Pressemeldung vom 31.03.2020

Coronavirus: Bayerische Wirtschaft begrüßt Milliarden-Paket der Staatsregierung

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Die bayerische Wirtschaft begrüßt das von der Staatsregierung beschlossene Milliarden-Paket für Unternehmen in der Coronakrise. „Dass der Freistaat so viel Geld in die Hand nimmt und damit die Betriebe in dieser schweren Phase unterstützen will, ist ein ermutigendes Signal“, sagt Eberhard Sasse, Präsident des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK).

BIHK-Präsident Sasse: „Richtiges Signal“ / Forderung nach schneller Auszahlung

„Der Bayernfonds mit seinen 60 Milliarden Euro ist eine wuchtige Summe und kann aus unserer Sicht dazu beitragen, dass betroffene Unternehmen nicht in finanzielle Notlage geraten und diese Krise überbrücken können. Bei den Zuschüssen für die Selbstständigen sind bei 30 Prozent der rund 150.000 Anträge die Zahlungen bereits angeordnet. Das ist ein gutes Zeichen.“

Die Maßnahmen glichen allerdings einer Operation am offenen Herzen. „Wir müssen aufpassen, dass der Patient dabei am Leben bleibt“, so Sasse. Entscheidend sei, dass die versprochenen Gelder jetzt schnell an die Firmen und Betriebe ausgezahlt werden, sagt Sasse. „Die engen Fesseln der Kreditvergabe müssen gelockert werden und die Banken dürfen nicht als Flaschenhals bei der Entscheidung wahrgenommen werden. Für die kleinen Unternehmen ist es jetzt überlebenswichtig, dass der Bund dafür sorgt, dass die Kredite innerhalb einer Woche ausbezahlt werden. Die Geschäftsleute brauchen die Finanzhilfen umgehend, weil laufende Fixkosten und fehlende Einnahmen die Existenz bedrohen.“

Der BIHK bewertet den Dreiklang aus Soforthilfen, Steuerstundungen und Bayernfonds als richtiges Zeichen an die Wirtschaft im Freistaat. „Diese Maßnahmen helfen den Unternehmen in Bayern, die finanziellen Auswirkungen der Coronakrise abzufedern und sich für die Zeit nach der Epidemie aufstellen zu können“, erklärt Sasse. Der BIHK-Präsident sieht in den staatlichen Hilfen und Programmen, dass die Staatsregierung die Sorgen aus der Wirtschaft ernst nehme. „Die Politik hat uns zugehört und die große Gefahr erkannt, dass Betriebe in die Zahlungsunfähigkeit abzurutschen drohen.“

Die finanziellen Auswirkungen der Coronakrise auf die Wirtschaft hatte in der vergangenen Woche eine BIHK-Umfrage, an der sich rund 1.200 bayerische Unternehmen beteiligt hatten, gezeigt. 82 Prozent der befragten Betriebe erklärten, mit Umsatzeinbußen fürs Geschäftsjahr 2020 zu rechnen, davon über die Hälfte mit Rückgängen um mehr als ein Viertel. Die Folgen sind unter anderem weniger Investitionen und auch Stellenabbau.