19.06.2017

Wirtschaftsstandort Oberbayern: Gesamtnote „gut“ mit Aufwärtstrend

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Die Betriebe in Oberbayern sind mit ihrem Wirtschaftsstandort unterm Strich zufriedener als noch vor zwei Jahren. In einer Umfrage der IHK für München und Oberbayern erhält der Wirtschaftsraum die Gesamtnote 2,0. In der vorherigen Befragung lag die Endnote bei 2,1.

Fachkräftemangel und Bürokratismus bremsen Wachstum / Breitbanddefizit auf dem Land‎

Mehr als drei Viertel der Unternehmen bewerten den Standort als „sehr gut“ oder „gut“. Noch einmal für Oberbayern würden sich 84 Prozent der ansässigen Unternehmen entscheiden. Allerdings sagen nach wie vor mehr als ein Viertel der Betriebe, dass Standortmängel ihr Wachstum bremsen.

„Ganz oben auf der Wunschliste der Wirtschaft stehen mehr Fachkräfte, eine unter­nehmensfreundlichere Verwaltung und zügigere Genehmigungsverfahren“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Driessen. Besonders schlecht bewerten die Unternehmen die hohen Preise von Gewerbeflächen und den fehlenden erschwinglichen Wohnraum für ihre Mitarbeiter. Als Stärken Oberbayerns werden die stabile Energieversorgung, loyale und motivierte Mitarbeiter sowie gute Fernstraßenverbindungen genannt.

„Oberbayern ist zweifellos ein Top-Standort für Unternehmen, aber es gibt noch genügend Hausaufgaben“, kommentiert Driessen. „Die Landratsämter und Rathäuser müssen noch wirtschaftsfreundlicher werden – dies sehen die Unternehmen als Priorität in 22 der 23 kreisfreien Städte und Landkreise in Oberbayern. Auch bei der Breitband­versorgung gibt es trotz aller Förderprogramme noch große Lücken, vor allem außerhalb der großen Städte. Hier zeigen die Antworten der Betriebe dringenden Handlungsbedarf in fast allen Landkreisen auf“, so der IHK-Hauptgeschäftsführer.

An der IHK-Standortumfrage nahmen knapp 3.000 oberbayerische Unternehmen teil.