02.02.2018

Brenner-Gipfeltreffen: Wirtschaft begrüßt Gespräche zwischen Ländern und EU

A 8 Autobahn Irschenberg
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Die IHK für München und Oberbayern blickt zuversichtlich auf das bevorstehende Brenner-Gipfeltreffen der Vertreter von Deutschland, Österreich, Italien und der EU-Kommission am 5. Februar. „Die Brennerachse ist die zentrale Lebensader für die Wirtschaft zwischen München und Verona. Vom Treffen erwarten wir uns den Startschuss für eine gemeinsame Strategie, um die steigende Verkehrsbelastung über Ländergrenzen hinweg in den Griff zu bekommen. Im Sinne einer guten Nachbarschaft ist das Gespräch zwischen allen drei Ländern der richtige Weg“, erklärt Peter Driessen, Hauptgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern.

Driessen: „Gemeinsame Strategie, um Verkehrsbelastung in den Griff zu bekommen“‎

Gegenüber den Mandatsträgern bekräftigt die IHK ihre Ablehnung von unkoordinierten Maßnahmen wie Blockabfertigungen, die auf Kosten des gemeinsamen Wirtschaftsraumes gehen. „Am freien Warenverkehr führt kein Weg vorbei. Dabei dürfen sich aber der Gütertransport und eine weiterhin hohe Lebensqualität der Anwohner entlang der Brennerroute nicht ausschließen“, so der IHK-Hauptgeschäftsführer.

Voraussetzung dafür sei, dass sich alle Beteiligten zum weiteren Ausbau der Bahn-Infrastruktur bekennen. „Die Zukunft des Güterverkehrs über den Brenner liegt auf der Schiene. Allerdings vermissen die Betriebe weiterhin ein flexibles und verlässliches Transportangebot zu wirtschaftlichen Bedingungen. Politik und Verkehrsbetreiber müssen dafür nun den Weg frei machen und Entscheidungen nicht weiter auf die lange Bank schieben“, fasst Driessen die Situation zusammen. Insbesondere Deutschland hinkt beispielsweise beim Ausbau des Brenner-Nordzulaufs weiter hinterher.