IHK Ratgeber

Geschäftsideen entdecken und Existenzgründer werden

Smiling mature manager pointing at sticky notes on a glass wall while brainstorming with his diverse team in a modern office
© langstrup

Viele Arbeitnehmer träumen davon, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Sie möchten ihr eigener Chef werden, dem Alltagstrott entfliehen und eigene Wege beschreiten. Gehören Sie zu denen, die etwas wagen und Ihre Träume in der Realität leben möchten? Mit der passenden Geschäftsidee machen Sie sich haupt- oder nebenberuflich selbstständig.

Inhalt

Ist Ihre Geschäftsidee für die Selbstständigkeit marktfähig?

Viele angehende Gründer geraten in den ersten Tagen oder Wochen nach einer vermeintlich zündenden Geschäftsidee geradezu in Euphorie. Sie sehen die Möglichkeiten durch eine rosarote Brille und entwickeln den Anfangsgedanken weiter, ohne an Schwierigkeiten wie fehlendes Startkapital oder mangelnde Nachfrage zu denken. Wenn Sie eine vermeintlich brillante Geschäftsidee haben, versuchen Sie, die Erfolgsaussichten anhand verschiedener Kriterien zu bewerten. Stellen Sie sich unter anderem folgende Fragen:

  • Wie überzeugt sind Sie selbst von Ihrem Geschäftsmodell? Nur der, der für seine Ideen brennt, kann andere begeistern.
  • Erregt Ihre Dienstleistungs- oder Produktidee sofort die positive Aufmerksamkeit von Kunden, wenn sie davon erfahren? Haben Sie Ihre Geschäftsidee auch ihrer persönlichen Vertrauensperson oder einem Freund vorgestellt?
  • Hat Ihre Geschäftsidee das Potenzial, die nationalen oder internationalen Märkte zu erobern, oder bleibt das Angebot lokal begrenzt?
  • Geschäftsideen mit Alleinstellungsmerkmal sind besonders selten. Wären Sie der alleinige Anbieter oder gibt es bereits Anbieter mit ähnlichen Konzepten?
  • Wie viel Zeit benötigen Sie, um Ihren Traum von der Selbstständigkeit umzusetzen? Können Sie innerhalb weniger Wochen oder Monate starten oder sind Jahre der Entwicklung nötig?
  • Viele Unternehmer erzielen einen nicht unerheblichen Anteil am Umsatz mit Produkten oder Dienstleistungen, die sie passend zum eigentlichen Produkt anbieten. Erlaubt Ihre Geschäftsidee sogenanntes Up- oder Cross-Selling?
  • Wie hoch ist das Risiko, dass Sie nur kleine Gewinne generieren oder gar Verluste ausgleichen müssen?
  • Sind Sie mit Ihrem Geschäftsmodell abhängig von nur einem oder wenigen Kunden? Dann ist das Risiko hoch, dass kleinere Umsatzeinbrüche aufseiten des Partners zu Ihrer Pleite führen.
  • Funktioniert Ihre Geschäftsidee auch ohne Sie als Gründer und bietet die Möglichkeiten zum Verkauf an einen Investor?
  • Entsprechen die Anforderungen an die Umsetzung Ihrer Geschäftsidee Ihren persönlichen Stärken?
  • Verfügen Sie über ein Netzwerk, das Sie für Ihre Geschäftsidee nutzen können (z. B. Lieferanten, Kundenstamm oder Geschäftspartner)?
  • Freuen Sie sich auf die Aufgaben, die die Unternehmensgründung nach dieser Geschäftsidee mit sich bringt?
  • Welche Kaufkraft muss die Zielgruppe haben? Ideal sind Dienstleistungen oder Produkte, die in verschiedenen Ausführungen und damit Preisklassen angeboten werden können.
  • Ohne Marketing im Internet bleibt der Erfolg von Existenzgründern heutzutage aus. Gibt es gute Keywords, die Nutzer von Suchmaschinen zu Ihrem Angebot bringen?

