05.10.2016

Bayerische Unternehmen zeigen immer mehr soziales Engagement

Unternehmen sollen in ihren kaufmännischen Entscheidungen noch stärker in die Verantwortung genommen werden. So wird es derzeit im Rahmen des Nationalen Aktionsplanes (NAP) der Bundesregierung zur Umsetzung der Leitprinzipien Wirtschaft und Menschenrechte diskutiert. Beim vierten CSR-Tag des Bayerischen Industrie- und Handelskammertages (BIHK) steht deshalb das Thema „Lieferketten nachhaltig und transparent gestalten“ im Fokus.

Corporate Social Responsibility Tag (CSR) des BIHK

„Die verantwortungsvolle Gestaltung des Lieferkettenmanagements ist ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensstrategie des Ehrbaren Kaufmanns: Sie vermindert wirtschaftliche Risiken und steigert die Reputation des Unternehmens, weil es auch gesellschaftliche Verantwortung übernimmt“, ist Manfred Gößl, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern, überzeugt.

Bayerns Arbeitsministerin Emilia Müller betont: „Ökonomischer Erfolg und verantwortungsvolles Handeln sind zwei Seiten einer Medaille. Denn soziale Verantwortung ist selbst ein Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg. Dabei gehört zu einem guten CSR-Management auch eine nachhaltige Lieferkette. Nicht zuletzt können die Unternehmen so einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die schrecklichen Industrieunglücke, die noch immer in Ländern wie Bangladesch oder Indien geschehen, zu verhindern.“

Immer mehr IHK-Mitgliedsunternehmen integrieren CSR in ihren betrieblichen Prozessen und Entscheidungen – freiwillig und mit einem Bekenntnis zu sozialer, ökologischer und wirtschaftlicher Verantwortung.

In Hinblick auf die geplante gesetzliche Regulierung meint Gößl: „Dieser freiwillige Charakter muss von staatlicher Seite weiter unterstützt und gefördert werden. Weitere gesetzlich verpflichtende Auflagen sind hingegen eine Hürde und bedrohen die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen.“