Bitte vernichten Sie die Daten nach Ablauf eines Monats.
  • Verzichten Sie dabei auf Begrüßung durch Händeschütteln usw.
  • Sollte es nicht möglich sein, dass Gäste sofort eintreten können, sorgen Sie durch Markierungen oder Personal dafür, dass die Wartenden den Abstand wahren.
  • Das Personal im Gastraum muss Masken tragen.
  • Achten Sie darauf, dass die Gäste auf dem Weg zum Tisch und grundsätzlich bei Bewegung im Lokal - beispielsweise auf dem Weg zu Toiletten - ebenfalls eine Mund-Nase-Bedeckung tragen.

Reinigung

  • Erhöhen Sie die Reinigungsfrequenz nicht nur in Sanitärräumen sondern überall dort, wo es viele Berührungen gibt, zum Beispiel bei Türklinken, in der Garderobe usw.

Bezahlen

  • Setzen Sie auf bargeldlose - am besten kontaktlose - Bezahlverfahren
  • Sollten Sie nicht am Tisch kassieren, sondern an der Theke, achten Sie darauf, den Abstand einzuhalten.

Kommunikation

  • Machen Sie Ihren Gästen eindeutig klar, welches Verhalten von ihnen erwartet wird.

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So nehmen Sie die Schankanlage wieder in Betrieb

Achten Sie darauf, dass Sie die Anlagen ordnungsgemäß außer Betrieb gesetzt haben:

Schankanlagen zum Ausschank aus Getränkebehältern - z.B. Bier

  • Zapfen Sie angebrochene Getränkebehälter ab und werfen Sie Restmengen weg.
  • Schankgas am Flaschenventil der Gasflasche schließen.
  • Reinigen Sie nach Möglichkeit die komplette Schankanlage einschließlich Zapfkopf und Zapfhahn. Sie sollten zumindest die komplette Schankanlage gründlich mit Wasser spülen. Entleeren Sie die Leitungen danach und füllen Sie mit karbonisiertem Wasser.
  • Reinigen Sie den gesamten Thekenbereich incl. Gläserspülgeräte, Spülbecken und Tropfwanne und lassen Sie sie trocken.
  • Bierkeller und Kühlräume sowie Kühlfächer reinigen. Sind Kühlräume und Theke leer, schalten Sie die Kühlung aus und lassen die Türen offen, ist Ware in den Kühlräumen, bitte die Kühlung einschaltet lassen und die Türen schließen.
  • Reinigen Sie Verdampfer der Kühlungen inclusive Tauwasserschalen.
  • Lassen Sie Begleitkühler und Durchlaufkühler mit Wasserkühlung weiter laufen oder schalten Sie sie erst nach Ablassen des Kühlwassers aus.

Leitungsgebundene Schankanlagen (Postmix, Wasser)

  • Reinigen Sie Postmixanlagen
  • Schließen Sie Wasserzufuhr und Wasserhahn
  • Schließen Sie die Kohlensäure am Flaschenventil
  • Lassen Sie die Kühlung weiterlaufen und schalten nicht aus.
  • Bringen Sie den Hinweis "Außer Betrieb" an.

So nehmen Sie Schankanlagen nach einer mehrwöchtigen Betriebsunterbrechung wieder in Betrieb

Schankanlagen zum Ausschank aus Getränkebehältern, z.B. Bier

  • Nehmen Sie abgeschaltete Kühlungen von Bierkellern und Theke frühzeitig in Betrieb und kühlen die Ware vor, mindestens 2 Tage
  • Füllen Sie Begleitkühlungen oder Durchlaufkühler wieder mit Wasser auf und kühlen mit genügend Vorlaufzeit herunter und prüfen die Temperaturen.
  • Reinigen Sie vor Inbetriebnahme die Getränkeschankanlage einschließlich Zapfkopf und Zapfhahn chemisch-mechanisch. Nehmen Sie zuvor die Trinkwasser-Installation wieder in Betrieb
  • Öffnen Sie das Schankgas am Flaschenventil und kontrollieren anschließend die Dichtigkeit.
  • prüfen Sie den Schutz vor gefährlicher Schankgaskonzentration (Gaswarnanalge, Lüftung)
  • Schließen Sie frische und volle Getränkebehälter an, prüfen Sie das Mindesthaltbarkeitsdatum.
  • Prüfen Sie Aussehen, Geschmack und Temperatur der Getränke, ehe Sie an Gäste ausschenken.
  • Reinigen und desinifzieren Sie die Thekenoberflächen.

Leitungsgebundene Schankanlagen (Postmix, Wasser)

  • Nehmen Sie die Trinkwasser-Installation wieder in Betrieb. Empfehlung: Öffnen Sie die Entnahmestellen vollständig und lassen das Wasser bis zur Temperaturkonstanz abfließen.