Geschäftsideen lassen sich entwickeln

Eine gute Geschäftsidee ist tragfähig und passt zu Ihnen, aber Geschäftsideen machen noch keinen erfolgreichen Gründer.. Deshalb sollten Geschäftsideen selbst entwickelt werden. Das stellt sicher, dass Sie Ihr Potenzial voll ausschöpfen und hinter Ihrem Konzept stehen. Nutzen Sie verschiedene Kreativitätstechniken oder die bewährte Produkt-Markt-Matrix nach Ansoff, um strategisch neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. In einem Gründerseminar erhalten Sie einen umfassenden Überblick über die Möglichkeiten. Melden Sie sich hier für eine Informationsveranstaltung im Gründerbüro München an.

Sind Sie bereit, Ihre Geschäftsidee zu verwirklichen?

Bevor Sie beim Gewerbeamt eine Tätigkeit anmelden oder als Freiberufler eine Steuernummer beim Finanzamt beantragen, überlegen Sie gut, ob Sie alles rund um die Unternehmensgründung bedacht haben. Die folgenden Fragen unterstützen Sie dabei, keinen wichtigen Punkt zu vergessen:

  • Schätzen Sie die Risiken Ihrer Geschäftsidee richtig ein?
  • Haben Sie das nötige Startkapital realistisch berechnet?
  • Ist der Businessplan erstellt und zeigt dieser Ihre persönlichen und fachlichen Qualifikationen sowie Ihr Gründungskonzept deutlich auf?
  • Wissen Sie, welche Nachweise, Genehmigungen und Zulassungen Sie benötigen (z. B. Meisterbrief, Gastwirteunterrichtung der IHK etc.)?
  • Haben Sie die private und unternehmerische Absicherung (Krankenversicherung, Altersvorsorge, Betriebs-Haftpflichtversicherung etc.) bedacht?
  • Steht das erforderliche Kapital aus eigenen Mitteln bereit oder benötigen Sie eine Finanzierung? Welche Finanzierungsmöglichkeiten können Sie nutzen (Gründungszuschuss, Förderkredit u. Ä.)?
  • Kennen Sie Ihre (steuer-)rechtlichen Pflichten?
  • Bestehen Negativeinträge bei Wirtschaftsauskunfteien (z. B. SCHUFA) oder in amtlichen Verzeichnissen (Schuldnerverzeichnis oder Führungszeugnis)?
  • Besteht noch Beratungsbedarf?

Wer die persönlichen und fachlichen Qualifikationen erfüllt und den Schritt in die Selbstständigkeit sorgfältig vorbereitet, hat die Chance, mit seiner Geschäftsidee erfolgreich zu werden.

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Sind Sie ein Unternehmertyp?

Eine brillante Geschäftsidee ist nicht alles – als Gründer benötigen Sie auch persönlich das passende Rüstzeug. Dazu zählen neben Fachkenntnissen oder die Fähigkeit und Bereitschaft, diese zu erwerben wie auch persönliche Eigenschaften. Analysieren Sie vor der Existenzgründung, welche Ihrer Eigenschaften stark und eher schwach ausgebildet sind. Seien Sie bei der Selbstbeurteilung realistisch. Schwächen sind kein Makel, wenn Sie diese erkennen und aktiv ausgleichen können. Stellen Sie sich unter anderem folgenden Fragen:

  • Wie hoch ist Ihre Belastbarkeit?
  • Sind Sie risikobereit?
  • Wie stark ausgeprägt ist Ihr Ehrgeiz?
  • Übernehmen Sie gern Verantwortung?
  • Können Sie sich gut selbst motivieren?
  • Sind Sie emotional stabil?
  • Steht Ihre Familie hinter Ihnen?
  • Beweisen Sie Führungsstärke?
  • Bringen Sie die erforderlichen fachlichen Qualifikationen mit?

Eine selbstständige Tätigkeit als Unternehmer oder Freiberufler kann sehr erfüllend sein. Sie können in den ersten Jahren aber unter Umständen ein starkes Durchhaltevermögen benötigen und viel Zeit und Geld investieren müssen, bevor sich der wirtschaftliche Erfolg einstellt.

