21.12.2016

Steuerrecht: Das ändert sich im neuen Jahr

Jahreswechsel 2017
© magele-picture / fotolia

Das neue Jahr bringt den oberbayerischen Unternehmen einige wichtige Änderungen im Steuerrecht. Für den Einzelhandel besonders relevant sind die Regelungen bei den Registrierkassen.

IHK für München und Oberbayern informiert über Änderungen 2017

Ab 2017 dürfen nur noch Modelle eingesetzt werden, die jeden Umsatz einzeln aufzeichnen und für zehn Jahre unveränderbar speichern. Eine allgemeine Pflicht für Registrierkassen besteht aber nicht. Wer mit offenen Ladenkassen arbeitet, muss weiterhin täglich einen schriftlichen Tageskassenbericht erstellen.

Im neuen Jahr erhöht sich zudem der steuerliche Grundfreibetrag. Um der kalten Progression entgegenzuwirken, steigt der Freibetrag 2017 um 168 Euro und 2018 um 180 Euro. Haben Arbeitnehmer zudem die Möglichkeit, ihr privates Elektro- oder Hybridfahrzeug an der Arbeitsstelle aufzuladen, ist dieser geldwerte Vorteil künftig steuerfrei. Diesen Sachbezug muss der Arbeitgeber allerdings zusätzlich zum Lohn gewähren. Rückwirkend zum 1. Januar 2016 wurde bereits die steuerliche Verlustverrechnung bei Körperschaften im Falle eines Wechsels der Anteilseigner verbessert. Voraussetzung ist unter anderem, dass der Geschäftsbetrieb weiter erhalten bleibt und eine anderweitige Nutzung der Verluste ausgeschlossen ist. Damit sollen vor allem Start-Ups von den negativen Folgen eines Anteilseignerwechsels ausgenommen werden.