17.02.2017

BIHK warnt vor Versorgungsengpässen bei Sand und Kies ‎

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Der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) sieht die Versorgung der Wirtschaft mit heimischen Rohstoffen gefährdet und setzt sich für die Sicherung und Erschließung der bayerischen Rohstoffvorkommen ein. Ein neuer Leitfaden des BIHK zur Rohstoffsicherung soll sowohl Unternehmen als auch Kommunalpolitik und Verwaltung über die Probleme der Rohstoffgewinnung informieren und Wege für einen umwelt- und ressourcenschonenden Abbau aufzeigen.

Leitfaden zur Rohstoffsicherung informiert Unternehmer, Politik und Verwaltung

„Bayern steht in den kommenden Jahren vor großen Infrastrukturprojekten und muss dringend der wachsenden Nachfrage nach Wohnraum gerecht werden. 80 Prozent der jährlich in Bayern geförderten 150 Millionen Tonnen an Steinen und Erden kommen in der Bauwirtschaft zum Einsatz. Ist die regionale Versorgung unserer heimischen Bauindustrie mit den dafür benötigten Rohstoffen nicht gesichert, drohen Preisanstiege und Abhängigkeit von Importen“, warnt Peter Driessen, Hauptgeschäftsführer des BIHK.

Bereits im BIHK-Rohstoffreport 2015 gaben 26 Prozent der befragten Unternehmen an, von Versorgungsengpässen bei Steinen und Erden betroffen zu sein. „Wirtschaft, Politik und Verwaltung stehen deshalb in der Pflicht, sich auf ein Gesamtkonzept für die Sicherung der Versorgung mit heimischen Rohstoffen zu verständigen“, fordert Driessen. Unternehmern gibt der neue Leitfaden einen Überblick über die wichtigsten Rechtsvorschriften einschließlich der Vorgaben aus dem Naturschutzrecht. Weiterhin informiert er darüber, was sie bei der Planung, Genehmigung und dem Betrieb von Abbaustandorten zu beachten haben. Verwaltung und Politik finden darin Handlungsempfehlungen, wie sie ihrerseits die örtliche Rohstoffgewinnung unterstützen können. Der Leitfaden zur Rohstoffsicherung kann unter www.bihk.de heruntergeladen werden.