Dieser Unternehmertyp-Test hilft Ihnen bei der Analyse[B1] .

Besitzen Sie die erforderlichen fachlichen Qualifikationen für die Umsetzung Ihres Geschäftsmodells?

Neben Ihren persönlichen Eigenschaften nehmen Ihre Qualifikationen einen großen Einfluss auf den Erfolg oder Misserfolg Ihrer Geschäftsidee. Besonders wichtig sind folgende Punkte:

  • Berufserfahrung und Qualifikation: Kunden, Banken und Investoren erwarten einen Gründer, der weiß, was er tut. Daher ist es empfehlenswert, die Branche, in der Sie Ihre Geschäftsidee ansiedeln, genau zu kennen. Bestehen in diesem Bereich Schwächen, sollten Sie in Erwägung ziehen, sich vor der Existenzgründung entsprechend weiterzubilden, die Gründung mit erfahrenen Partnern gemeinsam vorzunehmen oder sich für ein anderes Geschäftskonzept zu entscheiden.
  • Entscheidungskompetenzen und Führungsqualitäten: Als Inhaber eines Unternehmens müssen Sie auf Veränderungen am Markt reagieren. Sie müssen in der Lage sein, qualifizierte Entscheidungen allein zu treffen, und Ihren Mitarbeitern Ihre Wünsche und Vorstellungen vermitteln. Geschickt ist es, wenn Sie Ihre Mitarbeiter am Entscheidungsprozess beteiligen. Das sorgt für Vertrauen und Transparenz und steigert die Loyalität und die Leistungsbereitschaft.
  • Kaufmännisches Basiswissen: Als Selbstständiger gehören Arbeiten wie die Buchführung oder die Kostenrechnung zu Ihrem Alltag. Ebenso entscheiden Sie allein über die Preisgestaltung Ihrer Produkte oder Dienstleistungen. Falls Ihnen hier die nötigen Kenntnisse fehlen, nutzen Sie die Möglichkeit, sich weiterzubilden, bevor Sie mit Ihrer Geschäftsidee ein Unternehmen gründen.

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Risiken minimieren: Unternehmensgründung im Franchise-System

Dass Franchise-Systeme funktionieren, zeigen die großen Fast-Food-Ketten. Angebote zum Franchising gibt es mittlerweile von A wie Autovermietung bis Z wie Zahnarztpraxis. Für Gründer bieten Franchise-Systeme durchaus Vorteile. Sie erhalten Zugang zu einer bereits bewährten Geschäftsidee und profitieren von einer am Markt eingeführten Marke. Zudem unterstützt der Franchise-Geber Sie als Existenzgründer mit Wissen, Zugang zu einer erprobten Ausstattung und beliefert Sie mit den nötigen Produkten. Die Wahrscheinlichkeit, mit der Unternehmensgründung zu scheitern, ist bei Franchise-Nehmern geringer als bei Selbstständigen, die ihre eigene Geschäftsidee selbst vermarkten. Allerdings hat das Franchise-System auch einen Preis. Sie sind an einen Anbieter gebunden, dürfen viele Entscheidungen nicht frei treffen und beteiligen den Franchise-Geber an Ihrem Umsatz. Damit das System für beide Parteien funktioniert, sind zwei Faktoren entscheidend:

  • Das Franchise-System muss Ihre Wünsche und Vorstellungen der unternehmerischen Tätigkeit möglichst weitgehend erfüllen.
  • Ihre Fähigkeiten, Qualifikationen und Ansprüche müssen den Vorstellungen und Anforderungen des Franchise-Gebers entsprechen.

Nur wenn beide Seiten profitieren, ist das Franchising erfolgreich.

