21.04.2017

Dank Industrie 4.0 auf dem Weg zur weltweiten Marktführerschaft

robotic arms in a car plant
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Der Maschinen- und Anlagenbau sowie die Medizintechnik bleibt Oberbayerns zweitgrößter Wirtschaftszweig. Wie aus dem neuen Branchenreport der IHK für München und Oberbayern hervorgeht, sind zwischen 2010 und 2015 die Umsätze jährlich um drei Prozent gestiegen und rund 4.000 neue Jobs entstanden.

IHK-Branchenreport zum Maschinen- und Anlagenbau in Oberbayern

Insgesamt beschäftigt der Sektor fast 50.000 Menschen und erwirtschaftete 2015 etwa zwölf Milliarden Euro. Die Perspektiven bleiben dank der digitalen Transformation sehr gut. „Der globale Wandel hin zur Industrie 4.0 bedeutet hohe Investitionen in neue Maschinen und Anlagen. Für die oberbayerischen Hersteller ist das Zusammenwachsen von IT, Automatisierung und Industrie eine große Chance, sich als weltweiter Marktführer von intelligenten Maschinen zu etablieren. Hinzu kommt, dass digitale Prozesse und disruptive Innovationen neue Geschäftsmodelle ermöglichen, vor allem durch zusätzliche digitale Serviceangebote und Software-Lösungen. Dieses Potential muss von den heimischen Unternehmen noch besser genutzt werden als bisher – sonst besetzen andere Anbieter solche Marktlücken“, ist IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Driessen überzeugt.

Maschinen und Anlagen „Made in Oberbayern“ sind weltweit gefragt, zwei Drittel der gesamten Produktion geht in den Export, deutlich mehr als in anderen Branchen. „Auf den globalen Absatzmärkten steigt die Konkurrenz chinesischer Mitbewerber, welche ihre Qualität deutlich verbessert haben. Zur Unterstützung der technologischen Spitzenposition fordern wir deshalb endlich die Einführung einer steuerlichen Förderung von Forschung und Entwicklung, beispielsweise in Form einer Steuergutschrift für diese Ausgaben“, erklärt IHK-Chef Driessen.