IHK Ratgeber

Kinderbetreuung während der Corona-Krise

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© Stephen Andrews on Unsplash

In der Corona-Krise sind viele Eltern an ihre Belastungsgrenzen gekommen. Sie müssen sich an neue Hygiene- und Organisationsregeln im Betrieb gewöhnen oder im Homeoffice arbeiten, als Selbstständige ihre Liquidität sichern und der Krise widerstehen. Hinzu kommt für viele Eltern die Betreuung der Kinder: sei es der kleineren Kinder, die nicht in die Kitas und Kindergärten dürfen, oder der größeren, die beim Homeschooling elterliche Unterstützung brauchen. Wie sieht es aus, mit welcher Betreuungsmöglichkeit können Sie wann rechnen?

Inhalt

Was gilt aktuell in der Kinderbetreuung?‎

Seit dem 22. Februar 2021 ist im Bereich der Kindertagesbetreuung die Rückkehr in den eingeschränkten Regelbetrieb möglich. Das bedeutet grundsätzlich können alle Kinder ihre Kindertageseinrichtung oder Kindertagespflegestelle wieder besuchen. Erforderlich ist die Betreuung der Kinder in festen Gruppen. Das gilt aber nur in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz von unter 100. Seit dem 15. März 2021 können in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz von unter 50 auch wieder offene Konzepte durchgeführt werden, das bedeutet, das Erfordernis der Betreuung in festen Gruppen entfällt. Der Rahmenhygieneplan findet auch im (eingeschränkten) Regelbetrieb weiterhin Anwendung.

Weitere Informationen: https://www.stmas.bayern.de/coronavirus-info/faq-coronavirus-betreuung.php#sec1

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Was gilt bei einer 7-Tage-Inzidenz über 100?‎

Der Betrieb von Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, organisierten Spielgruppen für Kinder sowie Maßnahmen zur Ferientagesbetreuung werden in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 100 grundsätzlich untersagt.

Folgende Personengruppen sollen eine Notbetreuung (siehe auch unten) in Anspruch nehmen können:

  • Kinder, deren Eltern die Betreuung nicht auf andere Weise sicherstellen können, insbesondere, wenn sie ihrer Erwerbstätigkeit nachgehen müssen,
  • Kinder, deren Betreuung zur Sicherstellung des Kindeswohls von den zuständigen Jugendämtern angeordnet worden ist,
  • Kinder, deren Eltern Anspruch auf Hilfen zur Erziehung nach den §§ 27 ff. SGB VIII haben,
  • Kinder mit Behinderung und Kinder, die von wesentlicher Behinderung bedroht sind.

Weitere Informationen:https://www.stmas.bayern.de/coronavirus-info/faq-coronavirus-betreuung.php#sec1

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Wann besteht die Berechtigung für eine Notbetreuung?

Eltern können eine Notbetreuung beispielsweise dann in Anspruch nehmen, wenn sie die Betreuung ihrer Kinder nicht selbst oder auf andere Weise sicherstellen können. Dies kann auch der Fall sein, wenn Eltern sich im „Homeoffice“ befinden.

Folgende Personengruppen sollen eine Notbetreuung in Anspruch nehmen können:

  • Kinder, deren Eltern die Betreuung nicht auf andere Weise sicherstellen können, insbesondere, wenn sie ihrer Erwerbstätigkeit nachgehen müssen,
  • Kinder, deren Betreuung zur Sicherstellung des Kindeswohls von den zuständigen Jugendämtern angeordnet worden ist,
  • Kinder, deren Eltern Anspruch auf Hilfen zur Erziehung nach den §§ 27 ff. SGB VIII haben,
  • Kinder mit Behinderung und Kinder, die von wesentlicher Behinderung bedroht sind.

Es wird an die Eltern appelliert, eine Notbetreuung tatsächlich nur dann in Anspruch zu nehmen, wenn dies unbedingt notwendig ist. Dies ist beispielsweise dann nicht der Fall, wenn eine Betreuung im häuslichen Umfeld auch anderweitig sichergestellt werden kann.