Vorteile und Nachteile des Franchising

Beim Franchising genießen Sie viele Vorteile, dazu gehören unter anderen folgende:

  • minimiertes Risiko
  • leichter Einstieg durch fertiges Konzept und oft eine schlüsselfertige Betriebsstätte
  • bewährtes Sortiment an Produkten und/oder Dienstleistungen
  • Unterstützung bei der Standortanalyse und der Standortwahl
  • Schulungen, die das nötige Fachwissen vermitteln und aktuell halten
  • Einkaufsvorteile
  • Kostenvorteile
  • gemeinsames Marketing, professionelle Werbung
  • leichter Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten

Diesen starken Vorteilen stehen nur wenige Nachteile gegenüber:

  • Unter den vielen Anbietern ist es schwer, den passenden Partner zu finden.
  • Als Franchise-Nehmer sind Sie abhängig von den Geschäftsentscheidungen des Vertragspartners und nehmen nur wenig Einfluss auf diese.
  • Franchising ist eine langfristige Bindung, Kündigungen des Vertrags sind nur schwer möglich.

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Wie lässt sich eine Geschäftsidee testen?‎

Sie glauben, dass Sie eine geniale Geschäftsidee haben? Sie können Ihr Geschäftskonzept im Rahmen einer selbst gestarteten Crowdfunding Initiative testen. Mit dem Test Ihrer Geschäftsidee schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie erhalten eine aussagenkräftige Rückmeldung von fremden Menschen unterschiedlichster Herkunft und Bildung und Sie sammeln bei Gelingen des Tests das Startkapital für die Geschäftsidee ein.

Was ist Crowdfunding?

Der Begriff Crowdfunding bedeutet als deutsche Bezeichnung Gruppenfinanzierung oder Schwarmfinanzierung. Klassisches Crowdfunding funktioniert so:

  • Sie legen auf einer Crowdfunding-Plattform ein Projekt an. Dort stellen Sie Ihre Geschäftsidee ebenso vor wie sich selbst und Ihre Stärken. Sie hinterlegen einen EUR-Betrag als Finanzierungsziel und legen fest, welche Gegenleistung Ihre Unterstützer erhalten (z. B. ein kostenloses Produkt). Außerdem definieren Sie den Zeitrahmen, in dem Sie Geld einsammeln.
  • Nun heißt es abwarten. Die potenziellen Unterstützer sehen Ihre Geschäftsidee im Vergleich mit denen vieler anderer Gründungswilliger. Kann Ihr Geschäftskonzept bestehen, zahlen überzeugte Betrachter Ihnen Geld auf ein von der Crowdfunding-Plattform genanntes Konto ein.
  • Am Ende des vorab gesteckten Zeitrahmens sehen Sie, ob Sie erfolgreich waren. Haben Sie genügend Nutzer der Plattform überzeugt und wird die erforderliche Summe erreicht, haben Sie nicht nur das Startkapital eingesammelt. Sie wissen auch, dass Ihre Geschäftsidee außergewöhnlich überzeugend ist und Potenzial hat. Erreichen Sie die gewünschte Zielsumme nicht, geht das Geld zurück an die Unterstützer – und Sie sind um wichtige Erkenntnisse reicher.

Es gibt noch weitere Crowdfundig-Modelle zur Finanzierung wie das Crowd-Investing oder das Crowd-Lending:

  • Beim Crowd-Investing beteiligen Sie Ihre Unterstützer am Unternehmenserfolg.
  • Beim Crowd-Lending leihen Sie sich das Geld gegen einen festgelegten Zinssatz.

Erfolgreich Crowdfunding betreiben

Um beim Crowdfunding von Ihrer Geschäftsidee zu überzeugen und das nötige Startkapital zu sammeln, benötigen Sie eine ausgefeilte Strategie.

