IHK Ratgeber

Ursprungszeugnis

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Die Behörden vieler Staaten verlangen, dass die Waren, die in ihr Hoheitsgebiet eingeführt werden sollen, von Ursprungszeugnissen oder bescheinigten Handelsrechnungen begleitet sind. Die IHK stellt die notwendigen Dokumente aus.

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Ursprungszeugnis - Beantragung bei der IHK

Unternehmen reichen Anträge auf Ausstellung eines Ursprungszeugnisses und andere dem Außenwirtschaftsverkehr dienenden Bescheinigungen standardmäßig elektronisch ein. Sie haben jedoch grundsätzlich zwei verschiedene Möglichkeiten, Anträge auf Ursprungszeugnisse und andere Außenwirtschaftsdokumente bei der IHK für München und Oberbayern einzureichen:

  • Elektronisch: Anträge für UZ und sonstige Bescheinigungen online digital einreichen und im Unternehmen drucken.
  • Analog: Papieranträge können persönlich vor Ort oder per Post eingereicht werden.

Ursprungszeugnis digital beantragen und fertig im Unternehmen drucken

Elektronisches Ursprungszeugnis (eUZ)

Ursprungszeugnisse und andere Außenwirtschaftsdokumente – zum Beispiel Handelsrechnungen – können Sie online beantragen (elektronsiches Ursprungszeugnis - eUZ). Die Dokumente werden bei digitaler Beantragung durch die IHK in der Regel am selben Tag bewilligt. Anschließend können sie im Unternehmen mit IHK-Siegel fertig ausgedruckt und sofort weiterverwendet werden!

Registrierung zum elektronischen Ursprungszeugnis (eUZ)

Aktuelle Hinweise zur Beantragung von Exportdokumenten

Durch die Abschaffung der Gebührenmarke bekommen Sie auch für Ihre analog eingereichten UZ und Exportbescheinigungen monatlich per Post einen Gebührenbescheid zugestellt. Diesen Gebührenbescheid erhalten Sie als Sammelfaktura. Benötigen Sie eine detaillierte Einzelauflistung der Positionen im Gebührenbescheid, so nutzen Sie am besten das elektronische Ursprungszeugnis, wo sie Ihre komplette Statistik einsehen können. Sonst kontaktieren Sie uns bitte unter exportdokumente@muenchen.ihk.de.

Aktuelle Hinweise zum Ursprungszeugnis (Zielland Türkei)

Die türkische Regierung hat zum 24.05.2019 die Exporteurserklärung (Exporter’s Declaration) abgeschafft. Ab sofort ist im Warenverkehr EU – Türkei die Vorlage eines IHK-bescheinigten Ursprungszeugnisses für eine Vielzahl an Zolltarifnummern zusätzlich zur A.TR. verpflichtend, um Zusatzölle zu vermeiden.

Des weiteren ist seit dem 27.05.2019 für präferenzbegünstigte Waren mit Ursprung in der Pan-Euro-Med-Zone, die auch die Länder der EU beinhaltet, eine Lieferantenerklärung EU – Türkei verpflichtend, um Zusatzzölle bei der Einfuhr in die Türkei zu vermeiden.

Die IHK für München und Oberbayern empfiehlt, bei jeder Warenlieferung aus der EU in die Türkei neben der Warenverkehrsbescheinigung A.TR. immer ein Ursprungszeugnis und eine Lieferantenerklärung EU – Türkei beizugeben.

Weitere Informationen zum Warenverkehr mit der Türkei und eine Vorlage der Lieferantenerklärung EU – Türkei

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Ursprungszeugnisse und der nichtpräferenzielle Warenursprung

Die Behörden vieler Staaten verlangen, dass die Waren, die in ihr Hoheitsgebiet eingeführt werden sollen, von Ursprungszeugnissen oder bescheinigten Handelsrechnungen begleitet sind. Diese Dokumente werden aus sehr unterschiedlichen Gründen gefordert; sie spielen eine Rolle bei der Anwendung von Vorzugszöllen und Antidumping-Maßnahmen oder dienen der Preiskontrolle, der Überwachung von mengenmäßigen Einfuhrbeschränkungen und ähnlichen Zwecken.

