25.11.2017

‎„IHK Existenz“: Keine Spur von Gründerflaute

IHK-Gründermesse Existenz am 25.11.2017 im MOC
© Goran Gajanin / IHK München

Die IHK-Gründermesse „Existenz“ trotzt der aktuellen Gründerflaute: Wie im Vorjahr besuchten rund 1.500 Interessierte am Samstag (25.11.) das Münchner MOC, um sich über die Selbstständigkeit zu informieren.

Rund 1.500 Besucher bei Bayerns größter Gründermesse

München – Die IHK-Gründermesse „Existenz“ trotzt der aktuellen Gründerflaute: Wie im Vorjahr besuchten rund 1.500 Interessierte am Samstag (25.11.) das MOC, um sich über Wege in die Selbstständigkeit zu informieren. Wirtschaftsstaatssekretär Franz Josef Pschierer (CSU) sagte beim Eröffnungsrundgang: „Die ‚IHK Existenz‘ hat sich in den letzten Jahren zu einem regelrechten Hotspot der oberbayerischen Gründerszene entwickelt. Wir brauchen den frischen Geist und die Innovationskraft junger Unter­nehmen mehr denn je. Deshalb ist es so wichtig, diejenigen an die Hand zu nehmen, die das Wagnis Selbstständigkeit eingehen wollen.“

Kathrin Wickenhäuser-Egger, Vizepräsi­dentin der IHK für München und Oberbayern, bekräftigte: „Es ist eine große Freude, dass so viele der Besucher heute ihren Weg zum eigenen Unternehmen mit großer Leidenschaft und Überzeugung angehen und dabei auch mögliche Rückschläge in Kauf nehmen. Das ist wahrer Gründergeist.“

Rund 40.000 Existenzgründer versuchen jedes Jahr in Oberbayern, ein eigenes Unter­nehmen aufzubauen. Wegen der guten Lage am Arbeitsmarkt sank 2016 die Zahl der Gründungen im Jahresvergleich um 8,5 Prozent. Je besser eine Gründung vorbereitet ist, desto größer sind die Erfolgsaussichten. Die Messe bot den Gründern unter einem Dach ein beispielloses Beratungs- und Informationsprogramm. Mehr als 100 Workshops und Vorträge deckten alle Aspekte der Selbstständigkeit ab, vom Businessplan über Finanzierung bis hin zu Marketing und Zeitmanagement. An über 40 Informations­ständen gaben Behörden, Institutionen und Branchenverbände zusätzliche Auskünfte.

Spezialthema der diesjährigen „Existenz“, die seit 1995 jährlich stattfindet, war die Unternehmensnachfolge. Weil die geburtenstarken Jahrgänge der Unternehmer zunehmend in den Ruhestand gehen und sich in vielen Fällen kein Nachfolger in der Familie findet, stehen immer mehr kleine und mittlere Betriebe zur Übernahme bereit. Für Gründer bieten sich daher immer mehr Gelegenheiten, durch die Übernahme eines eingeführten Unternehmens die eigene Existenz aufzubauen. Eine Podiumsdiskussion und Fachvorträge informierten über diesen Weg in die Selbstständigkeit.

Wirtschaftsstaatssekretär Pschierer verwies auf die Fördermöglichkeiten im Freistaat und unterstrich die Chancen, die sich Gründern bieten, die eine Unternehmensnachfolge anstreben: „Wir unterstützen Gründer mit Förderprogrammen, Beratungsangeboten und Finanzierungshilfen im Rahmen unserer Initiative ‚Gründerland. Bayern‘. Aber auch die Übernahme eines bestehenden Unternehmens ist eine gute Möglichkeit, Unternehmer­tum zu leben. Nachfolge ist eine besondere Form der Gründung. Der Generationen­wechsel in bayerischen Familienunternehmen wird sich in den nächsten Jahren zunehmend beschleunigen. Es ist ungemein wichtig für den Standort Bayern, dass diese Unternehmen und Arbeitsplätze erhalten bleiben. Auch hier helfen wir mit Bank- und Förderkredite, Bürgschaften und Haftungsfreistellungen sowie unserer neuen Offensive ‚Unternehmensnachfolge.Bayern‘.“