27.05.2016

Bayerisches Ladenschlussgesetz: Trauerspiel um Sonntagsöffnungen beenden

München – Die IHK für München und Oberbayern fordert ein bayerisches ‎Ladenschlussgesetz, das die Ausnahmen für Sonntagsöffnungen im Einzelhandel ‎einfacher regelt. „Es ist absurd, dass der Landeshauptstadt München ein ‎verkaufsoffener Sonntag zu ihrem Stadtgründungsfest auf Grund der aktuellen ‎Rechtslage untersagt werden kann“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Driessen.‎

„In einem bayerischen Ladenschlussgesetz sollte die Anlassbezogenheit der verkaufs-‎offenen Sonntage wegfallen, damit die Gemeinden und Einzelhändler zuverlässig und ‎rechtssicher planen können“, fordert der IHK-Chef. Das Bundesladenschlussgesetz legt ‎fest, dass aus Anlässen wie Märkten oder Messen an bis zu vier Sonn- und Feiertagen ‎im Jahr die Läden bis zu fünf Stunden lang geöffnet werden können. Voraussetzung für ‎die Öffnung ist eine Verordnung der zuständigen Gemeinde. ‎

‎„Auch die Tourismusorte in Oberbayern könnten von einem liberaleren bayerischen ‎Ladenschlussgesetz profitieren“, unterstreicht Driessen. Bayern hat bislang als einziges ‎Bundesland darauf verzichtet, eigene Regeln für die Ladenöffnungszeiten zu ‎formulieren.‎