30.11.2018

Driessen: „Entwicklungsperspektive für den Luftverkehr in Bayern sicherstellen“‎

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Die IHK für München und Oberbayern begrüßt das geplante Flughafenkonzept der neuen Bayerischen Staatsregierung und verknüpft diese Zustimmung mit einer konkreten Forderung an die Politik. „Die Unternehmen erwarten sich eine klare Entwicklungsperspektive für den Luftverkehr im Freistaat. Insbesondere die internationale Hub-Funktion am Flughafen München ist essentiell für die exportstarke Wirtschaft. Eine Kooperation der Flughäfen in München, Nürnberg und Memmingen muss deshalb konkrete Mehrwerte schaffen“, erklärt IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Driessen beim dritten Verkehrspolitischen Dialog der IHK in München.

Verkehrspolitischer Dialog der IHK mit dem neuen Verkehrsminister Hans Reichhart

Auf das Flughafenkonzept angesprochen, versichert Bayerns neuer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, Hans Reichhart: „Unser Ziel ist es, alle Flughäfen in Bayern zu stärken. Sämtliche Prognosen sehen in den kommenden Jahren ein Wachstum des Luftverkehrs. Darauf müssen wir vorbereitet sein und die notwendigen Kapazitäten schaffen. Diesen Anspruch an die Infrastruktur haben auch unsere Bürgerinnen und Bürger“. Bayern sei ein Mobilitätsland, so der Staatsminister. „Damit das in Zukunft so bleibt, sind wir gefordert, offen und mutig zu sein um neue Technologien aufzugreifen“, so Reichhart.

Laut Angaben der IHK arbeiten aktuell mehr als 60.000 Menschen in der bayerischen Luft- und Raumfahrt‎, sie erwirtschaften ein jährliches Umsatzvolumen von rund sieben Milliarden Euro.‎ In Hinblick auf die dritte Startbahn bekräftigt Driessen: „Die Wirtschaft steht weiterhin zum Ausbau des Münchner Airports“. Gleichzeitig hat der IHK-Hauptgeschäftsführer die Nachhaltigkeit im Blick: „Wir müssen es schaffen, den Schadstoffausstoß im Flugverkehr weiter zu reduzieren. Das ist ein wichtiger Beitrag für den Klimaschutz und erhöht letztlich auch die gesellschaftliche Akzeptanz des Luftverkehrs“. Die Branche befinde sich bereits auf einem guten Weg: Seit 1990 hat sich der Luftverkehr mehr als ‎verdreifacht, der Kerosinbedarf ist im gleichen ‎Zeitraum hingegen nur um ein Drittel gestiegen.‎

In der anschließenden Podiumsdiskussion debattierten Michael Kerkloh (Geschäftsführer Flughafen München), Wilken Bormann (Vorstand, Lufthansa Hub München), Siegfried Knecht (Vice President, Airbus) mit dem grünen Landtagsabgeordneten Johannes Becher über die Zukunft und den Ausbau des Flughafens München.