  • Suchen Sie sich die richtige Plattform und das passende Crowdfunding-Modell aus, damit Ihr Geschäftskonzept die besten Chancen hat. Einen Überblick über Crowdfunding-Plattformen finden Sie hier.
  • Legen Sie die Zielsumme realistisch fest. Der Betrag soll kostendeckend und rein auf das Projekt bezogen sein.
  • Bieten Sie eine attraktive Gegenleistung für Ihre Unterstützer. Bei einem Film- oder Musikprojekt ist es simpel, eine DVD oder CD zu senden. Entsteht bei Ihrem Projekt kein greifbares Produkt, müssen Sie kreativ werden.
  • Stellen Sie Ihre Geschäftsidee packend vor. Erzählen Sie eine Geschichte und heben Sie sich klar von Ihren Mitbewerbern ab.
  • Lassen Sie sich von anderen Projekten inspirieren. Finden Sie heraus, warum einige Gründer mit einer guten Geschäftsidee erfolgreich waren und andere nicht.
  • Was soll das Crowdfunding erreichen? Auf der Plattform testen Sie nicht nur Ihre Geschäftsidee und das Startkapital. Definieren Sie, welche Ziele Sie noch erreichen möchten, wie Sie Aufmerksamkeit erregen oder eine Community gründen werden.
  • Prüfen Sie, ob alles zur Veröffentlichung bereit ist. Ist das Video mit Ihrer Gründungsidee fertiggestellt und steht das Konzept zur Unterstützung der Kampagne in den Social-Media-Kanälen? Passt der Zeitpunkt für die Veröffentlichung? Strandkleider überzeugen nicht im tiefsten Winter. Wenn gerade ähnliche Kampagnen laufen, ist das ebenfalls nicht von Vorteil.
  • Trommeln um Aufmerksamkeit: Rein statistisch erreichen 79 % aller Geschäftsideen, die mindestens 20 % des Finanzierungsziels erreichen, am Ende das Gesamtziel. Lenken Sie daher direkt zu Beginn die Aufmerksamkeit auf Ihr Projekt. Ein starker Start ist überzeugend und zieht weitere Unterstützer an.
  • Binden Sie Ihre Unterstützer ein. Wenn Ihre Geschäftsidee Interesse weckt, wird es Rückfragen, Kommentare und auch Kritik geben. Antworten Sie den Nutzern und führen Sie einen offenen Dialog. Wer Geld geben soll, hat ein berechtigtes Interesse an Kommunikation und Transparenz und darf nicht enttäuscht werden.
  • Bleiben Sie sie selbst! Es gibt viele tolle Geschäftsideen und ausgefeilte Konzepte, diese vorzustellen. Verbiegen Sie sich nicht – wer nicht authentisch bleibt, gewinnt keine Anhänger. Folgen Sie immer Ihrem eigenen Pfad.

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Lässt sich Ihre Geschäftsidee nebenberuflich umsetzen?‎

Einige Geschäftskonzepte erfordern es sicherlich, dass Sie Ihre gesamte Zeit und Energie in das Projekt stecken. Doch es gibt viele Geschäftsideen, die Sie nebenberuflich umsetzen können. Wenn Sie nicht alles auf Ihre Geschäftsidee setzen möchten, prüfen Sie, ob Ihr Modell sich neben dem Hauptberuf realisieren lässt. Tauschen Sie sich mit anderen Gründern aus, die im Nebenerwerb starten. Termine finden Sie hier.

Welche Vorteile hat es, Geschäftsideen nebenberuflich zu verfolgen?

Mit einer nebenberuflichen Selbstständigkeit können Sie Ihr Einkommen aufbessern oder Ihre Geschäftsidee risikolos testen. Ein weiterer Vorteil liegt im geringeren Kapitalbedarf, da die Sozialversicherungen weiter über den Hauptjob finanziert werden.

