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Die Entsendung von Mitarbeitern kann sich als schwierig erweisen. Was gilt es zu beachten?

Europa vernetzt Entsendung von Dienstleistungen
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Aufträge im Ausland können gewinnbringend sein. Dazu ist es notwendig, die eigenen Mitarbeiter zu entsenden. Welche bürokratischen Hürden es gibt und welche gesetzliche Lage im jeweiligen Land beachtet werden muss, erfahren Sie in unserem Dienstleistungskompass.

Verschärfte Meldepflichten bei der Auslandsentsendung

Einige Staaten der EU und des EWR haben die Meldepflichten für Dienstreisen und Auslandsentsendungen verschärft. Wer sich nicht daran hält, muss mit Bußgeldern rechnen.

Wann ist eine Entsendung oder Dienstreise meldepflichtig?

Es reicht zum Beispiel in der Schweiz schon, wenn ein Mitarbeiter im Vertrieb für einen Tag in die Schweiz geschickt wird. Es wird dabei an der Grenze sowohl bei Ein- als auch Ausreise kontrolliert und bei Ausreise die Meldebescheinigung verlangt. Wer sie nicht vorweisen kann, verstößt gegen die Arbeitsschutzbestimmungen.

Die Auflagen sind von Staat zu Staat unterschiedlich. So gibt es häufig Ausnahmen, beispielsweise für das Transportgewerbe. Auch wie eine Meldebescheinigung beantragt wird, ist je nach Land unterschiedlich. Sprachliche Hürden kommen noch dazu.

Die Bußgelder sind sehr unterschiedlich und reichen von Luxemburg, wo sie zwischen 1.000 und 5.000 Euro betragen bis Deutschland - dort kann das Bußgeld für Verstöße bei der Meldepflicht bei Auslandsentsendung 20.000 Euro betragen. Bei der Entsendung von Mitarbeitern ins Ausland ist auch der dort geltende Mindestlohn zu beachten.

Entsendung ins europäische Ausland

Hat ein Unternehmer einen Auftrag im Ausland erhalten und muss seine Mitarbeiter dafür ins Ausland schicken, nennt man das Entsendung. Die Entsendung von Mitarbeiter zeichnet sich durch gewisse Besonderheiten in der Rechtslage aus. Auch wenn durch die Errichtung des Euro-Raums sehr viel Bürokratie weggefallen ist, müssen immer noch nationale Gesetze beachtet werden.

Zudem gibt es noch einige Länder in Europa, die nicht Mitglied in der Europäischen Union sind, aber sich durch Assoziierungsabkommen dem Euro-Raum wirtschaftlich weit angenähert haben. Es bleibt also nicht aus, sich über die Gegebenheiten in dem jeweiligen Land zu informieren.

Alle Informationen auf einen Blick

Mit dem Dienstleistungskompass finden Sie alle relevanten Informationen zur Entsendung von Mitarbeitern in das europäische Ausland. Das Portal gliedert sich in zwei Teilbereiche. In "Grundlagen" und "Länder".

Bei den Grundlagen erfahren Sie alles, was Sie wissen müssen, um einen Mitarbeiter ins Ausland entsenden zu können. Von der Auswirkung auf das Vertragsverhältnis über die soziale Absicherung bis hin zur Umsatzsteuer. All dies ist bei jeder Entsendung zu beachten. So findet in der Regel bei kürzeren Entsendungen der Mitarbeiter das deutsche Arbeitnehmerrecht Anwendung, während ab einem gewissen Zeitraum das Arbeitsrecht des Landes gilt, in das der Mitarbeiter entsendet wurde.

Bei den Ländern finden Sie alle Informationen, die für Sie als Arbeitgeber relevant sind. Die Besonderheiten der einzelnen Länder werden dort aufgelistet. Haben Sie einen Auftrag in einem europäischen Land, lohnt es sich, die dortigen Informationen abzurufen.