Die Notbetreuung kann ferner nur dann in Anspruch genommen werden, wenn

  • das Kind keine Symptome einer akuten, übertragbaren Krankheit aufweist,
  • das Kind nicht in Kontakt zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person steht beziehunsgweise seit dem Kontakt 14 Tage vergangen sind,
  • das Kind keiner sonstigen Quarantänemaßnahme unterliegt.

Die Notbetreuung sollte zum Schutz der Beschäftigten und auch der eigenen Familie nur dann in Anspruch genommen werden, wenn es keine anderweitige Betreuungsmöglichkeit gibt.

Weitere Informationen gibt es hier.

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Können Ferienbetreuungen und organisierte Spielgruppen stattfinden?‎

Der Betrieb organisierter Spielgruppen für Kinder sowie Maßnahmen zur Ferientagesbetreuung ist seit dem 15. März 2021 in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz von unter 100 (analog zu den Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen) wieder möglich.

Der Rahmenhygieneplan findet auch für organisierte Spielgruppen und Maßnahmen zur Ferientagesbetreuung Anwendung. In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 100 kann lediglich eine Notbetreuung angeboten

Weitere Informationen gibt es hier.

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Wie erfolgt in der Schule der Unterrichtsbetrieb ab dem 12. April?‎

Grundschulen/Grundschulstufen der Förderschulen (Jahrgangsstufen 1 bis 4):

  • Bei einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 findet voller Präsenzunterricht (das heißt. auch ohne Mindestabstand) statt.
  • Bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 50 bis 100 findet Wechsel- beziehungsweise Präsenzunterricht mit Mindestabstand von 1,5 Metern statt.
  • Bei einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100 gilt:
    • für die Jahrgangsstufen 1 bis 3 findet Distanzunterricht statt.
    • Für die Jahrgangsstufe 4 findet Wechsel- beziehungsweise Präsenzunterricht mit Mindestabstand von 1,5 Metern statt, wenn die Kreisverwaltungsbehörde nichts anderes anordnet. Zudem können nur Schülerinnen und Schüler am Präsenzunterricht teilnehmen, die einen höchstens 48 Stunden alten, negativen Corona-Test vorweisen.

Weiterführende und Berufliche Schulen sowie Förderschulen ab Jahrgangsstufe 5:

  • Bei einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 findet Wechsel- beziehungsweise Präsenzunterricht mit Mindestabstand von 1,5 Metern statt.
  • Bei einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100 findet Distanzunterricht statt.
  • Ausgenommen sind:
    • die Abschlussklassen aller Schularten (eine Detailübersicht zu den Abschlussklassen finden Sie unten)
    • sowie die elfte Jahrgangsstufe an Gymnasien und Fachoberschulen und die entsprechende Stufe der Abendgymnasien und Kollegs:
      Hier findet auch bei einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100 Wechsel- beziehungsweise Präsenzunterricht mit Mindestabstand von 1,5 Metern statt, wenn die Kreisverwaltungsbehörde nichts anderes anordnet.
  • Zudem dürfen am Präsenzunterricht nur Schülerinnen und Schüler teilnehmen, die
    • in der Schule unter Aufsicht einen Selbsttest mit negativem Ergebnis gemacht haben

oder

  • einen aktuellen, negativen Covid-19-Test haben (PCR- oder POC-Antigenschnelltest, der durch medizinisch geschultes Personal durchgeführt wird; nicht älter als 48 Stunden). Solche Tests können zum Beispiel in den lokalen Testzentren, bei Ärzten oder bei anderen geeigneten Stellen durchgeführt werden. Ein zu Hause durchgeführter Selbsttest reicht hier nicht aus. Weitere Informationen zu den verschiedenen Tests finden Sie unter www.km.bayern.de/coronavirus-faq im Menüpunkt „Selbsttests“.
    Dies gilt auch für den Besuch der Notbetreuung.
  • Die Schulen für Kranke erteilen in Übereinstimmung mit den Hygieneschutzvorschriften der Kliniken Unterricht beziehungsweise bieten eine Notbetreuung an. Die Schulvorbereitenden Einrichtungen öffnen im Gleichklang mit vorschulischen Kindertagesstätten und den vorschulischen Heilpädagogischen Tagesstätten.

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