Das ist bei einer nebenberuflichen, selbstständigen Tätigkeit wichtig:

  • Verfolgen Sie Ihre Geschäftsidee neben dem Beruf oder als Hausfrau/-mann, müssen Sie den Betrieb trotzdem anmelden. Freiberufler wie Künstler, Autoren oder Lehrer wenden sich an das zuständige Finanzamt. Gewerbetreibende melden den Betrieb beim Gewerbeamt der zuständigen Gemeinde an. Das Finanzamt meldet sich dann von selbst.
  • Solange Sie als angestellter Arbeitnehmer mehr verdienen als als Selbstständiger und nicht mehr als 18 Stunden pro Woche im eigenen Unternehmen arbeiten, laufen die Sozialversicherungen weiterhin über Ihr reguläres Beschäftigungsverhältnis. Die Einnahmen erhöhen die Sozialversicherungsbeiträge nicht. Sind Sie nicht hauptberuflich tätig und über den Partner familienversichert, dürfen Sie nicht mehr als 18 Stunden pro Woche selbstständig arbeiten und pro Monat nicht mehr als 365 Euro verdienen. Ansonsten müssen Sie sich selbst krankenversichern.
  • Das Einkommen aus der selbstständigen Verfolgung Ihrer Geschäftsidee erhöht Ihr steuerpflichtiges Einkommen. Wenn Sie nicht die Kleinunternehmerregelung für Bruttoumsätze bis 17.500 Euro nutzen, sind Sie außerdem zur Umsatzsteuervoranmeldung verpflichtet. Als Gewerbetreibender fällt ab einer gewissen Leistungsfähigkeit des Unternehmens auch die kommunale Gewerbesteuer an. Freiberufler sind von dieser Abgabe befreit.

Die IHK München und Oberbayern berät Sie in allen Fragen rund um die Unternehmensgründung und bietet passende Seminare an. Speziell für Technologie-Start-ups gibt's dieStartup-Unit der IHK.

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‎10 Punkte für eine gute Geschäftsidee‎

Ohne eine Geschäftsidee ist es nicht möglich, ein Unternehmen zu gründen. Schließlich müssen Sie wissen, welche Produkte oder Dienstleistungen Sie verkaufen möchten. Hier stellen wir Ihnen zehn Wege vor, über die Sie Ihre Geschäftsidee entdecken können:

  • Probleme lösen: Suchen Sie gezielt nach Problemen, die Sie mit Ihrer Geschäftsidee lösen können. Ein Beispiel wäre der – leider bereits erfundene – Dosenöffner für Linkshänder.
  • 3-6-5-Methode: Sie benötigen sechs Personen und sechs Blätter Papier. Versehen Sie jedes Blatt mit einer Tabelle à drei Spalten und sechs Zeilen. In der ersten Runde schreibt jeder Teilnehmer in die erste Zeile drei Ideen. Dann gibt er das Blatt nach rechts weiter. Nun entwickelt der neue Besitzer des Blatts in der nächsten Spalte die Ideen weiter. Reichen Sie die Blätter so lange weiter, bis alle Spalten gefüllt sind. Sie werden überrascht sein, wie viele Ideen sich angesammelt haben.
  • Trends beobachten und analysieren: Andere Gründer und etablierte Unternehmen kochen auch nur mit Wasser. Trends zu beobachten und zur Inspiration zu nutzen oder auf aktuelle Trends aufzuspringen, das gehört zum Geschäft.
  • Ideen übernehmen: Viele gute Ideen haben sich in anderen Ländern längst durchgesetzt. Nutzen Sie die Chance und etablieren Sie solche Phänomene hier als Ihre Gründungsidee.
  • Franchise: Warum nach guten Geschäftsideen suchen, wenn Unternehmen Sie an bewährten und etablierten Geschäftskonzepten teilhaben lassen?
  • Unternehmen kaufen: Viele Unternehmer suchen einen Nachfolger. Ein bereits bestehendes Unternehmen punktet mit einem Kundenstamm, Mitarbeitern und Lieferanten. Geschäftsräume und Ausstattung sind ebenfalls vorhanden.
  • Geschäftsidee kaufen: Aus manchen Menschen sprudeln so viele Geschäftsideen, dass sie sie sogar verkaufen. Bei einigen ist das Konzipieren von Geschäftsideen die eigentliche Geschäftsidee; andere trauen sich nicht, ihr Konzept selbst zu verfolgen, oder es fehlt ihnen die Eignung.
  • Erfindermessen: Auch hier sprudelt ein Quell der Inspiration.
  • Co-Founder werden: Ihnen fehlt die eine gute Geschäftsidee, aber Sie bringen Qualifikationen, Erfahrungen und Startkapital mit. Dann schließen Sie sich mit einem Gründer zusammen, dem diese Qualitäten fehlen.
  • Internet-Suchmaschinen: Der banalste Tipp steht am Ende. Im Internet finden Sie unzählige Seiten aus dem In- und Ausland, die Geschäftsmodelle vorstellen. Vielleicht ist etwas für Sie dabei.

