09.06.2016

Wirtschaft: Gewerbegebiete beim Breitbandausbau nicht vergessen

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München – Beim Breitbandausbau fordert die bayerische Wirtschaft besonders in ländlichen Gebieten einen schnelleren Anschluss von Gewerbegebieten an hochleistungsfähige Datenautobahnen. „Bei den Netzen mit mehr als 50Mbit/s Bandbreite liegt der Freistaat im Vergleich mit anderen Flächenländern nur im Mittelfeld, weit hinter Schleswig-Holstein und selbst hinter dem Saarland“, sagt BIHK-Hauptgeschäftsführer Peter Driessen. „Zu viele bayerische Unternehmen außerhalb der Ballungszentren haben keine oder zu langsame Internetanschlüsse. Besonders die niedrigen Upload-Raten reichen für das digitale Zeitalter nicht mehr aus und sind für viele Betriebe flächendeckend ein Standortproblem“, so der BIHK-Chef.

Driessen: „Betriebe brauchen superschnelle Anschlüsse für Digitalisierung“

„Die Staatsregierung sollte die Gemeinden dazu anhalten, alle Gewerbegebiete mit superschnellem Internet auszustatten“, fordert Driessen. Insgesamt würde der Freistaat ausreichend Fördermittel für den Breitbandausbau zur Verfügung stellen. Diese Mittel müssten aber auch bedarfsgerecht eingesetzt werden, bekräftigt der BIHK-Chef. „Wenn 95 Prozent der bayerischen Kommunen an den Förderverfahren teilnehmen, heißt das leider noch lange nicht, dass in diesen Gemeinden jeder Ortsteil, geschweige denn jedes Gewerbegebiet, ans schnelle Internet angeschlossen ist“, sagt Driessen.