21.06.2016

Nicht auf dem Erreichten ausruhen

IHK-Halbzeitbilanz, Staatskanzlei München
© Wolf Heider-Sawall

Die Unternehmen im Freistaat bewerten den Standort Bayern zur Halbzeit der zweiten Amtsperiode von Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) leicht verbessert, so die Einschätzung des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK). Unterm Strich sei die Wirtschaft in einer ausgesprochen guten Verfassung und mit dem Standort Bayern zufrieden, betont BIHK-Präsident Eberhard Sasse.

Bayerische IHKs ziehen Halbzeit-Bilanz der Regierung Seehofer

„Viele Faktoren werden stark durch die Bundespolitik beeinflusst und liegen leider nicht allein in der Hand des bayerischen Kabinetts“, sagt Sasse. Kritisch sehen die Betriebe vor allem die ausufernde Bürokratie: Diese schränke ihre unternehmerische Tätigkeit stark ein. Die Unternehmen seien auch mit der Energiepolitik und der Diskussion um die Stromtrassen unzufrieden. Bis zur nächsten Landtagswahl wünscht sich die Wirtschaft vor allem Fortschritte bei den drei Themen Digitalisierung, Bildung und Fachkräftesicherung sowie Infrastruktur.

„Zwar hat die Staatsregierung bei der Digitalisierung, beim Breitbandausbau und mit ihrer Gründerinitiative weitsichtige und wachstumsfreundliche Entscheidungen getroffen“, sagt BIHK-Präsident Eberhard Sasse. Bei elementaren Infrastrukturprojekten wie der dritten Startbahn am Münchner Flughafen, in der Energiepolitik und bei der Regulierung des Arbeitsmarktes sei das zweite Kabinett Seehofer dagegen hinter den eigenen Zielen zurückgeblieben. Seit dem Amtsantritt der Staatsregierung ist die Wirtschaftsleistung im Freistaat um acht Prozent gewachsen. Die Zahl der Beschäftigten nahm um 200.000 auf einen Rekordwert von über fünf Millionen zu. BIHK-Präsident Sasse sicherte der Staatsregierung zu, dass die Wirtschaft mit Job- und Ausbildungsangeboten ihren Beitrag zur Integration von Flüchtlingen leisten werde.

Die Broschüre "Halbzeitbilanz zur Wirtschaftspolitik der Bayerischen Staatsregierung" gibt es hier zum Download.

Die BIHK-Unternehmensbarometer finden Sie hier zum Download.