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FAQ: Häufige Fragen zu Geschäftsideen und Unter‎nehmensgründung

Welches sind die besten Geschäftsideen der letzten Jahre?

Zu den auf Wettbewerben ausgezeichneten Geschäftsideen von Gründern gehört ein Konzept, das den Wareneingang von Gewebeproben im Labor so automatisiert, dass Verwechslungen ausgeschlossen sind. Auch gesunde Grillwürste und Gel zur Händedesinfektion, das farblich anzeigt, ob hygienisch desinfiziert worden ist, konnten die Jurys überzeugen.

Wie ordne ich das Potenzial einer Geschäftsidee in Sekundenschnelle ein?

Für eine erste Einschätzung genügen drei einfache Fragen: Wozu? Wie? Was? Wenn Sie einschätzen, wozu ein Produkt oder eine Dienstleistung gut ist, wie es funktioniert und was es beim Kunden bewirkt, sehen Sie sofort, ob Sie ein großes Geschäftskonzept oder nur eine vage Idee vor sich haben.

Mit welchen Kreativtechniken kann ich gezielt nach Geschäftsideen suchen?

Es muss nicht immer das klassische Brainstorming sein. Beim Mind Mapping verbinden Sie die kreativen und die rationalen Fähigkeiten.

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Woran scheitern Existenzgründer?

Die Hälfte aller Gründer gibt nach einer IHK-Studie in den ersten vier Jahren auf. In der Regel geht den Selbstständigen die Geldquelle aus. Dafür gibt es zwei Hauptgründe:

  • Die Finanzierung war zu gering geplant.
  • Der Gründer war von seiner Geschäftsidee überzeugt, dass er unrealistische Erfolgserwartungen aufgebaut hat.

Prüfen Sie daher die Erfolgsaussichten von Geschäftsmodellen sorgfältig und realistisch. Möchten Sie die Idee umsetzen, erstellen Sie einen kostendeckendes Finanzplan im Rahmen der Businessplanerstellung.

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Unternehmensübergabe und die Nachfolge antreten

Bei der Unternehmensübergabe eines bestehenden Geschäfts profitieren Käufer und Verkäufer. Sie übernehmen ein fertiges Geschäft, während der ursprüngliche Gründer (Verkäufer) sein Unternehmen und ggf. seine Mitarbeiter in guten Händen weiß. Eine Unternehmensübergabe erfolgt in folgenden Phasen:

  • Partner bzw. Unternehmen finden
  • den Nachfolger einführen und aufbauen
  • Übergabe bzw. Übernahme
  • Eigene Ideen umsetzen und das Unternehmen in die Zukunft führen

Sie finden wichtige Informationen zu den Phasen und To-dos und Zahlen zur Nachfolge.

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Wo finde ich Checklisten, Muster und Tools zur Unter-nehmensgründung?‎

Hier finden Sie Checklisten für die Unternehmensgründung mit Ihrer Geschäftsidee.

Franchise – Starthilfe und Fördermöglichkeiten

Sie möchten auf bewährte Geschäftsideen setzen und sich mit einem Franchise-Unternehmen selbstständig machen? Informieren Sie sich über die verschiedenen Fördermöglichkeiten.

Ist Ihre Geschäftsidee reif für die Unternehmensgründung?

Hier erhalten Sie einen umfassenden Überblick zu den Überlegungen und Aufgaben vor der Gründung – von Marktanalyse und Finanzierung bis zum Businessplan.

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