IHK Ratgeber

Elektronisches Ursprungszeugnis (eUZ)

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Unternehmen haben die Möglichkeit, Ursprungszeugnisse und andere Außenwirtschaftsdokumente – zum Beispiel Handelsrechnungen – online zu beantragen. Die Dokumente werden durch die IHK in der Regel am selben Tag bewilligt. Anschließend können sie im Unternehmen mit IHK-Siegel ausgedruckt und sofort weiterverwendet werden!

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5 gute Gründe für die elektronischen Beantragung von Exportdokumenten

Es gibt viele gute Gründe Ursprungszeugnisse und sonstige dem Wirtschaftsverkehr dienenden Bescheinigungen online zu beantragen. Die wichtigsten Vorteile sind:

  • im Regelfall innerhalb eines Werktages: Beantragung, Bewilligung und Bereitstellung zum Download
  • Änderungen/Korrekturen unkompliziert elektronisch erledigen
  • Vorlagen bequem im Nutzerprofil speichern
  • keine Postwege oder Botengänge
  • keine Extra-Ausstellungsgebühr

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Ablauf beim elektronischen Ursprungszeugnis

Der Weg zum elektronischen Ursprungszeugnis

Wenn Unternehmen Ursprungszeugnisse und sonstige Exportdokumente elektronisch beantragen wollen, schreiben Sie uns eine

  • E-Mail an: exportdokumente@muenchen.ihk.de, Betreff "eUZ", und benennen Sie uns den sog. UZ-Admin aus Ihrem Unternehmen.
  • Der UZ-Admin
    • legt eigenverantwortlich die Nutzer für Ihr Unternehmen in der Anwendung an und bestimmt den Umfang ihrer Zugriffsrechte;
    • ist erster Ansprechpartner der IHK und Empfänger des Gebührenbescheides.

Alle Informationen für den UZ-Admin finden Sie auch hier.

Falls Sie noch keine Formulare ohne eingetragene Nummer haben und über die IHK gleich bestellen möchten, können Sie dies gerne tun; bitte geben Sie uns dazu die gewünschte Stückzahl (Originale / Kopien) bekannt. exportdokumente@muenchen.ihk.de

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Aktuelle Hinweise zur elektronischen Beantragung von Exportdokumenten

  • Elektronisch ausgestellte UZ und bescheinigte Dokumente werden im Ausland in der Regel anerkannt. Ausnahmen können z.B. die Länder Ägypten und Katar sein (im Zweifelfall empfiehlt sich immer die Rücksprache mit dem Kunden). Auch das Bundesverwaltungsamt (Irak) besteht auf von der IHK im Original unterschriebene Dokumente.
  • Wenn Unternehmen die eUZ-Anwendung nutzen, haben sie auch weiterhin die Möglichkeit, Ursprungszeugnisse und Handelspapiere in Papierform zu beantragen.
  • Zu bescheinigende Dokumente müssen im PDF-Format hochgeladen werden. Auch bei den Nachweisen empfiehlt es sich, das PDF-Format zu nutzen, denn PDF-Formate können deutlich schneller bearbeitet werden. Maximale Datei-Uploadgröße: 10 MB
  • Beim eUZ werden UZ-Formulare ohne eingedruckte Nummer verwendet, diese können bei Formularverlagen oder der IHK (exportdokumente@muenchen.ihk.de, Betreff "UZ-Formulare") bestellt werden.
  • Wenn auf der Rückseite des UZs vom Zielland vorgeschriebene Texte stehen, beachten Sie bitte, dass diese nach dem Ausdruck im Unternehmen händisch um Datum und Unterschrift ergänzt werden müssen. Andernfalls kann das UZ von den Zollbehörden im Zielland abgewiesen werden
  • Nutzer der eUZ-Anwendung erhalten einen Gebührenbescheid. Eine detaillierte Übersicht kann sich der Nutzer über den Statistik-Bereich im eUZ ansehen. Gebührenmarken werden auf dem eUZ nicht angebracht.
  • Die Darstellung des eUZ kann browserbasierend variieren.
  • Bei der elektronischen Beantragung von Ursprungszeugnissen über Dienstleister sollte berücksichtigt werden, dass diese auf alle Vorgänge, die in der elektronischen Anwendung erfasst sind, vollständigen Zugriff haben.

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Technische Voraussetzungen für das elektronische Ursprungszeugnis

  • Windows-Betriebssystem (ab Windows 7)
  • Arbeitsspeicher: 2 GB (empfohlen 4 GB)
  • u.a.

Nähere Informationen zu den Voraussetzungen sowie Antworten auf technische Fragen zum eUZ erhalten Sie zudem auf der Homepage der IHK Gesellschaft für Informationsverarbeitung mbH (GfI). Gerne kontaktieren Sie diese auch direkt:

Supportcenter der IHK-GfI mbH
0231 9746-4477
0231 9746-463892 (Fax)
euzweb.support@gfi.ihk.de

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Aktuelle Hinweise zum Ursprungszeugnis (Zielland Türkei)

Die türkische Regierung hat zum 24.05.2019 die Exporteurserklärung (Exporter’s Declaration) abgeschafft. Ab sofort ist im Warenverkehr EU – Türkei die Vorlage eines IHK-bescheinigten Ursprungszeugnisses für eine Vielzahl an Zolltarifnummern zusätzlich zur A.TR. verpflichtend, um Zusatzölle zu vermeiden.

Des weiteren ist seit dem 27.05.2019 für präferenzbegünstigte Waren mit Ursprung in der Pan-Euro-Med-Zone, die auch die Länder der EU beinhaltet, eine Lieferantenerklärung EU – Türkei verpflichtend, um Zusatzzölle bei der Einfuhr in die Türkei zu vermeiden.

Die IHK für München und Oberbayern empfiehlt, bei jeder Warenlieferung aus der EU in die Türkei neben der Warenverkehrsbescheinigung A.TR. immer ein Ursprungszeugnis und eine Lieferantenerklärung EU – Türkei beizugeben.

Weitere Informationen zum Warenverkehr mit der Türkei und eine Vorlage der Lieferantenerklärung EU – Türkei

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