Schankanlage

  • Reinigen Sie die Schankanlage vor Inbetriebnahme chemisch.
  • Erneuern bzw. tauschen Sie den Wasserfilter
  • Öffnen Sie Wasserzulauf bzw.Wasserhahn.
  • Öffnen Sie Kohlensäure am Flaschenventil und prüfen Sie die Dichtigkeit
  • Prüfen Sie den Schutz vor gefährlicher Schankgaskonzentration (Gaswarnanlage, Lüftung)
  • Prüfen Sie Geschmack, Geruch und Temperatur vor dem Ausschank.

Wichtig:

  • Bevor Sie die Schankanlage wieder in Betrieb nehmen, ist eine chemisch-mechanische Reinigung zwingend erforderlich. Lediglich Spülen der Schankanlage mit Wasser oder direktes Anzapfen ist nicht ausreichend und zulässig.
  • Getränkebehälter, die vor der Betriebsunterbrechnung bereits angezapft waren, dürfen nicht mehr angezapft werden.
  • Getränke aus Ausschanktanks sollte der Getränkehersteller vor Wiederinbetriebnahme auf möglichen Weiterausschank prüfen.
  • Zu guter Letzt: Eine sensorische Prüfung der Getränke, ehe sie dem Gast ausgeschenkt werden, ist unerlässlich.


Beachten Sie das Schaubild zur Wiederinbetriebnahme einer Schankanlage der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe.

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Worauf ist in Sanitärräumen zu beachten?

  • Sorgen Sie dafür, dass auch in den Sanitärräumen Abstand gehalten wird, zum Beispiel durch Bodenmarkierungen oder Personal, das den Zugang ggf. beschränkt.
  • Sorgen Sie für ausreichend Seife und Einmalhandtüchern.
  • Leeren Sie die Abfallbehälter für die Einmalhandtücher regelmäßig.
  • Reinigen Sie Armaturen, Türgriffe etc. mehrmals am Tag.
  • Achten Sie darauf, dass auch Ihr Reinigungspersonal eine Maske trägt.
  • Achten Sie darauf, dass auch Ihre Gäste in den Sanitärräumen Masken tragen.

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Was sollten meine Mitarbeiter wissen?

  • Machen Sie Ihr Personal regelmäßig mit den Hygienevorschriften für das Gastgewerbe vertraut. Dokumentieren Sie die Belehrung Ihrer Mitarbeiter. Ein Muster dafür gibt es beim DEHOGA. Das Muster liegt auch in englischer Sprache vor.
  • Informieren Sie Ihr Personal über die Abstandsregeln.
  • Sorgen Sie dafür, dass Ihr Servicepersonal Masken trägt. Für die Küche kann ebenfalls eine Maskenpflicht kommen, sofern der Abstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.
  • Achten Sie auf die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter. Kranke Mitarbeiter müssen auf jeden Fall zu Hause bleiben.
  • Teilen Sie Ihre Mitarbeiter nach Möglichkeit in feste Teams ein, so dass im Infektionsfall nicht das gesamte Team ausfällt.
  • Sorgen Sie dafür, dass Personal für die zusätzlichen Reinigungsarbeiten vorhanden ist.
  • Sollten sich bei einem Mitarbeiter oder einer Mitarbeiterin Symptome von Covid-19 zeigen, schalten Sie bitte sofort das Gesundheitsamt ein.

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Was sollten meine Gäste wissen?

Achten Sie darauf, dass Ihre Gäste erfahren, wann und wie Sie geöffnet haben. Vertrauen Sie nicht darauf, dass die Gäste von alleine kommen. Halten Sie Ihre Website Up-to-Date, nutzen Sie Ihre Social Media Kanäle, verteilen Sie Handzettel oder schalten Anzeigen in Ihren örtlichen Medien.

Ihre Gäste sind mit verantwortlich dafür, die Ausbreitung des Virus weiter einzudämmen. Deshalb ist es wichtig:

  • Ihre Gäste müssen reservieren.
  • Sie sollen die Gaststätte mit FFP2-Maske betreten und diese auch abseits des Tisches grundsätzlich tragen,
  • Gäste aus mehreren Hausständen, die an einem Tisch sitzen wollen - bitte Kontaktbeschränkungen beachten - benötigen einen negativen Corona-Test oder den Nachweis einer vollständigen Impfung oder Genesung.
    • Bitte beachten: Personen mit komplettem Impfschutz oder Genesung werden bei den Kontaktbeschränkungen nicht mitgezählt.
  • sich an die Anweisungen des Personal halten,
  • bei der Begrüßung auf Händeschütteln verzichten,
  • nur gesund die Gaststätte betreten,
  • die Hände sorgfältig waschen und die Niesetiquette einhalten
  • und bargeldlos, am besten kontaktlos bezahlen.

Zum Download:

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