Pressemeldung vom 21.04.2020

Coronavirus: Wirtschaft steht hinter Wiesn-Absage

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© Foto: ei / IHK

Die Münchner Wirtschaft steht hinter der Entscheidung der Landes-hauptstadt und der Staatsregierung, das diesjährige Oktoberfest abzusagen. „Das ist ein schwerer Einschnitt für München, weil die Wiesn seit mehr als 200 Jahren unsere Stadt prägt und weltweit berühmt gemacht hat, und ein brutaler Schlag für eine ohnehin schon schwer getroffene Branche. Für Hotels, Wirte, Schausteller, Souvenirverkäufer, Taxibetreibe und viele weitere Wirtschaftsbranchen sind diese zwei Wochen jedes Jahr die umsatzstärkste Zeit. Die Entscheidung von Ministerpräsident Söder und Oberbürgermeister Reiter ist aber absolut richtig und wir tragen sie als Wirtschaft mit.“, erklärt Manfred Gößl, Hauptgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern.

IHK-Chef Gößl: „Schwerer Einschnitt für München, aber Risiko wäre zu hoch gewesen“

„Viele Gastronomen, Service- und Saisonkräfte, die derzeit ohnehin unter den strengen Regeln leiden, leben von der Wiesn. Nicht zu vergessen die Geselligkeit und Internationalität, die das größte Volksfest der Welt für jeden Besucher so besonders machen und tausende Touristen anziehen.“ Gößl betont, dass es aber bei der derzeitigen Entwicklung der Corona-Pandemie unverantwortlich und fahrlässig gewesen wäre, am Oktoberfest festzuhalten. „Ich danke der Stadt und der Staatsregierung für diese frühzeitige und eindeutige Entscheidung“, sagt der IHK-Chef.

Wirtschaftsfakten zur Wiesn:

  • Wirtschaftswert des Oktoberfests beträgt mehr als einer Milliarde Euro.
  • Für Übernachtungen zahlen die Gäste zusammen rund 434 Millionen Euro.
  • Etwa 13 000 Beschäftigte arbeiten auf der Wiesn.
  • Auf dem Festgelände geben die Besucher rund 442 Millionen Euro aus.

(Quelle: Landeshauptstadt München)