Ursprungszeugnisse weisen den nichtpräferenziellen Ursprung einer Ware nach und sind öffentliche Urkunden. Maßgebend für die Bestimmung dieses Ursprungs der Waren in der EU sind die Vorschriften des Unionszollkodex (UZK, VO (EU) Nr. 952/2013) und der dazugehörigen Durchführungsvorschriften (Delegierte Verodnung (EU) Nr. 2015/2446 und Durchführungsverodnung (EU) Nr. 2015/2447) - in der jeweils gültigen Fassung.

Artikel 60 UZK - (Grundregeln des Ursprungserwerbs)

  • (1) Waren, die in einem einzigen Land oder Gebiet vollständig gewonnen oder hergestellt worden sind, gelten als Ursprungswaren dieses Landes oder Gebiets.
  • (2) Waren, an deren Herstellung mehr als ein Land oder Gebiet beteiligt ist, gelten als Ursprungswaren des Landes oder Gebiets, in dem sie der letzten wesentlichen, wirtschaftlich gerechtfertigten Be- oder Verarbeitung unterzogen wurden, die in einem dazu eingerichteten Unternehmen vorgenommen wurde und zur Herstellung eines neuen Erzeugnisses geführt hat oder eine bedeutende Herstellungsstufe darstellt.

Ursprungszeugnisse werden aus unterschiedlichen Gründen gefordert: Sie spielen eine Rolle bei der Anwendung von Vorzugszöllen und bei Antidumping-Maßnahmen oder dienen der Preiskontrolle, der Überwachung von mengenmäßigen Einfuhrbeschränkungen und ähnlichen Zwecken. Die Ausstellung von Ursprungszeugnissen und anderen dem Wirtschaftsverkehr dienenden Bescheinigungen (z..B. Handelsrechnungen, Visaanträge und Freiverkehrsbescheinigungen) obliegt den Industrie- und Handelskammern.

Um den nichtpräferenziellen europäischen/deutschen Ursprung an einen deutschen Kunden auszustellen, stellt die Erklärung-IHK ggf. eine Alternative dar.

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Urspungszeugnisse beantragen - Schritt für Schritt

Der Antrag auf ein Ursprungszeugnis wird bei der IHK vorgelegt, die örtlich und sachlich zuständig ist, also bei der IHK, in deren Kammerbezirk das antragstellende Unternehmen seinen Sitz hat. Lässt sich der Antragsteller durch einen Dritten vertreten (z.B. durch Speditionen, Banken oder Zollagenten), ändert sich die örtliche Zuständigkeit dadurch nicht. IHK Finder

Ausstellungsgebühren

Gebührensätze für Ursprungzeugnisse und anderen dem Außenwirtschaftsverkehr dienenden Bescheinigungen:

  • 8,00 EUR für das Original (inkl. 2 Kopien)
  • 2,00 EUR für jede weitere Kopie (elektronisch sind alle Kopien gebührenfrei)

Abschaffung der Gebührenmarke - monatlicher Gebührenbescheid ab 01.01.2020

  • Ab dem 01.01.2020 werden keine Gebührenmarken auf Ursprungszeugnissen und sonstigen dem Wirtschaftsverkehr dienenden Bescheinigungen mehr angebracht. Unternehmen erhalten stattdessen ganz bequem einen monatlichen Gebührenbescheid!
  • Hinweis: Das Fehlen der Gebührenmarke beeinflusst nicht die Akzeptanz des Ursprungszeugnisses im Ausland. (Bei der elektronischen Beantragung wurde die Gebührenmarke bereits zum 01.01.2019 eingestellt.)
  • Eine Rückgabe nicht verbrauchter Gebührenmarken ist möglich. Bitte wenden Sie sich dafür formlos unter Angabe des letzten Gebührenbescheids an exportdokumente@muenchen.ihk.de.

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Bescheinigungsstelle für Exportdokumente

Die Bescheinigungsstelle für Exportdokumente der IHK für München und Oberbayern finden Sie hier:

IHK für München und Oberbayern
Max-Joseph-Straße 2
80333 München

Öffnungszeiten:

  • Mo - Do: 08.30 bis 16.00 Uhr
  • Fr: 08.30 bis 14.00 Uhr

Zum elektronsichen Ursprungszeugnis (eUZ)

Mehr über den IHK Service beim Ursprungszeugnis (z.B. Kontaktdaten, Ausstellungsgebühr)

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