03.12.2019

Wirtschaft für mehr Effizienz bei Flächennutzung

Flächennutzung Bayern
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Bayerns Wirtschaft bewertet den Kabinettsentwurf der Staatsregierung zum Landesplanungsgesetz überwiegend positiv. Der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) unterstützt insbesondere die Ansätze für eine effizientere und damit sparsame Flächennutzung.

Gößl: „Maßnahmen der Staatsregierung gehen in die richtige Richtung“‎

„Die Wirtschaft steht für einen achtsamen Umgang mit Flächen“, sagt BIHK-Hauptgeschäftsführer Manfred Gößl. Gößl erinnert daran, dass Industrie, Gewerbe, Handel und Dienstleistungen nur für ein Prozent der Flächennutzung in Bayern stehen. Einen deutlich größeren Anteil hat mit drei Prozent der Wohnbau. Dagegen sind 88 Prozent der Fläche des Freistaats Wälder, Äcker, Naturland und Gewässer, so die Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik.

Der BIHK begrüßt ausdrücklich das Maßnahmenpaket der Staatsregierung für sparsame Flächennutzung. Es enthält Vorschläge für regionale Siedlungskonzepte und für die Einführung eines Leerstandsmanagements. Gößl befürwortet ebenfalls ein besseres Monitoring der Flächennutzung. „So kommen wir zu einem wirksamen und sparsamen Flächenmanagement“, so der BIHK-Hauptgeschäftsführer. Nach wie vor lehne die Wirtschaft allerdings starre, bürokratische Flächenkontingente ab.

Gößl fordert dagegen von der Staatsregierung mehr Anreize zur interkommunalen Zusammenarbeit: „Wir brauchen mehr Abstimmung zwischen benachbarten Kommunen. Hier gibt es viel Potenzial, den vorhandenen Raum gemeinsam besser zu nutzen, beispielweise für gemeinsame Gewerbe- oder Wohngebiete.“

Der BIHK begrüßt die ebenfalls heute beschlossenen Änderungen der baurechtlichen Vorschriften, insbesondere Verfahrenserleichterungen bei Aufstockungen, die dazu beitragen können, den Flächenbedarf im Wohnbau zu bremsen. Positiv bewertet die Wirtschaft auch die Einführung digitaler Baugenehmigungen und der Genehmigungsfiktion. „Damit reagiert die Staatsregierung auf langjährige Forderungen der Wirtschaft nach schnelleren Genehmigungsverfahren und mehr Planungssicherheit“, betont Gößl.